Vogelgrippe-Alarm! Gefahr für den Menschen? Ist Baden-Württemberg vorbereitet?
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/016 R050024/201
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/016 Fernsehsendungen von Südwest Fernsehen aus dem Jahre 2005
Fernsehsendungen von Südwest Fernsehen aus dem Jahre 2005 >> Oktober 2005
20. Oktober 2005
Wann kommt die Vogelgrippe zu uns? Und welche Gefahr droht uns?
Die gefährliche Tierkrankheit ist in Europa angekommen. Es ist nur eine Zeitfrage, wann sie auch bei uns auftaucht. Viele Bürger sorgen sich. Droht auch für uns Menschen gefahr?
In Öhringen (Hohenlohe) stehen 4.000 Puten in einem Putenstall. Was würde dort passieren, wenn es einmal die Vogelgrippe einbricht? Die Besucher müssen Schutzanzüge tragen. Ein kleines Risiko besteht natürlich immer, aber alle Maßnahmen werden dort strikt durchgezogen. Auch ohne Vogelgrippe gelten im Geflügelstall, vor allem für Besucher sehr strenge Hygienevorschriften zum Schutz der Tiere. Es besteht aber keine Gefahr, da das Virus sehr Hitzelabil ist. Wenn der Erreger überhaupt da ist, wird er beim kochen oder braten getötet.
Normalerweise dürfen die Hühner draußen scharren, aber seitdem die Vogelgrippe immer näher rückt, werden die Tiere langsam daran gewöhnt, dass es vielleicht für längere Zeit nicht mehr nach draußen geht. Außerdem müssen die Tiere heute zur Blutprobe. Alle Geflügelbauern im Land, die mehr als 100 Tiere besitzen, müssen jetzt viel untersuchen und auch testen lassen.
Mit der Stallpflicht sind die Geflügelbauern nicht besonders glücklich. Tiere, die es gewohnt sind draußen herum zu rennen, werden drinnen nervös und aggressiv. Trotzdem, der Schutz vor der Vogelgrippe geht vor. So hofft man die Tiere vor Ansteckung durch Zugvögel zu schützen und die Ausbreitung der Tierepidemie zu verhindern.
In Baden-Württemberg greifen in diesen Tagen nur wenige in die Geflügeltheke. Die Verbraucher sind verunsichert. Noch ist die Vogelgrippe nicht im Land angekommen. Vorsorglich müssen aber alle Geflügelzüchter Stichproben in den Labors der Veterinärämter abliefern. Das Blut der Hühner wird ab jetzt regelmäßig auf Antikörper gegen des Grippevirus untersucht.
Aus Angst vor der Vogelgrippe lassen sich in Baden-Württemberg so viele Menschen wie nie gegen die normale Grippe impfen. Nach der Spritze fühlen sie sich sicherer. Dem Land wird aber langsam Impfstoff knapp.
Im Ost-Alb-Kreis schießen Jäger Wildenten ab und kontrollieren, ob die Zugvögel mit dem Virus H5N1 infiziert sind.
Der Zoll schiebt Sonderschichten. Die Beamten fahnden nach illegalen Importen von Geflügel aus den betroffenen Ländern, denn die unerlaubte Einfuhr von Tieren ist das zweite gefährliche Einfallstor für das Virus. Die Kontrollen auf den deutschen Flughäfen wegen der Vogelgrippe sind wesentlich stärker geworden.
Die Angst vor eine Pandemie geht um. Eine weltweite Grippewelle, wie damals im Jahr 1918. Die spanische Grippe riss 20 Millionen Menschen in den Tod. Eine ähnliche Katastrophe könnte jetzt uns passieren. Wie kann es dazu kommen? Ein Mensch, der bereits normales Grippevirus in sich trägt, infiziert sich zusätzlich mit dem Vogelgrippevirus. Die beiden Erreger vermischen ihre Erbsubstanz, ein neues, ein Killervirus entsteht. Es würde vom Mensch zu Mensch übertragen und sich schnell über die ganze Welt ausbreiten. Es käme zu Pandemie. Sind wir in diesem Fall gewappnet? Experten sagen nein, denn einen Impfstoff gegen das Killervirus gibt es noch nicht. Weltweit wird daran geforscht. Doch noch keine Firma hat überhaupt eine Zulassung beantragt.
Was nutzt die Grippeimpfung bei einer Pandemie? Der normale Grippeimpfstoff hilft nicht gegen die Vogelgrippe und schon gar nicht gegen ein neues Killervirus. Die Berliner Experten aus dem Robert-Koch-Institut empfehlen die Impfung nur für die Risikogruppen, die Landesregierung dagegen für alle, sogar für Kinder.
Die gefährliche Tierkrankheit ist in Europa angekommen. Es ist nur eine Zeitfrage, wann sie auch bei uns auftaucht. Viele Bürger sorgen sich. Droht auch für uns Menschen gefahr?
In Öhringen (Hohenlohe) stehen 4.000 Puten in einem Putenstall. Was würde dort passieren, wenn es einmal die Vogelgrippe einbricht? Die Besucher müssen Schutzanzüge tragen. Ein kleines Risiko besteht natürlich immer, aber alle Maßnahmen werden dort strikt durchgezogen. Auch ohne Vogelgrippe gelten im Geflügelstall, vor allem für Besucher sehr strenge Hygienevorschriften zum Schutz der Tiere. Es besteht aber keine Gefahr, da das Virus sehr Hitzelabil ist. Wenn der Erreger überhaupt da ist, wird er beim kochen oder braten getötet.
Normalerweise dürfen die Hühner draußen scharren, aber seitdem die Vogelgrippe immer näher rückt, werden die Tiere langsam daran gewöhnt, dass es vielleicht für längere Zeit nicht mehr nach draußen geht. Außerdem müssen die Tiere heute zur Blutprobe. Alle Geflügelbauern im Land, die mehr als 100 Tiere besitzen, müssen jetzt viel untersuchen und auch testen lassen.
Mit der Stallpflicht sind die Geflügelbauern nicht besonders glücklich. Tiere, die es gewohnt sind draußen herum zu rennen, werden drinnen nervös und aggressiv. Trotzdem, der Schutz vor der Vogelgrippe geht vor. So hofft man die Tiere vor Ansteckung durch Zugvögel zu schützen und die Ausbreitung der Tierepidemie zu verhindern.
In Baden-Württemberg greifen in diesen Tagen nur wenige in die Geflügeltheke. Die Verbraucher sind verunsichert. Noch ist die Vogelgrippe nicht im Land angekommen. Vorsorglich müssen aber alle Geflügelzüchter Stichproben in den Labors der Veterinärämter abliefern. Das Blut der Hühner wird ab jetzt regelmäßig auf Antikörper gegen des Grippevirus untersucht.
Aus Angst vor der Vogelgrippe lassen sich in Baden-Württemberg so viele Menschen wie nie gegen die normale Grippe impfen. Nach der Spritze fühlen sie sich sicherer. Dem Land wird aber langsam Impfstoff knapp.
Im Ost-Alb-Kreis schießen Jäger Wildenten ab und kontrollieren, ob die Zugvögel mit dem Virus H5N1 infiziert sind.
Der Zoll schiebt Sonderschichten. Die Beamten fahnden nach illegalen Importen von Geflügel aus den betroffenen Ländern, denn die unerlaubte Einfuhr von Tieren ist das zweite gefährliche Einfallstor für das Virus. Die Kontrollen auf den deutschen Flughäfen wegen der Vogelgrippe sind wesentlich stärker geworden.
Die Angst vor eine Pandemie geht um. Eine weltweite Grippewelle, wie damals im Jahr 1918. Die spanische Grippe riss 20 Millionen Menschen in den Tod. Eine ähnliche Katastrophe könnte jetzt uns passieren. Wie kann es dazu kommen? Ein Mensch, der bereits normales Grippevirus in sich trägt, infiziert sich zusätzlich mit dem Vogelgrippevirus. Die beiden Erreger vermischen ihre Erbsubstanz, ein neues, ein Killervirus entsteht. Es würde vom Mensch zu Mensch übertragen und sich schnell über die ganze Welt ausbreiten. Es käme zu Pandemie. Sind wir in diesem Fall gewappnet? Experten sagen nein, denn einen Impfstoff gegen das Killervirus gibt es noch nicht. Weltweit wird daran geforscht. Doch noch keine Firma hat überhaupt eine Zulassung beantragt.
Was nutzt die Grippeimpfung bei einer Pandemie? Der normale Grippeimpfstoff hilft nicht gegen die Vogelgrippe und schon gar nicht gegen ein neues Killervirus. Die Berliner Experten aus dem Robert-Koch-Institut empfehlen die Impfung nur für die Risikogruppen, die Landesregierung dagegen für alle, sogar für Kinder.
0:19:20; 0'19
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Ländersache - Politik in Baden-Württemberg
Harzer, Erika
Kurth, Reinhard
Popp, Christina; Tierärztin
Schmid, Manfred; Bio-Landwirt, Westhausen
Specht, Gottfried
Struckmann, Jürgen
Vögel
Webster, Robert
Öhringen KÜN
Stuttgart S
Krankheit: Vogelgrippe
Landwirtschaft
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 3:29 PM CET
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- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Audiovisuelles Archiv (Archival tectonics)
- Mitgeschnittene Film- und Tondokumente (Archival tectonics)
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- Fernsehsendungen von Südwest Fernsehen aus dem Jahre 2005 (Archival holding)
- Oktober 2005 (Classification)