Jakob Widenmann von Gögglingen ("Göcklingen") [Stadt Ulm] bekennt, dass ihm die Pfleger Jodok ("Jos") Besserer und Anton Schleicher sowie der Hofmeister Thomas Leipheimer des Heiliggeistspitals in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch 261/2, 254] auf Lebenszeit einen Hof des Spitals in Gögglingen, den zuvor Matthäus Schuhmacher bewirtschaftet hat, verliehen haben. Er verpflichtet sich, den Hof in gutem Kulturzustand zu halten und nichts von seinen Zugehörungen zu verpfänden oder zu verkaufen. Aus dem zu dem Hof gehörenden Wald darf er kein Holz verkaufen, sondern solches nur für den Bau von Zäunen und für Reparaturarbeiten auf dem Hof verwenden. Wenn er in dem Wald Personen antrifft, die dort Schaden anrichten, dann darf er ihnen ein Pfand abnehmen. Dieses soll er mit dem Namen des Gepfändeten den Spitalpflegern übergeben. Von dem Hof hat er dem Spital jährlich 17 Imi Roggen und 16 Imi Hafer Ulmer Maß, 3 Pfund und 12 Schilling Heller Heugeld, 4 Herbsthühner, 2 Fastnachtshühner und 100 Eier sowie 2 Gulden von dem Eselsmahd nach Ulm zu liefern. Bei Säumnissen in der Lieferung der Abgaben, unsachgemäßer Bewirtschaftung sowie nach seinem Tod fällt der Hof wieder an das Spital zurück. Bei seinem vorzeitigen Abzug oder nach seinem Tod stehen dem Spital 3 Pfund und 12 Schilling Heller als Weglöse zu.