Heinrich genannt Burstulf von Hahnstätten ('Hoynstadin'), Edelknecht, und seine Erben verkaufen dem Dekan und Kapitel des Stifts Weilburg zur Präsenz für 9 Mark Pfennig, die ihnen bezahlt sind, 1 Malter ewiger Korngülte Weilburger Maß aus ihrem Hof zu Kubach, genannt der Stockheimer Hof, der dem Stift zuvor 3 Hälblinge ('hellinge') und 8 Schilling zinst. Der Hofmann der Aussteller soll die Gülte jährlich am 24. August ('uff sente Bartholomeus dag') dem Stift in das Schloß auf ihre Kosten und Gefahr entrichten. - Siegel des Ausstellers und der Stadt Weilburg, das Heinrich von Michelbach, Vogt zu Weilburg, Rucker von 'Syegilbach', Bürgermeister, Heinrich Knybe, Rorich der Weber und Concze Unredir, Schöffen daselbst, ankünden.
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Heinrich genannt Burstulf von Hahnstätten ('Hoynstadin'), Edelknecht, und seine Erben verkaufen dem Dekan und Kapitel des Stifts Weilburg zur Präsenz für 9 Mark Pfennig, die ihnen bezahlt sind, 1 Malter ewiger Korngülte Weilburger Maß aus ihrem Hof zu Kubach, genannt der Stockheimer Hof, der dem Stift zuvor 3 Hälblinge ('hellinge') und 8 Schilling zinst. Der Hofmann der Aussteller soll die Gülte jährlich am 24. August ('uff sente Bartholomeus dag') dem Stift in das Schloß auf ihre Kosten und Gefahr entrichten. - Siegel des Ausstellers und der Stadt Weilburg, das Heinrich von Michelbach, Vogt zu Weilburg, Rucker von 'Syegilbach', Bürgermeister, Heinrich Knybe, Rorich der Weber und Concze Unredir, Schöffen daselbst, ankünden.
88, U 54
88 Stift Weilburg, St. Walpurgis, Chorherren
Stift Weilburg, St. Walpurgis, Chorherren >> 1 Urkunden >> 1351-1375
1361 April 14
Ausfertigung, Pergament. Beide Siegel ab. - Rückvermerk: 1. (etwa gleichzeitig): 'Ex parte Petri de Merinberg militis'. 2. (15. Jh.): 'Littera presencie'. 3. (15. Jh.): 'De curia in Kubach', (Zusatz um 1500:) 'que dicitur Stockeimer hob 1 ml. kor(ns)'
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Actum et d. 1361, feria quarta proxima post dominicam qua cantatur mysericordia domini
Struck, St. Walpurgisstift Weilburg, Nr. 1179
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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17.06.2025, 14:08 MESZ