König Heinrich V., welchem die Hofleute des Aachener Adalbertstifts zu Olne im Ardenner Gau (in pago ardenne) unter Führung des Propsts Theoderich und der Brüder des Kapitels ihre Klagen über die ihnen durch Untervögte zugefügten zahlreichen Unbilden und Beraubungen vorgetragen, erlässt in Gegenwart und mit Zustimmung des Erzbischofs Friedrich von Köln, der Bischöfe Obert von Lüttich und Borchard von Münster, des Herzogs Heinrich von Limburg, der Grafen Wibert von Sachsen, Berengar von Sulzbach (Solzbac), Arnulf von Los, der Freien Giselbert von Duraz, Arnulf von Rode, Giselbert von Grules, dem rechtmäßigen Vogt zu Olne, den Spruch, dass jene Hofleute unter dem Herzog nur einen Vogt haben sollen, der den Bann von ihm dem König, empfangen und den nur bei den drei allgemeinen Godingen im Jahr Aufnahme und Dienst gebührt, der zwar einen Boten sich unterordnen darf, aber nur einen solchen, der weder Vogt noch zur Abhaltung des Godinges berechtigt ist. Indem der königlichen Vogt Giselbert die fernere Bestellung eines Untervogtes so wie die widerrechtliche Ansetzung von Diensten oder Godingen ausdrücklich verbietet, fixiert er zugleich die Höfe des jährlichen Vogtsdienstes auf 12 Malter Weizen, 31 Malter Hafer, 8 Schweine und 4 Ferkel, 8 junge Lämmer (fiskinge ovine), 6 Hühner und 15 Solids zum Wein. ”Signum domni Heinrici quinte regis innictissimi albertus cancellarius vice rothardi archicancelarii recognovi. Acta idus Augusti. Indictione VIIII, anno incarnationis dominice M. C.III., anno autem domni heinrici quinti ordinationis eius XI, actum aquisgrani, felicifer amen" zurück 4/5. 1902

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
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