SED-Kreisleitung Aschersleben (Bestand)
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P 517 Aschersleben (Benutzungsort: Merseburg)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 08. Parteien, Organisationen, Vereine und Verbände >> 08.01. Parteien >> 08.01.06. Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) >> 08.01.06.02. Bezirksparteiorganisation Halle >> 08.01.06.02.02. Kreis-, Stadt- und Stadtbezirksleitungen
1946 - 1989
Hinweis: Der Bestand enthält Archivgut, das personenbezogenen Schutzfristen gemäß § 10 Abs. 3 Satz 2 ArchG LSA unterliegt und bis zu deren Ablauf nur im Wege einer Schutzfristenverkürzung gemäß § 10 Abs. 4 Satz 2 ArchG LSA oder eines Informationszuganges gemäß § 10 Abs. 4a ArchG LSA zugänglich ist.
Findhilfsmittel: Findkartei
Registraturbildner: Aschersleben war bis 1950 kreisfreie Stadt. Im Zuge der Verwaltungsreform von 1950 wurde Aschersleben in den Landkreis Bernburg eingegliedert. Mit der politisch-territorialen Neugliederung im Juli 1952 wurde aus Teilen der bisherigen Landkreise Quedlinburg und Bernburg der Landkreis Aschersleben gebildet. An der Spitze der Kreisparteiorganisation stand die SED-Kreisleitung Aschersleben. Das Sekretariat der Kreisleitung setzte sich bis 1954 aus dem 1. und 2. Kreissekretär, den Sekretären für Agitation und Propaganda, für Landwirtschaft und für Wirtschaft sowie dem Vorsitzenden des Rates des Kreises, wobei oft bis zu 5 Abteilungsleiter und der Bürgermeister zu den Sitzungen hinzugezogen wurden. Im Juli 1954 wurde das Sekretariat entlastet und das Büro gebildet, das anfangs aus 9, ab 1956 aus 12 Mitgliedern bestand. Im Zuge der in Umsetzung des Politbürobeschlusses vom 26. Februar 1963 über "Die Organisierung der Parteiarbeit nach dem Produktionsprinzip" erfolgten Entlastung des Büros von seiner Funktion 1963 waren der 1. und 2. Sekretär sowie die Leiter der Ideologischen Kommission, des Büros für Landwirtschaft und des Büros für Industrie und Bauwesen Mitglieder des neugebildeten Sekretariats. Zwischen Mitte 1963 und Anfang 1967 fungierte kein 2. Sekretär. Ab Mitte der 60er Jahre bis 1989 bestand das Sekretariat aus dem 1. und 2. Sekretär, den Sekretären für Agitation und Propaganda, für Wirtschaftspolitik und für Landwirtschaft, den Vorsitzenden der Kreisparteikontrollkommission, des Rates des Kreises, der Kreisplankommission, des Rates für landwirtschaftliche Produktion und Nahrungsgüterwirtschaft (bis 1976) und des FDGB-Kreisvorstandes sowie dem 1. Sekretär der FDJ-Kreisleitung. Die Kreisleitung hatte zunächst eine Sollstärke von rund 33 Mitgliedern, später waren es i. d. R. 60 Mitglieder und 14 Kandidaten. Anfang 1986 gab es in der Kreisparteiorganisation rund 10.500 Mitglieder und Kandidaten der SED, die in 201 Grundorganisationen, 151 Abteilungsparteiorganisationen und 300 Parteigruppen organisiert waren. Wichtige Grundorganisationen waren u. a. VEB Leichtmetallwerk Nachterstedt, VEB Braunkohlewerk Nachterstedt, VEB Optima, VEB Werkzeugmaschinenkombinat "Fritz Heckert", Werk Aschersleben, VEB Kindermoden sowie VEG Ermsleben.
Bestandsinformationen: Der Text der im SED-Bezirksparteiarchiv Halle erarbeiteten Findkartei zum Bestand wurde im Wesentlichen unverändert übernommen Es erfolgte lediglich die Korrektur offensichtlicher Fehler, die Vereinheitlichung der Schreibweise und die Auflösung von Abkürzungen. Die für die Sekretariatssitzungsprotokolle vorliegenden sachthematischen Karteien, in der die wesentlichen Tagesordnungspunkte der Beratungen erfasst sind, wurde in Form von Enthält-Vermerken zu den einzelnen Aktenbänden übernommen.
Die in den SED-Bezirksparteiarchiven übliche Einteilung der Bestände in Zeitschichten, die sich an den stattgefundenen Parteitagen orientierte, wurde aufgehoben. Anschließend wurden die komplexen Signaturen des Bezirksparteiarchivs durch eine fortlaufende Nummer ersetzt.
(Nr. 125, 785 sind nicht vergeben.)
Zusatzinformationen: 1. Sekretäre:
Rolf Werner (Aug. 1952 - Febr. 1955); Horst Kobs (Febr. 1955 - Febr. 1957); Wilhelm Barabas (März 1957 - Apr. 1960); Helmut Dreyer (Apr. 1960 - Jan. 1962); Hermann Lederer (März 1962 - Juni 1966); Werner Lantzsch (Juni 1966 - Nov. 1975); Franz Walter (Nov. 1975 - Nov. 1989); Detlef Haase (ab Nov. 1989).
2. Sekretäre:
Martin Rödiger (Aug. 1952 - Febr. 1954); Richard Heiden (Febr. 1954 - Sept. 1956); Heinz Freyberg (Sept. 1956 - März 1961); Heinz Gartmann (Aug. 1961 - März 1963); Axel Dornblut (März 1963 - Aug. oder Sept. 1963); Fritz Kreutz (März 1967 - Febr. 1977); Günter Borgwardt (Febr. 1977 - Dez. 1983); Manfred Gröbe (Dez. 1983 - Nov. 1989); Harald Sporreiter (ab Nov. 1989).
Findhilfsmittel: Findkartei
Registraturbildner: Aschersleben war bis 1950 kreisfreie Stadt. Im Zuge der Verwaltungsreform von 1950 wurde Aschersleben in den Landkreis Bernburg eingegliedert. Mit der politisch-territorialen Neugliederung im Juli 1952 wurde aus Teilen der bisherigen Landkreise Quedlinburg und Bernburg der Landkreis Aschersleben gebildet. An der Spitze der Kreisparteiorganisation stand die SED-Kreisleitung Aschersleben. Das Sekretariat der Kreisleitung setzte sich bis 1954 aus dem 1. und 2. Kreissekretär, den Sekretären für Agitation und Propaganda, für Landwirtschaft und für Wirtschaft sowie dem Vorsitzenden des Rates des Kreises, wobei oft bis zu 5 Abteilungsleiter und der Bürgermeister zu den Sitzungen hinzugezogen wurden. Im Juli 1954 wurde das Sekretariat entlastet und das Büro gebildet, das anfangs aus 9, ab 1956 aus 12 Mitgliedern bestand. Im Zuge der in Umsetzung des Politbürobeschlusses vom 26. Februar 1963 über "Die Organisierung der Parteiarbeit nach dem Produktionsprinzip" erfolgten Entlastung des Büros von seiner Funktion 1963 waren der 1. und 2. Sekretär sowie die Leiter der Ideologischen Kommission, des Büros für Landwirtschaft und des Büros für Industrie und Bauwesen Mitglieder des neugebildeten Sekretariats. Zwischen Mitte 1963 und Anfang 1967 fungierte kein 2. Sekretär. Ab Mitte der 60er Jahre bis 1989 bestand das Sekretariat aus dem 1. und 2. Sekretär, den Sekretären für Agitation und Propaganda, für Wirtschaftspolitik und für Landwirtschaft, den Vorsitzenden der Kreisparteikontrollkommission, des Rates des Kreises, der Kreisplankommission, des Rates für landwirtschaftliche Produktion und Nahrungsgüterwirtschaft (bis 1976) und des FDGB-Kreisvorstandes sowie dem 1. Sekretär der FDJ-Kreisleitung. Die Kreisleitung hatte zunächst eine Sollstärke von rund 33 Mitgliedern, später waren es i. d. R. 60 Mitglieder und 14 Kandidaten. Anfang 1986 gab es in der Kreisparteiorganisation rund 10.500 Mitglieder und Kandidaten der SED, die in 201 Grundorganisationen, 151 Abteilungsparteiorganisationen und 300 Parteigruppen organisiert waren. Wichtige Grundorganisationen waren u. a. VEB Leichtmetallwerk Nachterstedt, VEB Braunkohlewerk Nachterstedt, VEB Optima, VEB Werkzeugmaschinenkombinat "Fritz Heckert", Werk Aschersleben, VEB Kindermoden sowie VEG Ermsleben.
Bestandsinformationen: Der Text der im SED-Bezirksparteiarchiv Halle erarbeiteten Findkartei zum Bestand wurde im Wesentlichen unverändert übernommen Es erfolgte lediglich die Korrektur offensichtlicher Fehler, die Vereinheitlichung der Schreibweise und die Auflösung von Abkürzungen. Die für die Sekretariatssitzungsprotokolle vorliegenden sachthematischen Karteien, in der die wesentlichen Tagesordnungspunkte der Beratungen erfasst sind, wurde in Form von Enthält-Vermerken zu den einzelnen Aktenbänden übernommen.
Die in den SED-Bezirksparteiarchiven übliche Einteilung der Bestände in Zeitschichten, die sich an den stattgefundenen Parteitagen orientierte, wurde aufgehoben. Anschließend wurden die komplexen Signaturen des Bezirksparteiarchivs durch eine fortlaufende Nummer ersetzt.
(Nr. 125, 785 sind nicht vergeben.)
Zusatzinformationen: 1. Sekretäre:
Rolf Werner (Aug. 1952 - Febr. 1955); Horst Kobs (Febr. 1955 - Febr. 1957); Wilhelm Barabas (März 1957 - Apr. 1960); Helmut Dreyer (Apr. 1960 - Jan. 1962); Hermann Lederer (März 1962 - Juni 1966); Werner Lantzsch (Juni 1966 - Nov. 1975); Franz Walter (Nov. 1975 - Nov. 1989); Detlef Haase (ab Nov. 1989).
2. Sekretäre:
Martin Rödiger (Aug. 1952 - Febr. 1954); Richard Heiden (Febr. 1954 - Sept. 1956); Heinz Freyberg (Sept. 1956 - März 1961); Heinz Gartmann (Aug. 1961 - März 1963); Axel Dornblut (März 1963 - Aug. oder Sept. 1963); Fritz Kreutz (März 1967 - Febr. 1977); Günter Borgwardt (Febr. 1977 - Dez. 1983); Manfred Gröbe (Dez. 1983 - Nov. 1989); Harald Sporreiter (ab Nov. 1989).
Laufmeter: 28
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
14.04.2025, 8:12 AM CEST
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