Mandatum de relaxando arresti Auseinandersetzung um Rückgabe beschlagnahmter Waren
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(1) 0781
Wismar F 11 (W F 1 n. 11)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 06. 1. Kläger F
(1670) 20.05.1670-04.03.1671
Kläger: (2) Peter Franz Fontain und Pierre Garcinnotto, Kaufleute aus Frankreich
Beklagter: Deputierte zum Gewett und Kramerkompanie zu Wismar sowie Bürgermeister und Rat zu Wismar als Nebenbekl.
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Caspar Friedrich Koch (A & P) Nebenbekl.: Dr. Gerhard Schlaff (P)
Fallbeschreibung: Kl. sind im Posthorn" abgestiegen, wo sie ihre Waren geteilt haben, um sie nach Güstrow bzw. Grabow zu bringen und dort zu verkaufen. Einer der Gäste kauft ihnen ein Band ab, ein anderer meldet den Verkauf dem Gewett, das die Waren des Kl.s beschlagnahmt und Akzise fordert. Kl. wehren sich gegen Zahlungen, da sie in Wismar nicht hatte verkaufen wollen und nur Zwischenstop auf ihrer Reise gemacht hatten und bitten um Freigabe ihrer Waren. Das Tribunal fordert den Rat am selben Tag entsprechend auf. Am 30.05. bittet der Rat, Kl. an Ratsgericht als das forum competens zu verweisen. Am 04.07. beschweren sich Kl. darüber, daß das Ratsgericht den Prozeß verschleppen würde und bitten, den Fall an das Tribunal zu ziehen. Am 05.10. bestehen Nebenbekl. auf Einhaltung des Instanzenzuges, am 06.10.1670 schließt das Tribunal die Beweisaufnahme, am 02.03.1671 informieren Kl. über den gütlichen Vergleich.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1670-1671
Prozessbeilagen: (7) Aussage des Kapitäns von Blixen vom 20.05.1670; Ratsgerichtsprotokolle vom 23. und 26.04.1670; von Notar Andreas Victor aufgenommene Aussagen der Kl. vom 23.05.1670
Beklagter: Deputierte zum Gewett und Kramerkompanie zu Wismar sowie Bürgermeister und Rat zu Wismar als Nebenbekl.
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Caspar Friedrich Koch (A & P) Nebenbekl.: Dr. Gerhard Schlaff (P)
Fallbeschreibung: Kl. sind im Posthorn" abgestiegen, wo sie ihre Waren geteilt haben, um sie nach Güstrow bzw. Grabow zu bringen und dort zu verkaufen. Einer der Gäste kauft ihnen ein Band ab, ein anderer meldet den Verkauf dem Gewett, das die Waren des Kl.s beschlagnahmt und Akzise fordert. Kl. wehren sich gegen Zahlungen, da sie in Wismar nicht hatte verkaufen wollen und nur Zwischenstop auf ihrer Reise gemacht hatten und bitten um Freigabe ihrer Waren. Das Tribunal fordert den Rat am selben Tag entsprechend auf. Am 30.05. bittet der Rat, Kl. an Ratsgericht als das forum competens zu verweisen. Am 04.07. beschweren sich Kl. darüber, daß das Ratsgericht den Prozeß verschleppen würde und bitten, den Fall an das Tribunal zu ziehen. Am 05.10. bestehen Nebenbekl. auf Einhaltung des Instanzenzuges, am 06.10.1670 schließt das Tribunal die Beweisaufnahme, am 02.03.1671 informieren Kl. über den gütlichen Vergleich.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1670-1671
Prozessbeilagen: (7) Aussage des Kapitäns von Blixen vom 20.05.1670; Ratsgerichtsprotokolle vom 23. und 26.04.1670; von Notar Andreas Victor aufgenommene Aussagen der Kl. vom 23.05.1670
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:26 AM CET