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Die Brüder Ritter Johann (Hans) von Bibra und Christoph
(Cristoffel) von Bibra, bekunden für sich, ihre Ehefrauen und Nachkommen,
dass sie nach re...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1511-1520
1512 Februar 9
Ausfertigung, Pergament, zwei mit Pergamentstreifen angehängte Siegel in Holzkapsel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: ... der gebenn ist uff Montag nach Dorothee und Cristi unnsers lieben Hernn geburth funfftzehenhundert und im zwolfften jaren
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Die Brüder Ritter Johann (Hans) von Bibra und Christoph (Cristoffel) von Bibra, bekunden für sich, ihre Ehefrauen und Nachkommen, dass sie nach reiflicher Überlegung und in gemeinsamer Übereinstimmung Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, und dessen Nachfolgern dauerhaft für 6000 rheinische Gulden Frankfurter Währung alle Besitzungen und Rechte, die ihnen ihr verstorbener Onkel mütterlicherseits, Simon von Schenkwald, vererbt hat, verkauft haben. Der Abt ist Lehnsherr dieser Güter und Rechte. Die Brüder haben ihm ein besiegeltes Register über die Besitzungen ausgehändigt. Besitzungen Simons, die hierin nicht verzeichnet oder noch unbekannt sind, sollen ebenfalls in den Besitz des Abtes übergehen. Die Aussteller haben die Kaufsumme erhalten und verzichten diesbezüglich auf weitere Ansprüche gegenüber dem Abt, ebenso wie auf alle Ansprüche auf die verkauften Besitzungen. Alle Hofleute, Untertanen und Hintersassen, die auf diesen Besitzungen leben oder zu Abgaben verpflichtet sind, sollen dem Abt gegenüber in gleicherweise verpflichtet sein wie sie es gegenüber Simon waren. Die Brüder lösen diese Leute von ihren alten Eiden und Verpflichtungen und verpflichten sie, diese Eide dem Abt und Kloster zu leisten. Sollten wegen dieser Besitzungen Ansprüche angemeldet werden, sollen Abt und Kloster schadlos bleiben, die Brüder kommen für diese Ansprüche auf. Die Aussteller versichern, das Rechtsgeschäft einzuhalten und ihm nicht zuwiderzuhandeln. Rechtsmittel werden ausgeschlossen. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers 1, Avers 2)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Ritter Johann von Bibra, Christoph von Bibra
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: StaM, Kopiare Fulda: K 438, S. 1040-1045; StaM, 100: Urkundenabschriften, 17: Fulda 8, Nr. 280 [unvollständig]
Auf der Rückseite ist von späterer Hand mit Bleistift nachgetragen: Mackenzell.
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.