Die Gebrüder Heinrich und Dr. Daniel Neubronner von und zu Eisenburg, ersterer als Hauptverkäufer, letzterer als Mitverkäufer und Bürge, beide Bürger zu Ulm, verkaufen um 800 fl rh dem Augustinerchorherrenstift St. Michael zu den Wengen eine Hälfte des aus Haus, Hofreite, Stadel und Garten sowie 45 Jauchert Äckern, 3 3/4 Tagwerken Wiese, einem "Blezlin Mahd" und 4 1/2 Jauchert Holzmarken bestehenden Hofes in Roth (Ortsteil von Pfaffenhofen a. d. Roth, Lkr. Neu-Ulm), der gegenwärtig dem Hans Löhle von dort auf Lebenszeit verpachtet ist und dessen andere Hälfte dem Stift bereits gehört. Das 1655 über die Friedrich Fugger'schen Kreditoren und die verwitwete Frau Scribani, geb. Gräfin Fugger-Kirchberg, an die Daniel Neubronner'schen Erben tauschweise gelangte Kaufobjekt wirft ausführlich spezifizierte jährliche Gefälle ab, sein jeweiliger Inhaber ist dem Eigentümer dienstbar und dessen niederer Gerichtsbarkeit, Steuer- und Militärhoheit unterworfen. Die Verkäufer verzichten auf alle Rechte, die sie jemals an dem halben Hof gehabt haben, übertragen denselben, quittieren den Erhalt des Kaufpreises und übernehmen auch namens ihrer Erben die Gewährleistung des Geschäfts.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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