Caspar Rouser (Röser), sesshaft zu Neuffen, wegen seiner aktiven Beteiligung am Bauernaufstand aus Furcht vor der gewissen Strafe an Leib und Leben, Hab und gut landflüchtig gewesen, jedoch auf seine und seiner Freundschaft Bitten vom Statthalter und Regenten des Fürstentums auf künftiges Wohlergehen begnadigt, wieder zum Untertan angenommen und zu Weib und Kindern heimgelassen, erneuert seine Erbhuldigung und gelobt unter Eid, sich fürderhin als gehorsamer und treuer Untertan zu verhalten, wider seiner Landesherrschaft und die Verwandten des Fürstentums, wer immer die seien, weder heimlich noch öffentlich zu handeln, noch sich einer Empörung anzuschließen, sondern alle Anschläge, Meuterei und Praktiken gegen den Statthalter und Regenten oder die Ober- und Ehrbarkeit des Landes, die ihm zu Ohren kämen, der Obrigkeit unverzüglich anzuzeigen und überhaupt der Partei der Obrigkeit und Ehrbarkeit anzuhangen, ferner alle heimlichen Zechen, Gesellschaften und Winkelzusammenkünfte zu meiden, Wehr und Harnisch dem Vogt abzuliefern, und künftig keine mehr zu besitzen und zu tragen, außer ein abgebrochenes Brotmesser. Bürgen (um 40 fl): Martin Schenck und Hans Schmid aus Kemnat [Kr. Esslingen].