18. Panzer-Division / 18. Artillerie-Division (Bestand)
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BArch RH 27-18
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1939-1944
Geschichte des Bestandsbildners: Die organisationsgeschichtlichen Angaben und Unterstellungsübersichten sind aus dem Werk von Georg Tessin, "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939 - 1945", Bd. 4, S. 93, Frankfurt/Main und Osnabrück, 1966 ff. übernommen.
18. Panzer-Division
(WK IV, E 101 (Schtz.) Leisnig)
26.10.1940 im WK IV aus Teilen der 4. und 14. Infanterie-Div. (beide WK IV); bis zum 1.5.1941 zu errichten:
18. Schützen-Brig. (neu)
Schützen-Rgt. 52 I., II. aus Inf. Rgt. 52 II., III. der 4. ID (FStO Leitmeritz)
Schützen-Rgt. 101 I., II. aus Inf. Rgt. 101 II., III. der 14. ID (FStO Leisnig)
Kradsch. Btl. 18
Panzer-Rgt. 18 I.-II. err. 6.12.1940 aus Pz. Abt. A und B
Panzer-Rgt. 28 I.-II. err. 6.12.1940 aus Pz. Abt. C und D
Art. Rgt. 88 I.-III. Stab aus Stb. Art. Rgt. 209, I. aus II./Art. Rgt. 14 (Naumburg), II. aus le. Art. Abt. 741, III. aus s. Art. Abt. 630
Div. Einheiten 88 (Pz. Pi. Btl. 98)
Die vier Panzer-Abteilungen A-D waren als Heerestruppe am 24.7.1940 aufgestellt. Am 1.3.1941 wurde der Stab Pz. Rgt. 28 wieder aufgelöst, die II. wurde III./18, während die I. als III./6 zur 3. Pz. Div. trat.
1942 (15.5.) wurde das Panzer-Rgt. 18 aufgelöst; der Stab wurde zunächst Pz. Brig. 18, dann Stab Panzer-Rgt. 9 der 25. Pz. Div., I. wurde Pz. Abt. 160 der 60. Pz. Gren. Div., zunächst ID (mot), II. Pz. Abt. 103 der 3. Pz. Gren. Div., und nur die III. Abt. blieb als Pz. Abt. 18 bei der Division. Zur Div. trat die H. Flakart. Abt. 292. Die Aufkl. Abt. 88 (hervorgegangen aus der Pz. Aufkl. Abt. Werder der Kav. Lehr- u. Versuchs-Abt.) wurde mit dem Kradsch. Btl. 18 verschmolzen und am 29.4.1943 in Pz. Aufkl. Abt. umbenannt, die H. Flakart. Abt. 292 am 28.3.1943 auf eine Bttr. reduziert.
Pz. Gren. Rgt. 52 I., II.
Pz. Gren. Rgt. 101 I., II.
Pz. Aufkl. Abt. 18
Panzer-Abt. 18
Art. Rgt. 18 I.-III. mit 10. Bttr. aus H. Flakart. Abt. 292
Div. Einheiten 88 (Pz. Pi. Btl. 98)
Am 29.9.1943 wurde die Division bei der Heeresgruppe Mitte aufgelöst. Div. Stab, Art. Rgt., Nachr. Abt., Pz. Aufkl. Abt., Pz. Jäg. Abt. treten zur neugebildeten 18. Art. Div.; das Pz. Gren. Btl. II./52 bildet dort den Stamm des Feldersatzbataillons; die Panzer-Abt. 18 wurde als Pz. Abt. 504 zur Heerestruppe; der Stab und das I./Pz. Gren. Rgt. 101 bildeten den Stab und I./Gren. Rgt. 101, das bei der 14. Inf. Div. wieder errichtet wurde.
Unterstellung:
1940
Nov./Dez.: XXXXVI; 11. Armee; "C"; Heimat
1941
Jan.: XXXXVI; 11. Armee; "C"; Heimat
Feb.: XXXXVIII; 11. Armee; "C"; Heimat
März: XXXXVI; 11. Armee; "C"; Heimat
Apr: XXXXVIII; 11. Armee; "C"; Heimat
Mai/Juni: WK Prot; 2. Pz. Gru.; Heimat
Juli/Dez.: XXXXVII; 2. Pz. Gru.; Mitte; Osten; Smolensk, Brjansk, Tula
1942
Jan.: XXXXVII; 2. Pz.Armee; Mitte; Osten; Orel, Shisdra
Feb./April: XXIV; 2. Pz.Armee; Mitte; Osten; Orel, Brjansk
Mai/Dez.: XXXXVII; 2. Pz.Armee; Mitte; Osten; Orel
1943
Jan.: XXXXVII; 2. Pz.Armee; Mitte; Osten; Orel
Feb.: XXXV; 2. Pz.Armee; Mitte; Osten; Orel
März: LV; 2. Pz.Armee; Mitte; Osten; Orel
Apr.: z. Vfg.; Mitte; Osten; Orel
Mai: z. Vfg. 2. Pz.Armee; Mitte; Osten; Orel
Juni: XXXXVII; 2. Pz.Armee; Mitte; Osten; Orel
Juli: XXXXI; 9. Armee; Mitte; Osten; Orel (Zitadelle)
Aug.: LIII; 2. Pz.Armee; Mitte; Osten; Brjansk
Sept.: XXVII; 4. Armee; Mitte; Osten; Orscha
Okt.: z. Vfg.; 4. Armee; Mitte; Osten; Witebsk
18. Artillerie-Division
1.10.1943 bei der Heeresgruppe Mitte aus dem Stabe und Teilen der aufgelösten 18. Panzer-Division als Versuchsverband zur Bildung von Artillerie-Schwerpunkten durch Artillerie-Divisionen (Vfg. 7.9.1943). Die zunächst geplante Gliederung in ein leichtes Art. Rgt. 88 (I. le. FH-Sfl., II.-IV. le. FH (mot.), ein schweres Art. Rgt. 288 (I. und II. s. FH (mot.) - aus IV./96 und IV./371 -, III. mit 21 cm Mörsern - aus Abt. 809 -, IV. mit 10 cm Kan. - aus der alten III./88)), dem Art. Rgt. Stab 782 mit leichter Beob. Abt. 4, schw. Art. Abt. (17 cm Kan.) 740 und H. Flakart. Abt. 280 kam nicht zur Durchführung und wurde am 26.10.1943 durch OKH-Befehl geändert:
Art. Rgt. 88 I.-III. aus Art. Rgt. 88 der 18. Pz. Div.
Art. Rgt. 288 I.-III. aus Stab Art. Rgt. 109, I. neu, II. aus s.-Art. Abt. 987, III. aus Art. Abt. Stab 767 und den Bttr. 1-3/740
Art. Rgt. 388 I.-III. aus Stab Art. Rgt. 782, I. neu, II. aus s. Art. Abt. 986, III. aus s. Art. Abt. 809
Sturmgeschütz-Bttr. 741 mit 10 Sturmgeschützen H. Flakart. Abt. 280 mit 2 schw. und 2 leichten Bttr. Beob. Abt. 4 mit Stabs-, Schallm. und Lichtmeß-Bttr. Feuerleit-Bttr. 18 durch Art. Schule II Groß-Born Div. Nachr. Abt. 88 von der 18. Pz. Div.
Art. Feldersatz-Abt. 88 mit 1 leichter und 1 schwerer Bttr. Nachschubtruppen 88 von 18. Pz. Div.
und sicher auch
Schützen-Abt. 88 (Pz. Gren. Btl. 18).
Von den Art. Rgt. hatte I./88 als Sfl. Abt. zwei leichte und eine schw. Bttr. mit je 6 Geschützen, II./88, I./288 und I./388 je drei Bttr. le FH (mot.) mit 4 Geschützen, III./88, II./288 und II./388 je zwei Bttr. schw. FH und eine Bttr. 10 cm Kan. (mot.) mit 4 Geschützen, III./288 drei Bttr. mit je drei 17 cm Kanonen und III./388 drei Bttr. mit je drei 21 cm Mörsern.
Mitte April 1944 wurde die Division letztmalig als selbständiger Verband in der Kriegsgliederung genannt und am 27.7.1944 aufgelöst. Der Divisionsstab wurde GKdo. Panzerkorps Großdeutschland, die Art. Regimenter selbständige Heeres-Artillerie-Brigaden.
Anmerkung:
Die Unterstellungsverhältnisse sind (nach den "Schematischen Kriegsgliederungen") jeweils nur für einen Stichtag pro Monat angegeben; im Einzelnen:
1940
9. Juni, 21. Juli, 1. Aug., 13. Sept., 7. Okt., 7. Nov., 12. Dez.
1941
15. Jan., 10. Feb., 12. März, 5. Apr., 1. Mai, 5. Juni, 1. Juli, 7. Aug., 3. Sept., 2. Okt., 4. Nov., 4. Dez.
1942
2. Jan., 6. Feb., 10. März, 5. Apr., 11. Mai., 8. Juni., 4. Juli., 5. Aug., 2. Sept., 8. Okt., 5. Nov., 1. Dez.
1943
1. Jan., 3. Feb., 4. März, 9. Apr., 1. Mai., 1. Juni., 7. Juli., 5. Aug., 5. Sept., 4. Okt., 8. Nov., 3. Dez.
1944
15. Apr., 15. Mai, 15. Juni, 15. Juli, 31. Aug., 16. Sept., 13. Okt., 5. Nov. (26. Nov.), (31. Dez.)
1945
19. Feb., 1. März, 12. Apr., 7. Mai
Die "Schematischen Kriegsgliederungen" setzen erst mit dem 8. Juni 1940 ein; aus dem ersten Vierteljahr 1944 fehlen sie.
Bearbeitungshinweis: Die Bestände der Divisionskommandos waren bereits im Jahr 1984 verzeichnet worden (Frau Günthner). Das hieraus im April 1984 fertiggestellte Findbuch wurde 2010 retrodigitalisiert und 2012 sowie 2015 überarbeitet.
Bestandsbeschreibung: Auch die Kriegstagebücher der Panzer-Divisionen waren, wie die Kriegstagebücher
aller anderen Verbände, Einheiten und Dienststellen des Heeres vom Mobilmachungstag (26.8.1939) an, dem Heeresarchiv Potsdam einzureichen, wo sie eine Zugangssignatur erhielten (anfangs getrennt nach Kriegsschauplätzen: P für Polen, W für Westen; nach der Beendigung des West- und des Norwegenfeldzuges aber nur nach laufender Nummer), in dieser Reihenfolge auch eingelagert, dann aber systematisch nach den kriegstagebuchführenden Stellen und deren Abteilungen in Eingangslisten erfasst wurden. Diese Listen (sog. "Potsdam-Listen") sind erhalten geblieben. Aus ihnen geht hervor, dass Kriegstagebücher von Divisionen noch bis Anfang oder Mitte 1944 beim Heeresarchiv eingegangen sind. Jedoch sind Divisions-Kriegstagebücher, die später als Mitte oder Ende 1943 in Potsdam eingingen, offenbar nicht mehr an die Zweigstelle Liegnitz ausgelagert worden und mit allen anderen Beständen, die sich noch in Potsdam befanden, beim Brand des Heeresarchivs im April 1945 verlorengegangen. Weitere Lücken - die nur zum Teil durch E = Ersatzakten aus Doppelüberlieferungen wieder aufgefüllt werden konnten - haben sich durch Aktenverluste beim Brand in der Kriegswissenschaftlichen Abteilung des Generalstabs des Heeres im Februar 1942 ergeben. Sonst aber sind die Liegnitzer Divisionsbestände vollständig mit einem Evakuierungszug Anfang 1945 nach Thüringen gelangt, wo sie im April 1945 von amerikanischen Truppen erbeutet und bald darauf nach Frankfurt/Main gebracht wurden, von wo sie in die USA gelangten. Dort wurden sie nochmals erfasst, verfilmt (mit Ausnahme der Quartiermeister-Unterlagen) und ab 1962 an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben. Hier kamen sie zunächst in die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes und nach deren Auflösung (Anfang 1968) in das Bundesarchiv-Militärarchiv.
In den einzelnen Rückgaben waren enthalten (N=Nachträge):
- Sept. 1962: 1. - 6. , 9. Panzer-Division
- März 1963 : 7. - 8., 9. (N), 10. - 18., 116. Panzer-Division
- Nov. 1963: 19. - 23. Panzer-Division
- Apr. 1964: 24. - 27. Panzer-Division
- Sept. 1965: 4., 10. - 11. Panzer-Division (alles N)
- März 1966: 116. Panzer-Division (N)
- Mai 1966: 179. Reserve-Panzer-Division
- Okt. 1967: 1. - 5., 7., 10. - 13. 20. Panzer-Division, (alles N), Panzer-Division Holstein, Norwegen, Panzer-Lehr-Division
In den "Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Virginia" sind Kriegstagebücher von Panzer-Divisionen wie folgt erfasst:
- Guide Nr. 41: Divisionen 1 - 5
- Guide Nr. 45: Divisionen 6 - 9
- Guide Nr. 63: Nachträge Divisionen 1- 9, 10 - 21
- Guide Nr. 64: Divisionen 22 - 27
- Guide Nr. 67: Division 116
- Guide Nr. 68: Division 179
- Guide Nr. 79: Division Norwegen, Pz.Lehr
Außer den Materialien aus Potsdam (bzw. Liegnitz), die etwa 95-98% der Bestände ausmachen, sind noch zu nennen:
- Beuteschriftgut vom westlichen Kriegsschauplatz, das in den USA zumeist "Pseudo-Potsdam-Nummern" ab 70.000 erhalten hat,
- Einzelakten aus anderen der in den USA z.T. unter Sachbetreffen gebildeten Schriftgutgruppen ("EAP", u.a.),
- Abgaben aus Privathand, dabei auch Nachkriegs-Ausarbeitungen ("Studies" für die Historical Division/US Army in Europe, u.a.) - siehe die Zugangs-Vermerke in der Spalte "Bemerkungen".
Akten aus der Vorkriegszeit sind, abgesehen von wenigen Ausnahmen, nicht überliefert; Gleiches gilt für das bei den einzelnen Abteilungen der Divisionsstäbe außerhalb der Kriegstagebuch-Unterlagen angefallene Routine-Schriftgut.
Die Schriftgutverzeichnisse weisen stets die gleiche Reihenfolge auf:
- "Stammtafeln" (mit organisationsgeschichtlichen Angaben - auch zu den Divisionseinheiten)
- Ia (Führungsabteilung; auch: Ausbildungsangelegenheiten)
- Ic (Feindaufklärung, Spionage- und Sabotageabwehr, Truppenbetreuung)
- IIa/IIb (Adjutantur: Personalwesen)
- Ib (Quartiermeister) - mit den Unterabteilungen:
III (Div. Gericht)
IVa (Intendant)
IVb (Div. Arzt)
IVc (Div. Veterinär)
IVd ev./kath. (Div. Geistliche)
- Kommandant des Divisions-Stabsquartiers (nur im ersten Kriegsjahr)
- Sonstige Unterlagen.
Umfangangabe entfernen
Grundlage für jede Benutzung von Archivgut im Bundesarchiv sind das Bundesarchivgesetz und die Benutzungsverordnung.
Inhaltliche Charakterisierung: Ia: KTB Okt. 1940 bis Febr. 1944.
Ib: KTB Okt. 1940 bis Febr. 1944.
Ic: TB Okt. 1940 bis Mai 1941, Mitte Juni 1941 bis Mitte Sept. 1943 und Mitte Dez. 1943 bis Febr. 1944.
IIa: TB Ende Juni 1941 bis Mai 1942 und April bis Sept. 1943.
Erschließungszustand: Vollständig erschlossen
Zitierweise: BArch RH 27-18/...
18. Panzer-Division
(WK IV, E 101 (Schtz.) Leisnig)
26.10.1940 im WK IV aus Teilen der 4. und 14. Infanterie-Div. (beide WK IV); bis zum 1.5.1941 zu errichten:
18. Schützen-Brig. (neu)
Schützen-Rgt. 52 I., II. aus Inf. Rgt. 52 II., III. der 4. ID (FStO Leitmeritz)
Schützen-Rgt. 101 I., II. aus Inf. Rgt. 101 II., III. der 14. ID (FStO Leisnig)
Kradsch. Btl. 18
Panzer-Rgt. 18 I.-II. err. 6.12.1940 aus Pz. Abt. A und B
Panzer-Rgt. 28 I.-II. err. 6.12.1940 aus Pz. Abt. C und D
Art. Rgt. 88 I.-III. Stab aus Stb. Art. Rgt. 209, I. aus II./Art. Rgt. 14 (Naumburg), II. aus le. Art. Abt. 741, III. aus s. Art. Abt. 630
Div. Einheiten 88 (Pz. Pi. Btl. 98)
Die vier Panzer-Abteilungen A-D waren als Heerestruppe am 24.7.1940 aufgestellt. Am 1.3.1941 wurde der Stab Pz. Rgt. 28 wieder aufgelöst, die II. wurde III./18, während die I. als III./6 zur 3. Pz. Div. trat.
1942 (15.5.) wurde das Panzer-Rgt. 18 aufgelöst; der Stab wurde zunächst Pz. Brig. 18, dann Stab Panzer-Rgt. 9 der 25. Pz. Div., I. wurde Pz. Abt. 160 der 60. Pz. Gren. Div., zunächst ID (mot), II. Pz. Abt. 103 der 3. Pz. Gren. Div., und nur die III. Abt. blieb als Pz. Abt. 18 bei der Division. Zur Div. trat die H. Flakart. Abt. 292. Die Aufkl. Abt. 88 (hervorgegangen aus der Pz. Aufkl. Abt. Werder der Kav. Lehr- u. Versuchs-Abt.) wurde mit dem Kradsch. Btl. 18 verschmolzen und am 29.4.1943 in Pz. Aufkl. Abt. umbenannt, die H. Flakart. Abt. 292 am 28.3.1943 auf eine Bttr. reduziert.
Pz. Gren. Rgt. 52 I., II.
Pz. Gren. Rgt. 101 I., II.
Pz. Aufkl. Abt. 18
Panzer-Abt. 18
Art. Rgt. 18 I.-III. mit 10. Bttr. aus H. Flakart. Abt. 292
Div. Einheiten 88 (Pz. Pi. Btl. 98)
Am 29.9.1943 wurde die Division bei der Heeresgruppe Mitte aufgelöst. Div. Stab, Art. Rgt., Nachr. Abt., Pz. Aufkl. Abt., Pz. Jäg. Abt. treten zur neugebildeten 18. Art. Div.; das Pz. Gren. Btl. II./52 bildet dort den Stamm des Feldersatzbataillons; die Panzer-Abt. 18 wurde als Pz. Abt. 504 zur Heerestruppe; der Stab und das I./Pz. Gren. Rgt. 101 bildeten den Stab und I./Gren. Rgt. 101, das bei der 14. Inf. Div. wieder errichtet wurde.
Unterstellung:
1940
Nov./Dez.: XXXXVI; 11. Armee; "C"; Heimat
1941
Jan.: XXXXVI; 11. Armee; "C"; Heimat
Feb.: XXXXVIII; 11. Armee; "C"; Heimat
März: XXXXVI; 11. Armee; "C"; Heimat
Apr: XXXXVIII; 11. Armee; "C"; Heimat
Mai/Juni: WK Prot; 2. Pz. Gru.; Heimat
Juli/Dez.: XXXXVII; 2. Pz. Gru.; Mitte; Osten; Smolensk, Brjansk, Tula
1942
Jan.: XXXXVII; 2. Pz.Armee; Mitte; Osten; Orel, Shisdra
Feb./April: XXIV; 2. Pz.Armee; Mitte; Osten; Orel, Brjansk
Mai/Dez.: XXXXVII; 2. Pz.Armee; Mitte; Osten; Orel
1943
Jan.: XXXXVII; 2. Pz.Armee; Mitte; Osten; Orel
Feb.: XXXV; 2. Pz.Armee; Mitte; Osten; Orel
März: LV; 2. Pz.Armee; Mitte; Osten; Orel
Apr.: z. Vfg.; Mitte; Osten; Orel
Mai: z. Vfg. 2. Pz.Armee; Mitte; Osten; Orel
Juni: XXXXVII; 2. Pz.Armee; Mitte; Osten; Orel
Juli: XXXXI; 9. Armee; Mitte; Osten; Orel (Zitadelle)
Aug.: LIII; 2. Pz.Armee; Mitte; Osten; Brjansk
Sept.: XXVII; 4. Armee; Mitte; Osten; Orscha
Okt.: z. Vfg.; 4. Armee; Mitte; Osten; Witebsk
18. Artillerie-Division
1.10.1943 bei der Heeresgruppe Mitte aus dem Stabe und Teilen der aufgelösten 18. Panzer-Division als Versuchsverband zur Bildung von Artillerie-Schwerpunkten durch Artillerie-Divisionen (Vfg. 7.9.1943). Die zunächst geplante Gliederung in ein leichtes Art. Rgt. 88 (I. le. FH-Sfl., II.-IV. le. FH (mot.), ein schweres Art. Rgt. 288 (I. und II. s. FH (mot.) - aus IV./96 und IV./371 -, III. mit 21 cm Mörsern - aus Abt. 809 -, IV. mit 10 cm Kan. - aus der alten III./88)), dem Art. Rgt. Stab 782 mit leichter Beob. Abt. 4, schw. Art. Abt. (17 cm Kan.) 740 und H. Flakart. Abt. 280 kam nicht zur Durchführung und wurde am 26.10.1943 durch OKH-Befehl geändert:
Art. Rgt. 88 I.-III. aus Art. Rgt. 88 der 18. Pz. Div.
Art. Rgt. 288 I.-III. aus Stab Art. Rgt. 109, I. neu, II. aus s.-Art. Abt. 987, III. aus Art. Abt. Stab 767 und den Bttr. 1-3/740
Art. Rgt. 388 I.-III. aus Stab Art. Rgt. 782, I. neu, II. aus s. Art. Abt. 986, III. aus s. Art. Abt. 809
Sturmgeschütz-Bttr. 741 mit 10 Sturmgeschützen H. Flakart. Abt. 280 mit 2 schw. und 2 leichten Bttr. Beob. Abt. 4 mit Stabs-, Schallm. und Lichtmeß-Bttr. Feuerleit-Bttr. 18 durch Art. Schule II Groß-Born Div. Nachr. Abt. 88 von der 18. Pz. Div.
Art. Feldersatz-Abt. 88 mit 1 leichter und 1 schwerer Bttr. Nachschubtruppen 88 von 18. Pz. Div.
und sicher auch
Schützen-Abt. 88 (Pz. Gren. Btl. 18).
Von den Art. Rgt. hatte I./88 als Sfl. Abt. zwei leichte und eine schw. Bttr. mit je 6 Geschützen, II./88, I./288 und I./388 je drei Bttr. le FH (mot.) mit 4 Geschützen, III./88, II./288 und II./388 je zwei Bttr. schw. FH und eine Bttr. 10 cm Kan. (mot.) mit 4 Geschützen, III./288 drei Bttr. mit je drei 17 cm Kanonen und III./388 drei Bttr. mit je drei 21 cm Mörsern.
Mitte April 1944 wurde die Division letztmalig als selbständiger Verband in der Kriegsgliederung genannt und am 27.7.1944 aufgelöst. Der Divisionsstab wurde GKdo. Panzerkorps Großdeutschland, die Art. Regimenter selbständige Heeres-Artillerie-Brigaden.
Anmerkung:
Die Unterstellungsverhältnisse sind (nach den "Schematischen Kriegsgliederungen") jeweils nur für einen Stichtag pro Monat angegeben; im Einzelnen:
1940
9. Juni, 21. Juli, 1. Aug., 13. Sept., 7. Okt., 7. Nov., 12. Dez.
1941
15. Jan., 10. Feb., 12. März, 5. Apr., 1. Mai, 5. Juni, 1. Juli, 7. Aug., 3. Sept., 2. Okt., 4. Nov., 4. Dez.
1942
2. Jan., 6. Feb., 10. März, 5. Apr., 11. Mai., 8. Juni., 4. Juli., 5. Aug., 2. Sept., 8. Okt., 5. Nov., 1. Dez.
1943
1. Jan., 3. Feb., 4. März, 9. Apr., 1. Mai., 1. Juni., 7. Juli., 5. Aug., 5. Sept., 4. Okt., 8. Nov., 3. Dez.
1944
15. Apr., 15. Mai, 15. Juni, 15. Juli, 31. Aug., 16. Sept., 13. Okt., 5. Nov. (26. Nov.), (31. Dez.)
1945
19. Feb., 1. März, 12. Apr., 7. Mai
Die "Schematischen Kriegsgliederungen" setzen erst mit dem 8. Juni 1940 ein; aus dem ersten Vierteljahr 1944 fehlen sie.
Bearbeitungshinweis: Die Bestände der Divisionskommandos waren bereits im Jahr 1984 verzeichnet worden (Frau Günthner). Das hieraus im April 1984 fertiggestellte Findbuch wurde 2010 retrodigitalisiert und 2012 sowie 2015 überarbeitet.
Bestandsbeschreibung: Auch die Kriegstagebücher der Panzer-Divisionen waren, wie die Kriegstagebücher
aller anderen Verbände, Einheiten und Dienststellen des Heeres vom Mobilmachungstag (26.8.1939) an, dem Heeresarchiv Potsdam einzureichen, wo sie eine Zugangssignatur erhielten (anfangs getrennt nach Kriegsschauplätzen: P für Polen, W für Westen; nach der Beendigung des West- und des Norwegenfeldzuges aber nur nach laufender Nummer), in dieser Reihenfolge auch eingelagert, dann aber systematisch nach den kriegstagebuchführenden Stellen und deren Abteilungen in Eingangslisten erfasst wurden. Diese Listen (sog. "Potsdam-Listen") sind erhalten geblieben. Aus ihnen geht hervor, dass Kriegstagebücher von Divisionen noch bis Anfang oder Mitte 1944 beim Heeresarchiv eingegangen sind. Jedoch sind Divisions-Kriegstagebücher, die später als Mitte oder Ende 1943 in Potsdam eingingen, offenbar nicht mehr an die Zweigstelle Liegnitz ausgelagert worden und mit allen anderen Beständen, die sich noch in Potsdam befanden, beim Brand des Heeresarchivs im April 1945 verlorengegangen. Weitere Lücken - die nur zum Teil durch E = Ersatzakten aus Doppelüberlieferungen wieder aufgefüllt werden konnten - haben sich durch Aktenverluste beim Brand in der Kriegswissenschaftlichen Abteilung des Generalstabs des Heeres im Februar 1942 ergeben. Sonst aber sind die Liegnitzer Divisionsbestände vollständig mit einem Evakuierungszug Anfang 1945 nach Thüringen gelangt, wo sie im April 1945 von amerikanischen Truppen erbeutet und bald darauf nach Frankfurt/Main gebracht wurden, von wo sie in die USA gelangten. Dort wurden sie nochmals erfasst, verfilmt (mit Ausnahme der Quartiermeister-Unterlagen) und ab 1962 an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben. Hier kamen sie zunächst in die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes und nach deren Auflösung (Anfang 1968) in das Bundesarchiv-Militärarchiv.
In den einzelnen Rückgaben waren enthalten (N=Nachträge):
- Sept. 1962: 1. - 6. , 9. Panzer-Division
- März 1963 : 7. - 8., 9. (N), 10. - 18., 116. Panzer-Division
- Nov. 1963: 19. - 23. Panzer-Division
- Apr. 1964: 24. - 27. Panzer-Division
- Sept. 1965: 4., 10. - 11. Panzer-Division (alles N)
- März 1966: 116. Panzer-Division (N)
- Mai 1966: 179. Reserve-Panzer-Division
- Okt. 1967: 1. - 5., 7., 10. - 13. 20. Panzer-Division, (alles N), Panzer-Division Holstein, Norwegen, Panzer-Lehr-Division
In den "Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Virginia" sind Kriegstagebücher von Panzer-Divisionen wie folgt erfasst:
- Guide Nr. 41: Divisionen 1 - 5
- Guide Nr. 45: Divisionen 6 - 9
- Guide Nr. 63: Nachträge Divisionen 1- 9, 10 - 21
- Guide Nr. 64: Divisionen 22 - 27
- Guide Nr. 67: Division 116
- Guide Nr. 68: Division 179
- Guide Nr. 79: Division Norwegen, Pz.Lehr
Außer den Materialien aus Potsdam (bzw. Liegnitz), die etwa 95-98% der Bestände ausmachen, sind noch zu nennen:
- Beuteschriftgut vom westlichen Kriegsschauplatz, das in den USA zumeist "Pseudo-Potsdam-Nummern" ab 70.000 erhalten hat,
- Einzelakten aus anderen der in den USA z.T. unter Sachbetreffen gebildeten Schriftgutgruppen ("EAP", u.a.),
- Abgaben aus Privathand, dabei auch Nachkriegs-Ausarbeitungen ("Studies" für die Historical Division/US Army in Europe, u.a.) - siehe die Zugangs-Vermerke in der Spalte "Bemerkungen".
Akten aus der Vorkriegszeit sind, abgesehen von wenigen Ausnahmen, nicht überliefert; Gleiches gilt für das bei den einzelnen Abteilungen der Divisionsstäbe außerhalb der Kriegstagebuch-Unterlagen angefallene Routine-Schriftgut.
Die Schriftgutverzeichnisse weisen stets die gleiche Reihenfolge auf:
- "Stammtafeln" (mit organisationsgeschichtlichen Angaben - auch zu den Divisionseinheiten)
- Ia (Führungsabteilung; auch: Ausbildungsangelegenheiten)
- Ic (Feindaufklärung, Spionage- und Sabotageabwehr, Truppenbetreuung)
- IIa/IIb (Adjutantur: Personalwesen)
- Ib (Quartiermeister) - mit den Unterabteilungen:
III (Div. Gericht)
IVa (Intendant)
IVb (Div. Arzt)
IVc (Div. Veterinär)
IVd ev./kath. (Div. Geistliche)
- Kommandant des Divisions-Stabsquartiers (nur im ersten Kriegsjahr)
- Sonstige Unterlagen.
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Grundlage für jede Benutzung von Archivgut im Bundesarchiv sind das Bundesarchivgesetz und die Benutzungsverordnung.
Inhaltliche Charakterisierung: Ia: KTB Okt. 1940 bis Febr. 1944.
Ib: KTB Okt. 1940 bis Febr. 1944.
Ic: TB Okt. 1940 bis Mai 1941, Mitte Juni 1941 bis Mitte Sept. 1943 und Mitte Dez. 1943 bis Febr. 1944.
IIa: TB Ende Juni 1941 bis Mai 1942 und April bis Sept. 1943.
Erschließungszustand: Vollständig erschlossen
Zitierweise: BArch RH 27-18/...
18. Panzer-Division (18. PD), 1940-1943
235 Aufbewahrungseinheiten; 7,5 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Fremde Archive: Deutsche Dienststelle (WASt) Berlin: Erkennungsmarken-Verzeichnisse und namentliche Verlustmeldungen
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: Bestände:
RH 7 (OKH / Heerespersonalamt, darin Verleihungsvorschläge und Verleihungslisten)
RH 10 (OKH/Generalinspekteur der Panzertruppen)
RH 15 (OKH/Allgemeines Heeresamt)
MSG 2 (Militärgeschichtliche Sammlung)
MSG 3 (Sammlung von Verbandsdruckgut)
Akten:
RH 10/155 (Zustandsberichte Juli - Okt. 1943)
RH 15/382 (Gefechtsbericht Juni/Juli 1944)
Literatur: Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958 ff., Bd. 63
Held, Walter: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine Bibliographie der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. 5 Bde. Osnabrück 1978 ff.
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945. 20 Bde. Osnabrück 1967 ff.
Paul, Wolfgang: Die Truppengeschichte der 18. Panzer-Division 1940-1943 (mit Art.Div. 1943-1944 und HArt.Brig. 88 1944-1945. Reutlingen 1989
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: Bestände:
RH 7 (OKH / Heerespersonalamt, darin Verleihungsvorschläge und Verleihungslisten)
RH 10 (OKH/Generalinspekteur der Panzertruppen)
RH 15 (OKH/Allgemeines Heeresamt)
MSG 2 (Militärgeschichtliche Sammlung)
MSG 3 (Sammlung von Verbandsdruckgut)
Akten:
RH 10/155 (Zustandsberichte Juli - Okt. 1943)
RH 15/382 (Gefechtsbericht Juni/Juli 1944)
Literatur: Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958 ff., Bd. 63
Held, Walter: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine Bibliographie der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. 5 Bde. Osnabrück 1978 ff.
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945. 20 Bde. Osnabrück 1967 ff.
Paul, Wolfgang: Die Truppengeschichte der 18. Panzer-Division 1940-1943 (mit Art.Div. 1943-1944 und HArt.Brig. 88 1944-1945. Reutlingen 1989
Besondere Benutzungsbedingungen: Grundlage für jede Benutzung von Archivgut im Bundesarchiv sind das Bundesarchivgesetz und die Benutzungsverordnung.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ
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