Kaspar Hofmeister ("Hoffmaister") zu Albertshofen ("Alberatzhoffen") heiratet nach dem Tod seiner Ehefrau Katharina Edlini die Jungfrau Agatha Märckin, Tochter des Jakob Merck in Albertshofen. Da er aus der ersten Ehe zwei Kinder mit Namen Agatha und Ursula hat ("vorkinder"), muß er bei Wiederverheiratung nach dem Brauch des Klosters eine Teilung vornehmen. Weil man davon aber Streit und Nachteile befürchtet, hat man mit Zustimmung von Gerwig [Blarer], Abt zu Weingarten und Ochsenhausen, sowie der Vormünder der Kinder, Kaspar Edel in Lachen und Hans Spen in Schlier, die Teilung eingestellt und sich auf folgendes geeinigt: Die Eheleute bleiben in dem Gut sitzen und verwalten es, auch erziehen sie die Vor- und eventuelle Nachkinder, bis diese volljährig sind und ausgesteuert werden. Wenn Kaspar Hoffmaister stirbt, bekommt jedes der Vorkinder als Voraus 20 fl, die Kleider der Mutter und einen "Trog" mit Werg und Leinwand. Im übrigen erben die Vor- und Nachkinder zu gleichen Teilen nach Köpfen ("aichelen weiß"), wobei die Mutter Agatha Märckin einen Kindesteil bekommt. Laut Rückvermerk wurde nach dem Tod des Ehemanns bei einer Zusammenkunft der beiderseitigen Verwandtschaft am 19. Februar [15]80 in Gegenwart Peter Marstallers beschlossen, daß die Tochter Ursula aus erster Ehe, die Hans Rottenhüsler von Lanzenreute geheiratet hatte, von Agatha Merck als Voraus und "allen erbfal" 110 fl und eine Kuh erhalten sollte, abzüglich eines Vorempfangs von 19 fl.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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