Auf unserer Webseite werden neben den technisch erforderlichen Cookies noch Cookies zur statistischen Auswertung gesetzt. Sie können die Website auch ohne diese Cookies nutzen. Durch Klicken auf „Ich stimme zu“ erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies zu Analyse-Zwecken setzen. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen hier einsehen und ändern.
Nachrichtentruppen (Bestand)
Anmelden
Um Merklisten nutzen zu können, müssen Sie sich zunächst anmelden.
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Neuere Bestände (vornehmlich ab ca. 1800) >> Krieg >> XIV. (Badisches) Armeekorps >> Nachrichtentruppen
1895-1920
Überlieferungsgeschichte
Im Bestand ist das Schriftgut folgender Nachrichten-Formationen überliefert:
Abhörstationen 272, 273, 274, 275, 276, 277, 280, 281, 283, 284 und 431,
Arendt-Abteilung 13,
Armee-Fernsprechabteilungen 7, 107, 118,
Armee-Funkerabteilung 7,
Armee-Funkerkommandeur 7,
Armee-Funker-Park 7,
Armee-Nachrichtenkommandeur 7,
Armee-Nachrichten-Park 7,
Armee-Nachrichtenschule 7,
Blinkerzug 14,
Brieftaubenschläge 141, 142, 145, 149, 151, 153, 154, 156, 157, 170, 363, 365, 366, 367, 371 und 372,
Divisions-Fernsprechabteilungen 28, 29, 52, 56, 222, 233, 292, 428, 475 und 901,
Divisions-Funkerabteilungen 56, 57,58, 59, 60 und 126,
Divisions-Nachrichtenkommandeure 28, 29, 56, 222, 233, 292 und 428,
Fernsprechabteilung 801,
Fernsprech-Baukommando 2,
Fernsprech-Betriebszüge 1079, 1080, 2004, 2013 und 2021,
Fernsprech-Sammeldepot Diedenhofen,
Festungs-Telegraphen-Baukompanie 2,
Gruppen-Fernsprechabteilungen 614, 653 und 714,
Gruppen-Funkerabteilungen 531 und 532,
Gruppen-Nachrichtenkommandeure 614, 653 und 714,
Korps-Nachrichten-Park 14,
Kraftwagen-Fernsprech-Bauzüge 932, 934, 1902, 1909, 1910 und 2939,
Kraftwagen-Funkstation 26,
Kriegshundmelde- und Ausbildungsstelle Rastatt,
Marine-Fernsprechabteilung 291,
Nachrichten-Bataillon 14,
Nachrichten-Ersatzabteilung 14,
Nachrichten-Ersatzdepot 4,
Telegraphen-Bataillon 4.
Inhalt und Bewertung
Inhaltlich besteht der Bestand vor allem aus der Überlieferung der allgemeinen internen Verwaltung dieser Nachrichteneinheiten, ihren Aufgaben und Bewegungen und der Gewährleistung der permanenten Einsatzbereitschaft. Besonders nennenswert sind die Aktengruppen über die Personalangelegenheiten, die Demobilmachung, die Organisationsänderungen der Nachrichtentruppen, die militärischen Befehle, die Kriegstagebücher, die Bautätigkeit, die Einrichtung von Leitungsnetzen, die Kriegserfahrungen und die militärischen Tätigkeitsberichte.
Formationsgeschichten: Zu Beginn des Krieges wurden aus den zu den Verkehrstruppen zählenden 9 Telegraphenbataillonen und 8 Festungs-Fernsprech-Kompanien weitere Nachrichtentruppenteile aufgestellt. Wegen der weiteren Vermehrung der höheren Stäbe mussten zusätzliche Telegraphentruppen aufgestellt werden, die ab 1915 die Bezeichnung Fernsprechabteilungen erhielten. Die durch den Stellungskrieg bedingten Veränderungen in der Kriegsführung brachten eine größere Umorganisation der Nachrichtenformationen. Die Armee-Fernsprechabteilungen gliederten sich in Betriebsabteilungen für den bestehenden Fernsprechbetrieb und in Bauabteilungen für den Instandsetzungsdienst und den Neubau von Verbindungen. Durch das Trommelfeuer im Stellungskrieg versagten häufig die Drahtverbindungen. Der Infanterie wurden deshalb zur Nachrichtenübermittlung kleine Funkgeräte mitgegeben. Mehrere dieser Kleingeräte wurden zu Funker-Kleinabteilungen vereinigt. Im Dezember 1916 wurden die Funker von den Fernsprechern organisatorisch getrennt. Jedes Generalkommando erhielt je einen Kommandeur der Fernsprech- und der Funkertruppe, die 1917 in Gruppenkommandeure der Fernsprech- bzw. Funkertruppen umbenannt wurden. Diese organisatorische Trennung stellte sich aber als unzweckmäßig heraus. Die Stäbe der Nachrichten- und Funker-Kommandeure wurden zu Nachrichten-Kommandeuren vereinigt. Die Schwierigkeiten bei der Nachrichtenübermittlung im Stellungskrieg bedingten den Einsatz von Brieftauben und Meldehunden. Ebenso wurden besondere Lichtsignal-Abteilungen gebildet. Die Lichtsignaltrupps erhielten später die Bezeichnung Blinkertrupps. Im Bestand ist das Schriftgut folgender Nachrichten-Formationen überliefert: Abhörstationen 272, 273, 274, 275, 276, 277, 280, 281, 283, 284 und 431, Arendt-Abteilung 13, Armee-Fernsprechabteilungen 7, 107, 118, Armee-Funkerabteilung 7, Armee-Funkerkommandeur 7, Armee-Funker-Park 7, Armee-Nachrichtenkommandeur 7, Armee-Nachrichten-Park 7, Armee-Nachrichtenschule 7, Blinkerzug 14, Brieftaubenschläge 141, 142, 145, 149, 151, 153, 154, 156, 157, 170, 363, 365, 366, 367, 371 und 372, Divisions-Fernsprechabteilungen 28, 29, 52, 56, 222, 233, 292, 428, 475 und 901, Divisions-Funkerabteilungen 56, 57,58, 59, 60 und 126, Divisions-Nachrichtenkommandeure 28, 29, 56, 222, 233, 292 und 428, Fernsprechabteilung 801, Fernsprech-Baukommando 2, Fernsprech-Betriebszüge 1079, 1080, 2004, 2013 und 2021, Fernsprech-Sammeldepot Diedenhofen, Festungs-Telegraphen-Baukompanie 2, Gruppen-Fernsprechabteilungen 614, 653 und 714, Gruppen-Funkerabteilungen 531 und 532, Gruppen-Nachrichtenkommandeure 614, 653 und 714, Korps-Nachrichten-Park 14, Kraftwagen-Fernsprech-Bauzüge 932, 934, 1902, 1909, 1910 und 2939, Kraftwagen-Funkstation 26, Kriegshundmelde- und Ausbildungsstelle Rastatt, Marine-Fernsprechabteilung 291, Nachrichten-Bataillon 14, Nachrichten-Ersatzabteilung 14, Nachrichten-Ersatzdepot 4, Telegraphen-Bataillon 4.
Bestandsgeschichte: Nach Kriegsende verblieben die Akten der Nachrichtentruppen bei der Abwicklungsstelle des Nachrichten-Bataillons 14. Ab Januar 1920 wurde mit der Einrichtung eines Archivs des XIV. Armeekorps begonnen, in dem die Archive der Abwicklungsstellen zusammengeführt wurden. Im Herbst 1920 zog das Korpsarchiv in die Infanteriekaserne Heilbronn um. Ab Januar 1921 trat das Korpsarchiv unter der Bezeichnung Aktenverwaltung XIV in den Geschäftsbereich des Reichsministeriums des Innern, bevor es am 1. April 1921 als Archivzweigstelle Heilbronn dem Reichsarchiv in Potsdam eingegliedert wurde. Infolge der Vereinigung der Reichsarchivzweigstellen Heilbronn und Stuttgart gelangten die Bestände im Jahr 1924 nach Stuttgart. Die Württembergische Archivdirektion, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Verwaltung der Bestände des Heeresarchivs Stuttgart übernahm, gab in den Jahren 1947 bis 1949 die Überlieferung des XIV. Armeekorps an das Generallandesarchiv Karlsruhe ab. Eine sehr ausführliche Bestandsgeschichte ist im Vorwort des Stellvertretenden Generalkommandos des XIV. Armeekorps (Bestand 456 F 8) enthalten. Der Bestand umfasst 519 Faszikel mit einem Umfang von 12,30 laufenden Metern.
Literaturhinweise: Die Badener im Weltkrieg 1914/18, bearbeitet von Wilhelm Müller-Loebnitz, Karlsruhe 1935. Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt Freiburg, München 1983. Fenske, Hans: Die Verwaltung im Ersten Weltkrieg, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd. 3, Stuttgart 1984, S. 866-908. Fischer, Joachim: Zehn Jahre Militärarchiv des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 37 (1978), S. 362-368. Jäger, Harald: Das militärische Archivgut in der Bundesrepublik für die Zeit von 1871 bis 1919, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen 1968/2, S. 135-138. Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, bearbeitet von Joachim Fischer (Veröffentlichung der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Bd. 31), Stuttgart 1983.
519 Archivalieneinheiten
Bestand
Die Badener im Weltkrieg 1914/18, bearbeitet von Wilhelm Müller-Loebnitz, Karlsruhe 1935.
Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt Freiburg, München 1983.
Fenske, Hans: Die Verwaltung im Ersten Weltkrieg, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd. 3, Stuttgart 1984, S. 866-908.
Fischer, Joachim: Zehn Jahre Militärarchiv des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 37 (1978), S. 362-368.
Jäger, Harald: Das militärische Archivgut in der Bundesrepublik für die Zeit von 1871 bis 1919, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen 1968/2, S. 135-138.
Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, bearbeitet von Joachim Fischer (Veröffentlichung der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Bd. 31), Stuttgart 1983.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.