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Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen (Archivtektonik) >> 10. Archive bei kirchlichen Körperschaften >> 10.2. KG Kirchengemeinden >> 10.2.20. Kirchenkreis Schwelm
1710-2019
Das Archiv der Ev. Kirchengemeinde Rüggeberg (Ev. Kirchenkreis Schwelm) wurde 1993 und 2020 im Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen in Bielefeld verzeichnet. Es umfasst 325 Verzeichnungseinheiten (320 Akten und Amtsbücher sowie 5 Kirchenbücher) und erstreckt sich über den Zeitraum von 1710 bis 2019.Das Archiv ist bereits 1942 von Dr. Ludwig Koechling verzeichnet worden. Dieser Bestandteil wurde bei der Bearbeitung 1993 inhaltlich näher erschlossen und um verschiedene jüngere Akten ergänzt. Der Archivbestand wurde im Jahr 2020 v.a. durch die Bau- und Grundstücksakten erweitert.Die Rüggeberger Kirchengemeinde ist 1798 durch Abtrennung von der Kirchengemeinde Schwelm entstanden. Die Kirchengemeinde gehörte zunächst zur Kreissynode Hagen, seit 1904 zur neu gebildeten Kreissynode Schwelm. Zum 30.05.2010 wurden die Kirchengemeinden Rüggeberg und Milspe zur neuen Ev. Kirchengemeinde Milspe-Rüggeberg vereinigt.Inhaltlich bietet das Gemeindearchiv vor allem Einblick in die langwierige Gründungsphase und die ersten Jahre des Aufbaus (Kirchenbau, Schulbau, Anlegung des Friedhofs). Einiges lässt sich auch über das Schulleben im 19. Jahrhundert erfahren. Von besonderem Interesse sind die Akten aus der Zeit des Nationalsozialismus und der früheren Nachkriegsjahre. Hier ist zum einen einiges über die Auswirkung des Kirchenkampfes auf Gemeindeebene, zum anderen über die Beteiligung der Kirche an der Entnazifizierung zu erfahren. Umfassend und aufschlussreich sind die Bauakten, welche u.a. die Sanierung der denkmalgeschützten Rüggeberger Kirche dokumentieren. Folgende Akten fremder Provenienz wurden aufgrund ihres starken örtlichen Bezugs im Archiv belassen: Akten der Clevischen Regierung, 16; Akten des Hochgerichts Schwelm, 17, 18, 19, 21; Akten des Landratsamtes Hagen, später der Superintendentur, 31, 32, 90, 95, 98, 143, 144, 160.Der Bestand wurde unter Zugrundelegung internationaler Verzeichnungsgrundsätze nach ISAD (G) erschlossen. Bei der Verzeichnung erhielten die Akten fortlaufende Nummern, die als gültige Archivsignaturen in der Bestellsignatur jeder Verzeichnungseinheit als letzte arabische Nummer oder im Findbuch ganz links neben dem jeweiligen Aktentitel aufgeführt sind. Unterhalb des Aktentitels geben die Vermerke „Enthält, Enthält nur, Enthält u.a., Enthält v.a., Enthält auch“ eingrenzende oder weiterführende Auskünfte über den Inhalt. Unter „Darin“ sind besondere Schriftgutarten wie Druckschriften, Presseberichte, Bauzeichnungen oder Fotos aufgelistet. Nach den Erschließungsvermerken folgt die alte Archivsignatur oder das Aktenzeichen, falls sie auf der Akte vermerkt waren. Ganz rechts schließen sich die Laufzeiten der Archivalien an. Zu beachten sind hier zwei verschiedene Arten von Klammern: ( ) verweisen bei Abschriften auf das Datum des Originals, [ ] kennzeichnen erschlossene Jahresangaben undatierter Schriftstücke.Sofern die Benutzung nicht zu Verwaltungszwecken erfolgt, unterliegen gemäß § 7 Abs. 1 Kirchengesetz zur Sicherung und Nutzung von kirchlichem Archivgut in der Evangelischen Kirche der Union (Archivgesetz - ArchivG) vom 6.5.2000 sämtliche Archivalien einer 30-jährigen Sperrfrist (gerechnet nach dem Ende ihrer Laufzeit). Für Archivgut, das sich nach seiner Zweckbestimmung oder nach seinem wesentlichen Inhalt auf natürliche Personen bezieht, gelten laut § 7 Abs. 2 ArchivG zusätzliche Schutzfristen. Diese Archivalien dürfen auch nach Ablauf der allgemeinen Sperrfrist frühestens 10 Jahre nach dem Tod der betroffenen Person(en) benutzt werden. Ist das Todesjahr nicht feststellbar, endet die Schutzfrist 90 Jahre nach Geburt. Ist auch das Geburtsjahr nicht bekannt, endet die Schutzfrist 60 Jahre nach Entstehung der Unterlagen.Kassiert wurde nicht archivwürdiges Schriftgut im Rahmen der Aufbewahrungs- und Kassationsordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen vom 20.02.2003 bzw. des Aufbewahrung- und Kassationsplans vom 19.12.2006.Bei der Zitierung des Archivbestandes ist anzugeben: Archiv der Ev. Kirchengemeinde Rüggeberg Nr. … (hier folgt die Archivsignatur der entsprechenden Archivalie). Bielefeld, im August 2020Anna WarkentinLiteratur zur Gemeindegeschichte (Auswahl):150 Jahre Rüggeberger Kirche. Festschrift zum Jubiläum des Kirchenbaus in Rüggeberg, 1827 - 1977, o.O., 1977.Lohmann, D.K.: Zur Vorgeschichte der Kirche Rüggeberg, [Magdeburg], 1934.Schüßler, Eugen: Zum 100-jährigen Kirchenjubiläum der Gemeinde Rüggeberg, o.O., 1927.Tobien, W: Kirchengeschichte von Schwelm bis ins siebzehnte Jahrhundert. Nach den Berichten der Zeitgenossen im Archiv der lutherischen Kirche zu Schwelm, Schwelm 1889.Wulfhorst, Hermann: Erinnerungen. Maschinenschriftlich vervielfältigt, Bad Meinberg, 1973.Murken, Dr. Jens: Die evangelischen Gemeinden in Westfalen. Ihre Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart, Bd. 2. - Bielefeld: Verlag für Regionalgeschichte und Luther-Verlag, 2017, S. 1072-1078
Bestand
"150 Jahre Rüggeberger Kirche. Festschrift zum Jubiläum des Kirchenbaus in Rüggeberg 1827 - 1977", 1977
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.