Pfalzgraf Ruprecht II. löst zwei Turnosen auf den Zöllen zu Bacharach und Kaiserswerth und überantwortet sie der Universität Heidelberg. Ursprünglich war ein Turnose auf den Zoll zu Bacharch dem Ritter Friedrich von Montfort (+) versetzt. Der andere Turnose war auf den Zoll zu Kaiserswerth gelegt und dem genannten Friedrich von Montfort, dem Ritter und Hofmeister Johann Kämmerer (+) sowie dem Kammermeister Johann von der Hauben (+) versetzt. Sie und ihre Erben sollten die Zölle bis zur Ablösung von jedem Turnosen mit 1.000 Gulden innehaben. Mit dem einst von Kaiser Karl IV. zugesprochenen Lösungsrecht hat der Aussteller den einen Turnosen zu Bacharach von Anthonius von Montfort, des genannten Friedrichs Sohn und den anderen Turnosen zu Kaiserswerth von Anthonius von Montfort, Orth Kämmerer, des Johann Kämmerers Sohne, und Friedrich von der Hauben, des genannten Johanns von der Hauben Sohne, um 2.000 Gulden wieder an sich gebracht. Mit Zustimmung der Pfalzgrafen Ruprecht III. und IV., des Ausstellers Sohn und Enkel, überweist dieser die jährlichen Zollerträge an den Turnosen zur Besoldung der Lehrer in der Heiligen Schrift, im geistlichen Rechte und in der Arznei. Es folgen Bestimmungen an die Zollschreiber und zur Auszahlung der Erträge.
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Pfalzgraf Ruprecht II. löst zwei Turnosen auf den Zöllen zu Bacharach und Kaiserswerth und überantwortet sie der Universität Heidelberg. Ursprünglich war ein Turnose auf den Zoll zu Bacharch dem Ritter Friedrich von Montfort (+) versetzt. Der andere Turnose war auf den Zoll zu Kaiserswerth gelegt und dem genannten Friedrich von Montfort, dem Ritter und Hofmeister Johann Kämmerer (+) sowie dem Kammermeister Johann von der Hauben (+) versetzt. Sie und ihre Erben sollten die Zölle bis zur Ablösung von jedem Turnosen mit 1.000 Gulden innehaben. Mit dem einst von Kaiser Karl IV. zugesprochenen Lösungsrecht hat der Aussteller den einen Turnosen zu Bacharach von Anthonius von Montfort, des genannten Friedrichs Sohn und den anderen Turnosen zu Kaiserswerth von Anthonius von Montfort, Orth Kämmerer, des Johann Kämmerers Sohne, und Friedrich von der Hauben, des genannten Johanns von der Hauben Sohne, um 2.000 Gulden wieder an sich gebracht. Mit Zustimmung der Pfalzgrafen Ruprecht III. und IV., des Ausstellers Sohn und Enkel, überweist dieser die jährlichen Zollerträge an den Turnosen zur Besoldung der Lehrer in der Heiligen Schrift, im geistlichen Rechte und in der Arznei. Es folgen Bestimmungen an die Zollschreiber und zur Auszahlung der Erträge.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, {67 Nr. 812, 242, Verweisung 1}
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Friedrich I. >> Perpetuum (Kurfürst Friedrichs I. von der Pfalz) >> Urkunden
1393 Juni 24 (uff sant Johanns Baptisten dag als er geborn ward)
fol. 229r-230v
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Pfalzgraf Ruprecht II.; Pfalzgraf Ruprecht III.; Pfalzgraf Ruprecht IV.
Überlieferungsart: Insert
Druck: Winkelmann, Eduard (Hrsg.), Urkundenbuch der Universitaet Heidelberg, Band 1: Urkunden, Heidelberg, 1886, S. 56 ff. [https://doi.org/10.11588/diglit.2746#0073]
Siegler: Pfalzgraf Ruprecht II.; Pfalzgraf Ruprecht III.; Pfalzgraf Ruprecht IV.
Überlieferungsart: Insert
Druck: Winkelmann, Eduard (Hrsg.), Urkundenbuch der Universitaet Heidelberg, Band 1: Urkunden, Heidelberg, 1886, S. 56 ff. [https://doi.org/10.11588/diglit.2746#0073]
Inseriert in Bestätigung Pfalzgraf Ludwigs III. vom 13.11.1430: GLAK 67/812, fol. 229r-230v (Nr. 242). Gleichlautende Abschrift unter: GLAK 67/812, fol. 253r-254r (Nr. 258, Verweisung 1).
Hauben, Friedrich von der; erw. 1393
Hauben, Henne von der; Kammermeister, 1393 tot
Kämmerer von Worms gen. von Dalberg, Johann; Ritter, Hofmeister, 1393 tot
Kämmerer von Worms gen. von Dalberg, Orth; erw. 1393
Montfort, Anthonius (Anthis) von; erw. 1393
Montfort, Friedrich von; Ritter, 1393 tot
Bacharach MZ
Kaiserswerth : Düsseldorf D
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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04.04.2025, 08:04 MESZ
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