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Beschlagnahme des Vermögens der SPD und derer Nebenorganisationen
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Polizeiregistratur >> 5. Politische Polizei >> 5.6 Drittes Reich
1933 - 1935
Enthält: enthält u.a.: Bl. 1- 323. Rechtsgrundlagen, Abschrift Funksprüche des Innenministers an alle Oberpräsidenten, Regierungspräsidents, Polizeipräsident Berlin u. Geheimes Staatspolizeiamt via Polizeipräsident Recklinghausen Staatspolizeistelle I an Verteiler (u.a. Oberbürgermeister Münster, Regierungspräsident Münster): Einziehung beschlagnahmten SPD-Vermögens (18.7.33). - Schriftstücke und Aktenvermerke hierzu von und an Stadtverwaltung Münster; Oberbürgermeister als Ortspolizeibehörde Dienststelle Politische Abt. (geheim); Regierungspräsident Münster; Preußischer Innenminister; Konzentration A.G. Berlin (Eigentümer der Preußische Staat); Dresdener Bank Münster; Westfälische Genossenschaftsbank Münster; Beamtenbank Münster; Sparkasse Münster; Polizeipräsident Dortmund; DAF Zentralbüro Berlin; Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten Filiale Bochum Zahlstelle Münster. - darin u.a.: Detaillierte Liste zum Nachweis über beschlagnahmtes Vermögen staatsfeindlicher Organisationen und Einzelpersonen in Münster Stadt. Denunziation E. W. an den Ortsgruppenleiter NSBO Münster: der 'Volkswille'-Aquisiteur P. habe "bei dem Juden L, Prinzipalmarkt" gesagt, das SPD-Vermögen sei rechtzeitig beiseite geschafft worden (25.7.33), mit Bearbeitungsvermerk Kriminal-Oberkommissar; Einvernahme des W. (7.8.33), etc. - Nachweisung über die im Regierungsbezirk Münster bei SPD und KPD beschlagnahmter Musikintrumente. - desgl.: im Ortspolizeibezirk Münster beschlagnahmter Gerätestücke von SPD und Reichsbanner; - desgl. beim Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund. - Oberbürgermeister als Ortspolizeibehörde Politische Abt. an Regierungspräsident Münster: Nachweisung über die im Ortspolizeibezirk Münster früher vorhandenen marxistischen Arbeiter-Turn- und Sportorganisationen (19.4.34) und Feststellung des Kriminal-Sekretärs hierzu. - Verzeichnis der im Regierungsbezirk Münster beschlagnahmten Konten etc. - Bestandsaufnahme beschlagnahmten Vermögens (29.12.34): u.a. 29 Brieftauben verkauft, Musikinstrumente unentgeltlich der SA Standarte 13 in Münster übereignet. - Verhandlungsprotokoll zu beschlagnahmtem Vermögen (Beauftragter des Regierungspräsidenten Münster, Kripo Münster): Verkauf von Schreibmaschinen an die Kripo Münster (29.12.34). - desgl.: zum Verbleib von Schreibtischen etc. (DAF, Konzentrations A.G., Winterhilfswerk). - Bl. 2 eines Berichts (unterzeichnet Kriminal-Sekretär A.) über eine Veranstaltung der "Bekenntnisgemeinde" (o.D., vor dem 4.2.35). - Bl. 2 der Einvernahme Pfleger R. zum Abreißen einer Hakenkreuzfahne durch Polizeibeamte (Münster, 21.1.35).
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.