Behördenposse im Allgäu - Bauer "bekommt" Brücke
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/027 R160171/105
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/027 Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2016
Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2016 >> Filmdokument
24. November 2016
Ein Landwirt aus Eglofs im Allgäu soll die Kosten für den Abriss einer maroden Brücke übernehmen. Inklusive Folgekosten. Dabei gehört ihm die Brücke gar nicht.
Flusslandschaft der Arge mit Stromschnellen. Im Hintergrund leuchten die bunten Herbstblätter.
Die 115 Jahre alte Brücke in Eglofstal zwischen Baden-Württemberg und Bayern ist marode. Sollte die Argen wieder Hochwasser führen wie 1999 und 2005, rechnen die Behörden mit Schäden von bis zu sechs Millionen Euro. Und die soll Bauer Stephan Prinz zahlen. Er sei nach umfangreichen Recherchen der mutmaßliche Besitzer der Brücke. Doch davon weiß Prinz nichts. Sein Großvater habe zwar vor rund 60 Jahren Land beiderseits der Brücke gekauft, aber nicht die Brücke selbst: "Weder mein Großvater noch ich haben sie jemals als Besitz gesehen."
Er sei ein "polizeilich geführter Zustandsstörer." Will heißen: Prinz widersetzt sich den Behörden. Doch bei den Brückenkosten geht es um seine Existenz: "Muss ich zahlen, gehen mein Hof und meine Familie unter."
Flusslandschaft der Arge mit Stromschnellen. Im Hintergrund leuchten die bunten Herbstblätter.
Die 115 Jahre alte Brücke in Eglofstal zwischen Baden-Württemberg und Bayern ist marode. Sollte die Argen wieder Hochwasser führen wie 1999 und 2005, rechnen die Behörden mit Schäden von bis zu sechs Millionen Euro. Und die soll Bauer Stephan Prinz zahlen. Er sei nach umfangreichen Recherchen der mutmaßliche Besitzer der Brücke. Doch davon weiß Prinz nichts. Sein Großvater habe zwar vor rund 60 Jahren Land beiderseits der Brücke gekauft, aber nicht die Brücke selbst: "Weder mein Großvater noch ich haben sie jemals als Besitz gesehen."
Er sei ein "polizeilich geführter Zustandsstörer." Will heißen: Prinz widersetzt sich den Behörden. Doch bei den Brückenkosten geht es um seine Existenz: "Muss ich zahlen, gehen mein Hof und meine Familie unter."
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Audio-Visuelle Medien
Prinz, Stephan; Landwirt
Sauter, Roland; Bürgermeister
Steger, Iris; Leiterin Bau- und Umweltamt
Eglofs : Argenbühl RV
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:20 MEZ
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