Gerhard Upherten hatte eine Schuld von 649 Tlr. eingeklagt, die Zacharias Haes ihm gegenüber 1548 eingegangen war und für die Haes seine Güter zu Bensberg, die der Appellant für Haes’ Witwe (seine Schwester Anna) und Kinder verwaltete, als Sicherheit gesetzt haben sollte. Der Appellant hatte eine Gegenforderung erhoben, da Upherten, nachdem Haes 1549 in Livland gestorben war, dessen dortigen Bestand (neben Geld Wein, Kleider und andere Waren) von den Appellaten anerkanntermaßen an sich genommen habe, aber bisher weder ein Inventar dieser Güter herausgegeben noch Rechnung gelegt habe über deren Verwendung. Den Wert dieser Gegenforderung beziffert er auf etwa 1500 Goldgulden Die RKG-Appellation richtet sich dagegen, daß beide Vorinstanzen ihn zur Begleichung der Schuld angewiesen, seine Gegenforderung aber abgewiesen hatten. Streit um die Beibringung der Acta priora.
Vollständigen Titel anzeigen
Gerhard Upherten hatte eine Schuld von 649 Tlr. eingeklagt, die Zacharias Haes ihm gegenüber 1548 eingegangen war und für die Haes seine Güter zu Bensberg, die der Appellant für Haes’ Witwe (seine Schwester Anna) und Kinder verwaltete, als Sicherheit gesetzt haben sollte. Der Appellant hatte eine Gegenforderung erhoben, da Upherten, nachdem Haes 1549 in Livland gestorben war, dessen dortigen Bestand (neben Geld Wein, Kleider und andere Waren) von den Appellaten anerkanntermaßen an sich genommen habe, aber bisher weder ein Inventar dieser Güter herausgegeben noch Rechnung gelegt habe über deren Verwendung. Den Wert dieser Gegenforderung beziffert er auf etwa 1500 Goldgulden Die RKG-Appellation richtet sich dagegen, daß beide Vorinstanzen ihn zur Begleichung der Schuld angewiesen, seine Gegenforderung aber abgewiesen hatten. Streit um die Beibringung der Acta priora.
AA 0627, 815 - B 2288/6883
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1577 (1576-1577)
Enthaeltvermerke: Kläger: Herbert zur Brüggen, Bauer, wahrscheinlich Bensberg, (Bekl.) Beklagter: Georg von Upherten und der Ehemann seiner Schwester Sibylle, Johann Bergfeld, beide Kölner Bürger, (Kl.: ihr (Schwieger-) Vater Gerhart von Upherten) Prokuratoren (Kl.): Dr. Johan Michael Vaius 1577 Prokuratoren (Bekl.): Johann Stöckle 1577 - Michael Fickler Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Schultheiß und Schöffen zu Bensberg aufUnterweisung des Hauptgerichtes Portz - 2. Fürstl. jül.-berg. Räte (?-1576) - 3. RKG 1577 (1576-1577) Beweismittel: Documenta requisitionis actorum des fürstl.-jül. Sekretärs zu Düsseldorf Gabriel Mattencloedt vom 11. Mai und 29. Juli 1577: hat zum Abschreiben der Vorakten keine Zeit, da mit herzogl. Geschäften beladen (10, 17). Beschreibung: 28 Bl., lose; Q 1-14, 1 Beilage.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:43 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
- 2. Buchstabe B (Gliederung)