von Rechenberg (Bd. 1)
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XX. HA, Adelsarchiv, Nr. 1003, Bd. 1
XX. HA, Adelsarchiv Adelsarchiv
Adelsarchiv >> 26 Unklassifiziert
1546 Februar
Enthält: fol. 46-47v:
Supplik des Bürgers zu Neidenburg Christoff Ohorn an den [Regierungs-] Ausschuss [Herzog Albrechts]:
Nachdem Christoff Ohorn, Bürger zu Neidenburg, die Witwe des Wolff Politzke geheiratet hat, womit er auch vier unmündige Kinder, die er großzieht, sowie eine bedeutende Summe an Schulden, die den Wert der von seiner Frau [als Mitgift] erhaltenen Güter weit übersteigen, übernommen hat, da seine Frau in einem für sie nachteiligen Vertrag mit der Großmutter der Kinder, der alten Wutzlaffin, die Kinder zu sich genommen [und damit auch die Schulden übernommen] hatte, Erinnerung an den Totschlag des Wolff Politzke durch Franz von Rechenberg, in dessen Folge Herzog [Albrecht] der Witwe und den Kindern zusammen 300 Mark [als Entschädigung] zugesprochen hat, die der Täter bereits vor fünf Jahren im Amt Neidenburg deponiert hat. Nachdem Ohorn mehrfach die seiner Frau zustehende Hälfte dieses Geldes, das er als ihr Ehemann zur Bezahlung der Schulden und zur Erhaltung und Besserung der übernommenen Güter benötigt, in die er fast sein ganzes Geld investiert hat, vom Hauptmann von Neidenburg [Peter von Kobersee] gefordert und ihn gemanht und auch bei Herzog darum angesucht, bisher jedoch nichts erreicht hat, bittet er nun den Ausschuss um Fürsprache bei Herzog [Albrecht], ihm das Geld zukommen zu lassen, oder um Mitteilung, was er [in dieser Angelegenheit von Neidenburg aus] noch tun kann, um sich weite Reisen und Unkosten zu ersparen.
Ausfertigung, unbesiegelt, oder Abschrift, XX. HA, Adelsarchiv, Nr. 1003, Bd. 1, fol. 46-47v. 1 Bogen folio., 21x29,5 cm; fol. 47v: Inhaltsvermerk: Cristoff Ohornn von Neydenburgk supplicationn ann die hernn des ausschus. Datumsvermerk: 1546 mense Februario. Antwortvermerk: Hierauf ist ime eine furschrifft an die von Dantzigk gegeben.
Bestellsignatur: XX. HA, Adelsarchiv, Nr. 1003, Bd. 1. - Altsignaturen: ---
Supplik des Bürgers zu Neidenburg Christoff Ohorn an den [Regierungs-] Ausschuss [Herzog Albrechts]:
Nachdem Christoff Ohorn, Bürger zu Neidenburg, die Witwe des Wolff Politzke geheiratet hat, womit er auch vier unmündige Kinder, die er großzieht, sowie eine bedeutende Summe an Schulden, die den Wert der von seiner Frau [als Mitgift] erhaltenen Güter weit übersteigen, übernommen hat, da seine Frau in einem für sie nachteiligen Vertrag mit der Großmutter der Kinder, der alten Wutzlaffin, die Kinder zu sich genommen [und damit auch die Schulden übernommen] hatte, Erinnerung an den Totschlag des Wolff Politzke durch Franz von Rechenberg, in dessen Folge Herzog [Albrecht] der Witwe und den Kindern zusammen 300 Mark [als Entschädigung] zugesprochen hat, die der Täter bereits vor fünf Jahren im Amt Neidenburg deponiert hat. Nachdem Ohorn mehrfach die seiner Frau zustehende Hälfte dieses Geldes, das er als ihr Ehemann zur Bezahlung der Schulden und zur Erhaltung und Besserung der übernommenen Güter benötigt, in die er fast sein ganzes Geld investiert hat, vom Hauptmann von Neidenburg [Peter von Kobersee] gefordert und ihn gemanht und auch bei Herzog darum angesucht, bisher jedoch nichts erreicht hat, bittet er nun den Ausschuss um Fürsprache bei Herzog [Albrecht], ihm das Geld zukommen zu lassen, oder um Mitteilung, was er [in dieser Angelegenheit von Neidenburg aus] noch tun kann, um sich weite Reisen und Unkosten zu ersparen.
Ausfertigung, unbesiegelt, oder Abschrift, XX. HA, Adelsarchiv, Nr. 1003, Bd. 1, fol. 46-47v. 1 Bogen folio., 21x29,5 cm; fol. 47v: Inhaltsvermerk: Cristoff Ohornn von Neydenburgk supplicationn ann die hernn des ausschus. Datumsvermerk: 1546 mense Februario. Antwortvermerk: Hierauf ist ime eine furschrifft an die von Dantzigk gegeben.
Bestellsignatur: XX. HA, Adelsarchiv, Nr. 1003, Bd. 1. - Altsignaturen: ---
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 13:35 MESZ