Staatliches Schulamt Böblingen (Sindelfingen) (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, FL 200/23
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Untere Verwaltungsbehörden seit um 1945 >> Geschäftsbereich Kultusministerium >> Staatliche Schulämter
1934-2000 (Vorakten ab 1850)
Inhalt und Bewertung
Das Schulamt ist als untere Schulaufsichtsbehörde zuständig für alle Belange der Grund-, Werkreal-, Real-, Gemeinschaftsschulen sowie für die sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren im Landkreis Böblingen. Dabei wechselten die Bezeichnung und der Sitz des Schulamts mehrfach.
Das 1934 als Aufsichtsbehörde über die Volks-, Mittel- und Berufsschulen in den Oberämtern Böblingen und Leonberg errichtete Bezirksschulamt Böblingen hatte seinen Sitz in Stuttgart. Nach der Kreisreform 1938 war sein Sprengel der Landkreis Böblingen in seinen jeweiligen Grenzen. 1945 wurde der Dienstsitz nach Sindelfingen verlegt. Eine entsprechende Umbenennung in 'Staatliches Schulamt Sindelfingen' erfolgte erst 1975. Nach der Verwaltungsreform 2004 (mit der Zwischenphase als Kreisbehörde) wurde das Schulamt 2009 zum Staatlichem Schulamt Böblingen.
Der Archivbestand enthält Verwaltungsakten (nach Sachthemen gegliedert), Personalakten und Schulortsakten.
Der ältere Teil des Archivbestands wurde zwischen 1985 und 1990 abgeliefert. Ein weiterer Zugang (überwiegend Schulortsakten) erfolgte 2020.
Vorbemerkung: Das Staatliche Schulamt Sindelfingen wurde durch Gesetz vom 21.11.1933 zum 01.04.1934 zunächst als "Bezirksschulamt Böblingen" eingerichtet. Es übernahm den Wirkungsbereich des aufgehobenen evangelischen Bezirksschulamtes Böblingen sowie Teile des Katholischen Bezirksschulamtes Stuttgart. Seine Zuständigkeit erstreckte sich damit über die Sprengel der Oberämter Böblingen und Herrenberg; von 1934 bis zur Einrichtung des Bezirksschulamtes Leonberg 1938 waren auch die Gemeinden des Landkreises Leonberg mitzubetreuen. Dienstsitz des Amtes war Stuttgart. Mit der Kreisreform vom 03.09.1938 wurde der Kreis Böblingen um Teile der aufgelösten Kreise Herrenberg und Stuttgart-Amt erweitert. Nach 1945 wurde der Sitz des Schulamtes Böblingen nach Sindelfingen verlegt, entsprechend erhielt es die Bezeichnung "Bezirksschulamt Böblingen in Sindelfingen". Auf 01.04.1965 wurde die Bezeichnung des Amtes in "Staatliches Schulamt" geändert. Mit der Kreis- und Verwaltungsreform von 1973 wurde der Landkreis Böblingen um Teile des aufgelösten Kreises Leonberg erweitert. Der Zuständigkeitsbereich des Amtes deckte sichmit dem Sprengel des Landkreises Böblingen. Ab 1975 lautet die Bezeichnung "Staatliches Schulamt Sindelfingen". Im Rahmen der Verwaltungsstrukturreform 2004 wurde das Schulamt in seiner Struktur aufgelöst und zu einer Behörde des Landkreises Böblingen. Zum 01.04.2006 zog die Schulbehörde ins Landratsamt Böblingen um. 2009 entstand dann wiederum das Staatliche Schulamt Böblingen, das als untere Schulaufsichtsbehörde zuständig ist für alle Belange der Grund-, Werkreal-, Real-, Gemeinschaftsschulen sowie für die sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren im Landkreis Böblingen. 2012/13 zog das Schulamt Böblingen wieder in ein eigenes Gebäude. Die ältere Schicht der im vorliegenden Findbuch erfassten Akten kam in zwei Ablieferungen in den Jahren 1985 und 1990 vom Staatlichen Schulamt Sindelfingen ein. Die Akten wurden nach Verwaltungsakten, Schulortsakten und Personalakten unterteilt; die Gliederung der Verwaltungsakten erfolgte in Anlehnung an das Registraturhandbuch für die Schulen und Schulaufsichtsbehörden des Landes Baden-Württemberg (RHS) von 1978. Verwaltungsschriftgut im Umfang von 11,5 lfd. Meter wurde als nicht archivwürdig kassiert. Bei den Personalakten handelt es sich überwiegend um Nebenpersonalakten, da die Hauptpersonalakten von Lehrkräften auf der übergeordneten Ebene geführt werden (Ministerialabteilung/Oberschulamt/Regierungspräsidium Abt. 7). Da es dort zu kriegsbedingten Aktenverlusten kam, aber auch wegen ergänzender Inhalte, wurden diese (Neben-)Personalakten dennoch archiviert. Die Verzeichnung und Verpackung dieses Teils übernahmen im Rahmen der praktischen Ausbildung für den gehobenen Archivdienst vorrangig die Archivinspektoranwärterinnen Astrid Groh, Edith Holzer und Nicole Röck unter Anleitung von Dr. Nicole Bickhoff-Böttcher. Die Reinschrift des Findmittels fertigte Frau Hildegard Aufderklamm. Dieses Findbuch wurde 2005 von Samuel Drimmer retrokonvertiert. Als Zugang 2020/092 kamen die Bü 492-549, die unter Anleitung von Dr. Elke Koch von Annika Richter und Emma Schick im Rahmen ihres freiwilligen kulturellen Jahres erschlossen und in den Bestand eingearbeitet wurden. 22.09.2021, Dr. Elke Koch
Das Schulamt ist als untere Schulaufsichtsbehörde zuständig für alle Belange der Grund-, Werkreal-, Real-, Gemeinschaftsschulen sowie für die sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren im Landkreis Böblingen. Dabei wechselten die Bezeichnung und der Sitz des Schulamts mehrfach.
Das 1934 als Aufsichtsbehörde über die Volks-, Mittel- und Berufsschulen in den Oberämtern Böblingen und Leonberg errichtete Bezirksschulamt Böblingen hatte seinen Sitz in Stuttgart. Nach der Kreisreform 1938 war sein Sprengel der Landkreis Böblingen in seinen jeweiligen Grenzen. 1945 wurde der Dienstsitz nach Sindelfingen verlegt. Eine entsprechende Umbenennung in 'Staatliches Schulamt Sindelfingen' erfolgte erst 1975. Nach der Verwaltungsreform 2004 (mit der Zwischenphase als Kreisbehörde) wurde das Schulamt 2009 zum Staatlichem Schulamt Böblingen.
Der Archivbestand enthält Verwaltungsakten (nach Sachthemen gegliedert), Personalakten und Schulortsakten.
Der ältere Teil des Archivbestands wurde zwischen 1985 und 1990 abgeliefert. Ein weiterer Zugang (überwiegend Schulortsakten) erfolgte 2020.
Vorbemerkung: Das Staatliche Schulamt Sindelfingen wurde durch Gesetz vom 21.11.1933 zum 01.04.1934 zunächst als "Bezirksschulamt Böblingen" eingerichtet. Es übernahm den Wirkungsbereich des aufgehobenen evangelischen Bezirksschulamtes Böblingen sowie Teile des Katholischen Bezirksschulamtes Stuttgart. Seine Zuständigkeit erstreckte sich damit über die Sprengel der Oberämter Böblingen und Herrenberg; von 1934 bis zur Einrichtung des Bezirksschulamtes Leonberg 1938 waren auch die Gemeinden des Landkreises Leonberg mitzubetreuen. Dienstsitz des Amtes war Stuttgart. Mit der Kreisreform vom 03.09.1938 wurde der Kreis Böblingen um Teile der aufgelösten Kreise Herrenberg und Stuttgart-Amt erweitert. Nach 1945 wurde der Sitz des Schulamtes Böblingen nach Sindelfingen verlegt, entsprechend erhielt es die Bezeichnung "Bezirksschulamt Böblingen in Sindelfingen". Auf 01.04.1965 wurde die Bezeichnung des Amtes in "Staatliches Schulamt" geändert. Mit der Kreis- und Verwaltungsreform von 1973 wurde der Landkreis Böblingen um Teile des aufgelösten Kreises Leonberg erweitert. Der Zuständigkeitsbereich des Amtes deckte sichmit dem Sprengel des Landkreises Böblingen. Ab 1975 lautet die Bezeichnung "Staatliches Schulamt Sindelfingen". Im Rahmen der Verwaltungsstrukturreform 2004 wurde das Schulamt in seiner Struktur aufgelöst und zu einer Behörde des Landkreises Böblingen. Zum 01.04.2006 zog die Schulbehörde ins Landratsamt Böblingen um. 2009 entstand dann wiederum das Staatliche Schulamt Böblingen, das als untere Schulaufsichtsbehörde zuständig ist für alle Belange der Grund-, Werkreal-, Real-, Gemeinschaftsschulen sowie für die sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren im Landkreis Böblingen. 2012/13 zog das Schulamt Böblingen wieder in ein eigenes Gebäude. Die ältere Schicht der im vorliegenden Findbuch erfassten Akten kam in zwei Ablieferungen in den Jahren 1985 und 1990 vom Staatlichen Schulamt Sindelfingen ein. Die Akten wurden nach Verwaltungsakten, Schulortsakten und Personalakten unterteilt; die Gliederung der Verwaltungsakten erfolgte in Anlehnung an das Registraturhandbuch für die Schulen und Schulaufsichtsbehörden des Landes Baden-Württemberg (RHS) von 1978. Verwaltungsschriftgut im Umfang von 11,5 lfd. Meter wurde als nicht archivwürdig kassiert. Bei den Personalakten handelt es sich überwiegend um Nebenpersonalakten, da die Hauptpersonalakten von Lehrkräften auf der übergeordneten Ebene geführt werden (Ministerialabteilung/Oberschulamt/Regierungspräsidium Abt. 7). Da es dort zu kriegsbedingten Aktenverlusten kam, aber auch wegen ergänzender Inhalte, wurden diese (Neben-)Personalakten dennoch archiviert. Die Verzeichnung und Verpackung dieses Teils übernahmen im Rahmen der praktischen Ausbildung für den gehobenen Archivdienst vorrangig die Archivinspektoranwärterinnen Astrid Groh, Edith Holzer und Nicole Röck unter Anleitung von Dr. Nicole Bickhoff-Böttcher. Die Reinschrift des Findmittels fertigte Frau Hildegard Aufderklamm. Dieses Findbuch wurde 2005 von Samuel Drimmer retrokonvertiert. Als Zugang 2020/092 kamen die Bü 492-549, die unter Anleitung von Dr. Elke Koch von Annika Richter und Emma Schick im Rahmen ihres freiwilligen kulturellen Jahres erschlossen und in den Bestand eingearbeitet wurden. 22.09.2021, Dr. Elke Koch
549 Büschel (13,0 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ