Die spätere Frau Pöttings, Lene auf ghen Speet, war als Waise 2½ Jahre bei Block in Wesel untergebracht, um dort die Schule zu besuchen und Schreiben und Nähen zu lernen. Für das rückständige Kostgeld und andere Forderungen verkauften sie und ihr Mann das halbe Speetsche Lehensgut zu Elverich (Kr. Moers) für 350 Rtlr. an Block und dessen Frau. Diese weigerten sich aber, den Kaufpreis zu bezahlen, bis alte, auf dem Gut haftende Schulden getilgt sein würden. Die RKG-Appellation richtet sich gegen die Entscheidung der 2. Instanz, sie müßten den Kaufpreis entrichten oder das Gut räumen. Die Ladung erging auch als Citatio per edictum, da sie kriegsbedingt nicht allen Beteiligten zugestellt werden konnte.
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Die spätere Frau Pöttings, Lene auf ghen Speet, war als Waise 2½ Jahre bei Block in Wesel untergebracht, um dort die Schule zu besuchen und Schreiben und Nähen zu lernen. Für das rückständige Kostgeld und andere Forderungen verkauften sie und ihr Mann das halbe Speetsche Lehensgut zu Elverich (Kr. Moers) für 350 Rtlr. an Block und dessen Frau. Diese weigerten sich aber, den Kaufpreis zu bezahlen, bis alte, auf dem Gut haftende Schulden getilgt sein würden. Die RKG-Appellation richtet sich gegen die Entscheidung der 2. Instanz, sie müßten den Kaufpreis entrichten oder das Gut räumen. Die Ladung erging auch als Citatio per edictum, da sie kriegsbedingt nicht allen Beteiligten zugestellt werden konnte.
AA 0627, 708 - B 1931/5770
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1624 (1587-1626)
Enthaeltvermerke: Kläger: Elisabeth Rommels, Witwe des Meisters Johann Block, Bürgerin zu Wesel; ab Jan. 1625 beider Kinder, (Kl.) Beklagter: Kinder des Johann Pötting (Poeting, Potting, Putting): Mechthilde, Ehefrau des Gerhard von Huckelum, wohnhaft in der Liemers (Niederlande), und Gerhard, im Kriegsdienst der Generalstaaten, (Bekl.: Johann Pötting für sich und seine Kinder) Prokuratoren (Kl.): Gerhardi (1624) Prokuratoren (Bekl.): Seyblin (1624) Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Klev. Gericht in der Liemers zu Zevenaar 1610-1612 - 2. Klev.-märk. Hofgericht zu Kleve 1612-1624 - 3. Kurfürst von Brandenburg als Herzog von Kleve 1624 - 4. RKG 1624 (1587-1626) Beweismittel: Acta priora (Bl. 9 - 253). Zeugenaussagen, 1613 (76- 81). Inventar der den Erben Speet gehörenden Briefe und Siegel, 1590 (81-86). Testament oder letztes Bekenntnis von Schuld und Widerschuld Bernhards auf ghen Speet, 1587 (87-90). Zeugenvernehmung, 1616 (151-211). Urkunde des Abtes von Hamborn, Ludger von Landsberg, 1597: Johann Block, der vom Abt die Länderei seines Klosters auf ghen Speet namens und behufs der Tochter des verstorbenen Berndt auf ghen Speet gepachtet hat, soll diese so lange behalten, bis die Tochter und ihr künftiger Ehemann ihm seine Auslagen und Unkosten entrichtet haben (225f.). Zeugenvernehmung, 1625 (261 -265). Auszug aus dem Büdericher Gerichtsprotokoll und Kaufbuch, 1595-1596, die Forderungen Johann Blocks an die Güter des verstorbenen Gerart auf ghen Speet betr. (266f.). Beschreibung: 8 cm, 269 Bl., lose; Q 1 - 6, 5 Beilagen prod. zwischen 10. März 1625 und 16. Okt. 1626.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:17 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
- 2. Buchstabe B (Gliederung)