Sammlung "Politische Flugblätter 1930-1932" (Sammlung Hans-Günther Schweigart und Leo Zelikin) (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
NL 281
Stadtarchiv Wiesbaden (Archivtektonik) >> Gliederung >> 4 Privata >> 4.1 Nachlässe und thematische Sammlungen >> 4.1.2 Thematische Sammlungen
1930-1932
Enthält: Flugplätter aus dem Straßenwahlkampf der 1930er Jahre unterschiedlicher Parteien, insbesondere auch zu öffentlichen Veranstaltungen bzw. Wahlkampfreden der Parteien in Wiesbaden.
Bestandsgeschichte: Die im Bestand Flugblätter und Wahlkampfbroschüren aus den Jahren 1930 bis 1932 sammelten zwei Wiesbadener Gymnasiasten auf den Straßen von Wiesbaden. Sie betreffen drei Wahlen: Die Reichstagswahl vom 14. September 1930, die Reichspräsidentenwahl vom 13. März und 10. April 1932 sowie die Wahl zum Preußischen Landtag vom 24. April 1932. Alle drei Wahlen waren stark durch die Auseinandersetzungen zwischen den demokratischen und antidemokratischen Parteien, wie der NSDAP und der KPD gekennzeichnet.
Hans Günther Schweigart und Leo Zelikin besuchten das Realgymnasium in der Oranienstraße. Hier machten beide 1935 ihr Abitur. Anfang der 1930er-Jahre ging Leo Zelikin wegen seiner jüdischen Abstammung nach Frankreich ins Exil gehen und lebte in Paris. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Hans Günther Schweigart Pfarrer und lehrte elf Jahre lang am Gutenberg-Gymnasium. Hans Günther Schweigart verstarb in Regensburg am 16. Februar 2010.
Um 1993 übergab Schweigart die Flugblätter dem Regensburger Architekten Prof. Dipl.-Ing. Joachim Wienbreyer, der sie im Mai 2024 dem Stadtarchiv Wiesbaden schenkte.
Findmittel: Abgabeliste, Erschließung in Arcinsys
Referent: Dr. Peter Quadflieg
Bearbeiter: Dr. Peter Quadflieg / Anjali Pujari
Bestandsgeschichte: Die im Bestand Flugblätter und Wahlkampfbroschüren aus den Jahren 1930 bis 1932 sammelten zwei Wiesbadener Gymnasiasten auf den Straßen von Wiesbaden. Sie betreffen drei Wahlen: Die Reichstagswahl vom 14. September 1930, die Reichspräsidentenwahl vom 13. März und 10. April 1932 sowie die Wahl zum Preußischen Landtag vom 24. April 1932. Alle drei Wahlen waren stark durch die Auseinandersetzungen zwischen den demokratischen und antidemokratischen Parteien, wie der NSDAP und der KPD gekennzeichnet.
Hans Günther Schweigart und Leo Zelikin besuchten das Realgymnasium in der Oranienstraße. Hier machten beide 1935 ihr Abitur. Anfang der 1930er-Jahre ging Leo Zelikin wegen seiner jüdischen Abstammung nach Frankreich ins Exil gehen und lebte in Paris. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Hans Günther Schweigart Pfarrer und lehrte elf Jahre lang am Gutenberg-Gymnasium. Hans Günther Schweigart verstarb in Regensburg am 16. Februar 2010.
Um 1993 übergab Schweigart die Flugblätter dem Regensburger Architekten Prof. Dipl.-Ing. Joachim Wienbreyer, der sie im Mai 2024 dem Stadtarchiv Wiesbaden schenkte.
Findmittel: Abgabeliste, Erschließung in Arcinsys
Referent: Dr. Peter Quadflieg
Bearbeiter: Dr. Peter Quadflieg / Anjali Pujari
ca. 215 Flugblätter
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.10.2025, 12:15 MESZ