Gerlach, Herr zu Limburg, bekundet, dass er sich wegen der Ansprache Graf Wilhelms v. Katzenelnbogen und der Antwort von dessen Neffen Johann, die...
Show full title
44
B 3 Urkunden der Grafschaft Katzenelnbogen (Obergrafschaft)
Urkunden der Grafschaft Katzenelnbogen (Obergrafschaft) >> 1 Findbuch Demandt
1330 Januar 6
Ausf. Reinheim, stark moderbesch. Rv.: 1. (spätes 14. Jh.): uzsrprache dez von Limporg. z. (um 1430): [uß]srprache des von Lymporg. Rynheim. Sg. ab
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: ipso die epiphanie domini 1330
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Gerlach, Herr zu Limburg, bekundet, dass er sich wegen der Ansprache Graf Wilhelms v. Katzenelnbogen und der Antwort von dessen Neffen Johann, die ihm die beiderseitigen Ratsleute als Obermann schriftlich übergeben haben, mit Herren, Rittern und anderen ehrbaren (birben) Leuten beraten hat. Er entscheidet demzufolge auf Eid folgendermaßen: Wegen der Einkünfte (schare), die Graf Wilhelm von Johann hinsichtlich des Gutes und um Reinheim fordert, das Graf Diether gehörte und Graf Wilhelm rechtlich gewonnen hat, sollen Graf Wilhelm und Johann vor das Gericht gehen, in dem dieses Gut liegt. Urteilen die dortigen Schöffen, dass Johann dem Grafen Wilhelm die Einkünfte ersetzen soll, die Johann seit der Ansprache Graf Wilhelms bis zu dem Zeitpunkte, da dieser es rechtmäßig gewann, von diesem Gute aufgenommen hat, so ist Johann demgemäß dazu verpflichtet, urteilen die Schöffen aber, dass Johann mit dem Gute genug verloren hat und dem Grafen Wilhelm weiter nichts schuldig ist, soll sich dieser damit begnügen. - Wegen der Klage Graf Wilhelms, dass ihm Johann Urkunden gegeben und nicht gehalten und ihm dadurch großen Schaden zugefügt hat, den Graf Wilhelm beweisen will, urteilt Gerlach: Kann Graf Wilhelm durch Urkunden oder andere glaubwürdige Kundschaft nachweisen, dass Johann Schadenersatz gelobt hat, dann soll dieser dazu verpflichtet sein. Kann Graf Wilhelm diesen Beweis nicht erbringen, soll er von Johann sein Recht fordern, wie es im Lande üblich ist. - Gerlach spricht ferner: Kann Graf Wilhelm beweisen, dass ihm Johann durch seine Klage Unrecht getan hat, muss dieser Schadenersatz leisten, der an der Stätte festgesetzt werden soll, an der Johann seine unrechtmäßige Klage gegen Graf Wilhelm eingebracht hat und dieser die Unrechtmäßigkeit nachweist, es sei denn, dass Graf Wilhelm auf seine Schadenersatzforderungen verzichtet
Vermerke (Urkunde): Siegler: Aussteller
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Staatsarchiv Darmstadt, K. Kopiar fol. 53 (hiervon der Rv. 1) - Kopie (spätes 14. Jh.); Staatsarchiv Koblenz, K. Kopiar 99 (hiervon der Rv. 2) Kopie (um 1430);. Ziegenhainer Repertorium XIII fol. 176
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Wenck I Urkundenbuch 183 (mit unbezeichneten Auslassungen)
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Gerlach, Herr zu Limburg, bekundet, dass er sich wegen der Ansprache Graf Wilhelms v. Katzenelnbogen und der Antwort von dessen Neffen Johann, die ihm die beiderseitigen Ratsleute als Obermann schriftlich übergeben haben, mit Herren, Rittern und anderen ehrbaren (birben) Leuten beraten hat. Er entscheidet demzufolge auf Eid folgendermaßen: Wegen der Einkünfte (schare), die Graf Wilhelm von Johann hinsichtlich des Gutes und um Reinheim fordert, das Graf Diether gehörte und Graf Wilhelm rechtlich gewonnen hat, sollen Graf Wilhelm und Johann vor das Gericht gehen, in dem dieses Gut liegt. Urteilen die dortigen Schöffen, dass Johann dem Grafen Wilhelm die Einkünfte ersetzen soll, die Johann seit der Ansprache Graf Wilhelms bis zu dem Zeitpunkte, da dieser es rechtmäßig gewann, von diesem Gute aufgenommen hat, so ist Johann demgemäß dazu verpflichtet, urteilen die Schöffen aber, dass Johann mit dem Gute genug verloren hat und dem Grafen Wilhelm weiter nichts schuldig ist, soll sich dieser damit begnügen. - Wegen der Klage Graf Wilhelms, dass ihm Johann Urkunden gegeben und nicht gehalten und ihm dadurch großen Schaden zugefügt hat, den Graf Wilhelm beweisen will, urteilt Gerlach: Kann Graf Wilhelm durch Urkunden oder andere glaubwürdige Kundschaft nachweisen, dass Johann Schadenersatz gelobt hat, dann soll dieser dazu verpflichtet sein. Kann Graf Wilhelm diesen Beweis nicht erbringen, soll er von Johann sein Recht fordern, wie es im Lande üblich ist. - Gerlach spricht ferner: Kann Graf Wilhelm beweisen, dass ihm Johann durch seine Klage Unrecht getan hat, muss dieser Schadenersatz leisten, der an der Stätte festgesetzt werden soll, an der Johann seine unrechtmäßige Klage gegen Graf Wilhelm eingebracht hat und dieser die Unrechtmäßigkeit nachweist, es sei denn, dass Graf Wilhelm auf seine Schadenersatzforderungen verzichtet
Vermerke (Urkunde): Siegler: Aussteller
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Staatsarchiv Darmstadt, K. Kopiar fol. 53 (hiervon der Rv. 1) - Kopie (spätes 14. Jh.); Staatsarchiv Koblenz, K. Kopiar 99 (hiervon der Rv. 2) Kopie (um 1430);. Ziegenhainer Repertorium XIII fol. 176
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Wenck I Urkundenbuch 183 (mit unbezeichneten Auslassungen)
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
01.07.2025, 1:39 PM CEST
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Hessisches Staatsarchiv Darmstadt (Archivtektonik)
- Gliederung (Archival tectonics)
- Sonderbestände der Urkunden (Provenienzbestände) (Archival tectonics)
- Sonderbestände der Urkunden (Provenienzbestände): Urkunden der Grafschaft Katzenelnbogen (Obergrafschaft) (Archival holding)
- 1 Findbuch Demandt (Classification)