Im Jahre 1404, in der 13. Indiktion, bei Vakanz des päpstlichen Stuhls, am 4. November um die Vesperstunde, in der Stube des Herrn Heinrich Sure, Dekans des St. Georgenstifts zu Limburg, Trierer Diözese, vor Notar und Zeugen, die unten genannt sind, verhandelte Cuno, Raugraf ('irsutus comes'), Archidiakon im Domstift Trier vom Titel des heiligen Lubentius zu Dietkirchen, mit Herrn Berno, Dekan, Johannes von Attendorn, Leonhard, Friedrich und Arnold Leymener, bepfründeten Kanoniker daselbst, über das Amt der Kustodie und dessen mangelhafte Verwaltung ('ipsius defectu et negligenciis in officiando'). Sie baten den Archidiakon als den Verleiher der Kustodie, zu gestatten, daß sie dies Amt mitverwalten ('inter se possent officiare, ordinare, regere et de eo disponere'), weil niemand die Kustodie wegen ihrer geringen Einkünfte ('propter exiles pensiones') übernehmen wolle. Der Archidiakon gibt seine Zustimmung dazu, worüber der Dekan zugleich im Namen seiner Mitkanoniker ein Notariatsinstrument erbittet. - 'Acta sunt hec' vor den Herren Petrus von Breidenbach, Gerlach in der Burg ('in Castro') und Merkelin Fulde, Klerikern, Vikaren des St. Georgenstifts in Limburg. - Heinrich 'Henrici Rulonis Tinctoris' von Montabaur, Kleriker Trierer Diözese, kaiserlicher Notar, bezeugt seine Anwesenheit und die Niederschrift. Die Rasur 'specialiter' billigt er.

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Hessisches Hauptstaatsarchiv
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