Staatsanwaltschaft Konstanz (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Freiburg, F 178/2
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Freiburg (Archivtektonik) >> Baden-Württemberg 1952 ff.: Ober- und Mittelbehörden >> Geschäftsbereich Justizministerium >> Staatsanwaltschaften
1946-2005
Inhalt und Bewertung
Strafprozessakten (NSG-Verfahren)
Einleitung: Die Institution des Staatsanwaltes entwickelte sich in Baden nach französischem Vorbild seit 1831 und war bis 1845 voll ausgebildet. Hauptaufgabe der Staatsanwaltschaften war es, strafbare Handlungen nach dem Legalitätsprinzip zu erforschen, ggf. Anklage zu erheben und dem Gericht die Beweismittel zur Verfügung zu stellen. Daneben hatten sie anfangs auch Aufgaben auf dem Gebiet der freiwilligen (Vormundschaftsangelegenheiten) und streitigen Gerichtsbarkeit (Erb-, Entmündigungsangelegenheiten). Als Folge der Reichsjustizgesetze von 1879 verloren sie aber ihre Aufgaben im Bereich der freiwilligen Gerichtsbarkeit. In der Regel nahmen die Staatsanwaltschaften bei den Landgerichten auch die Aufgaben der Amtsanwälte bei den Amtsgerichten wahr. Vorliegender Bestand wurde im Rahmen der Neuverzeichnung von Abgaben der Staatsanwaltschaften im Jahre 2010 neu gebildet. Er setzt sich aus den Beständen F 178/2 (2003/24) und F 178/3 (2007/36) zusammen. Der Bestand vereinigt vor allem Ermittlungsakten in politischen Strafverfahren, insbesondere NSG-Verfahren und Verfahren wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Ordnung erfolgte nach dem Tatort bzw. nach dem Wohnort des Beklagten. Eine Konkordanz zwischen archivischer Vorsignatur und Ordnungsnummer erleichtert das Wiederfinden der bislang z.T. recht häufig genutzten Unterlagen. Teile des Bestandes unterliegen noch personenschutzrechtlichen Sperrfristen gemäß Archivgesetz. Der Bestand umfasst nun 245 Nummern in 4,00 lfd.m. Freiburg, im Februar 2010 Kurt Hochstuhl
Strafprozessakten (NSG-Verfahren)
Einleitung: Die Institution des Staatsanwaltes entwickelte sich in Baden nach französischem Vorbild seit 1831 und war bis 1845 voll ausgebildet. Hauptaufgabe der Staatsanwaltschaften war es, strafbare Handlungen nach dem Legalitätsprinzip zu erforschen, ggf. Anklage zu erheben und dem Gericht die Beweismittel zur Verfügung zu stellen. Daneben hatten sie anfangs auch Aufgaben auf dem Gebiet der freiwilligen (Vormundschaftsangelegenheiten) und streitigen Gerichtsbarkeit (Erb-, Entmündigungsangelegenheiten). Als Folge der Reichsjustizgesetze von 1879 verloren sie aber ihre Aufgaben im Bereich der freiwilligen Gerichtsbarkeit. In der Regel nahmen die Staatsanwaltschaften bei den Landgerichten auch die Aufgaben der Amtsanwälte bei den Amtsgerichten wahr. Vorliegender Bestand wurde im Rahmen der Neuverzeichnung von Abgaben der Staatsanwaltschaften im Jahre 2010 neu gebildet. Er setzt sich aus den Beständen F 178/2 (2003/24) und F 178/3 (2007/36) zusammen. Der Bestand vereinigt vor allem Ermittlungsakten in politischen Strafverfahren, insbesondere NSG-Verfahren und Verfahren wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Ordnung erfolgte nach dem Tatort bzw. nach dem Wohnort des Beklagten. Eine Konkordanz zwischen archivischer Vorsignatur und Ordnungsnummer erleichtert das Wiederfinden der bislang z.T. recht häufig genutzten Unterlagen. Teile des Bestandes unterliegen noch personenschutzrechtlichen Sperrfristen gemäß Archivgesetz. Der Bestand umfasst nun 245 Nummern in 4,00 lfd.m. Freiburg, im Februar 2010 Kurt Hochstuhl
1-245
Bestand
Konstanz KN; Staatsanwaltschaft
Staatsanwaltschaft Konstanz
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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13.11.2025, 2:41 PM CET