Gräfin Alheid zu Nassau und ihr Sohn Johann einerseits, die Herren von Haiger, Herr Eberhart und sein Bruder Johann, seine Söhne Heidenrich und Dietrich anderseits bekunden ihre Aussöhnung wegen aller zwischen ihnen vorgefallenen Feindseligkeiten und unterwerfen sich dem Schiedspruch des Grafen Diederich von Loen wie früher dem des Landgrafen von Hessen, mit einzelnen Bestimmungen: Der Friedensbruch des Heidenrich von Haiger soll zuerst verhandelt und geschlichtet werden; ferner nicht ganz deutliche Bestimmungen betreffend die Friedensbrüche von der vorgenanten (!?) von Siegen und von Gebrachtes wegen - dgl. den Friedensbruch der von Odingen -. Bürgen: der von Haiger: die Ritter Eberhart der Alte und Mangold von Haiger, Konrad von Bicken und der Wepeling Wolf von Seelbach. Besonderer Bürge des Johann von Haiger: Konrad von Haiger, wohnhaft zum Rode. Bürgen der Gräfin und ihres Sohnes: die Ritter Brandan von Kalsmunt, Eberhart Daube, Heidenrich von Haiger und der Wepeling Brune von Schönbach. Einlager zu Wetzlar.- Der von den Nassauern gefangene Emrich von Verse ist in die Sühne nicht eingeschlossen. Siegler: die Aussteller mit ihren Bürgen. Heinrich von dem Walde (ob = von Haiger) siegelt unter dem Siegel des Daube.