1350 September 8. Hermann Hodelsen, Gogreve bei St. Johann vor Lemgo, beurkundet, daß vor seinem Gericht der Priester Esselin vom Altar Marie Magdalene in der Johanniskirche den Dechen dieser Kirche Konrad von Barchusen und Johann von Lim seinen einst von Johann Bisseken [?] erworbenen Garten übertragen hat. Dieser liegt vor dem Slavertor (der slages porten), wenn man nach Entrup (Eyntorpe) geht. Er soll nie aus dem Eigentum der Kirche St. Johann ver-. äußert werden. Nach dem Tode des Stifters ist daraus dessen Jahrgedächtnis (sine iartit) zu bestreiten. Dieses soll mit Virgil am Vorabend und zwei Messen am Morgen des Gedenktages durch den Priester am Altar Marie Magdalene und den Kaplan der Kirche begangen werden. Der Priester soll 1 Schill. Lemgoer Pfg., der Kaplan und der Küster sollen je 3 Pfg. erhalten. Bei jeder der Messen ist eine Kerze zu opfern und eine Pfründe von Bier, Brot, Fleisch, Käse oder Stockfisch zu reichen, "wie das üblich ist" (alse eyn plechsede is). Die Dechen und die Kirchspielsleute sollen an dem Festtage (to eyner luchnisse) 1 Schill. aus dem Garten vertrinken. Siegler: Hermann Hodelsen, Herr Esselin, der Knappe Sweder v.d. Bussche. 1350 ipso die nativitatis beate Marie virginis.