Mainz, 1627.02.24. (Richter Pfaff). Johannes Vell u.s.Fr. Maria Jakobe bekunden, daß der Vater der Frau, Philipp Gerlach, nachdem sie sich verheiratet und ihr Mutterteil ererbt, ihr sein Haus bei der Nieder-Scharn, zum Fünften und Sechsten Reißen genannt (zinst 2 fl. ins Deutschhaus, 13 Albus St. Iganz), für 900 fl. B. abgekauft hat, wovon 390 fl. B. zu ihrem mütterlichen Anteil stehen und vom Vater mit12 fl. B. auf Reminiscere verzinst werden (der Vater ist zur Ablage verpflichtet, wenn sich die Eheleute in einen andern Kauf einlassen). Sollte das Haus zu einem höhern Preis weiterverkauft werden, erhöhen sich die Anteile der Kinder entsprechend; nach des Vaters Tod haben die Kinder erster und zweiter Ehe das Vorkaufsrecht. Z.: Nikolaus Kaub, Salzschreiber, Ulrich Gro, Kürschner, und Jakob Wennemacher, Gerichtspedell.
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Mainz, 1627.02.24. (Richter Pfaff). Johannes Vell u.s.Fr. Maria Jakobe bekunden, daß der Vater der Frau, Philipp Gerlach, nachdem sie sich verheiratet und ihr Mutterteil ererbt, ihr sein Haus bei der Nieder-Scharn, zum Fünften und Sechsten Reißen genannt (zinst 2 fl. ins Deutschhaus, 13 Albus St. Iganz), für 900 fl. B. abgekauft hat, wovon 390 fl. B. zu ihrem mütterlichen Anteil stehen und vom Vater mit12 fl. B. auf Reminiscere verzinst werden (der Vater ist zur Ablage verpflichtet, wenn sich die Eheleute in einen andern Kauf einlassen). Sollte das Haus zu einem höhern Preis weiterverkauft werden, erhöhen sich die Anteile der Kinder entsprechend; nach des Vaters Tod haben die Kinder erster und zweiter Ehe das Vorkaufsrecht. Z.: Nikolaus Kaub, Salzschreiber, Ulrich Gro, Kürschner, und Jakob Wennemacher, Gerichtspedell.
U / 1627 Februar 24 (in 5 / 29)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
24.02.1627
Stadtgericht Mainz
In 5 / 29, fol. 153 r.
Urkunden
Auch in 5 / 30, fol. 16 v.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:30 MESZ