Fornikationsfall des Hans Georg Pirner von Henfenfeld mit Margaretha Wagner in Kucha
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E 49/II Nr. 1750
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
18.01.1794 - 18.08.1794
Enthält:
1793 Januar 18 bis 1794 August 18: Fornikationsfall des Hans Georg Pürner / Pirner von Henfenfeld mit Margaretha Wagner in Kucha.
1793 Januar 18: Verhörprotokoll, Hersbruck auf dem Rathaus, in Anwesenheit des Amtsbürgermeisters Georg Gottlieb Müller.
Die 25-jährige Margaretha Wagner, Tochter des Conrad Wagner zu Kucha, seit 8 Jahren Magd bei dem dortigen Müller Sebald Maderer, gibt an, von dem Handelsknecht Hans Georg Pürner schwanger zu sein.
Die Ehe habe er ihr zwar nicht versprochen, jedoch, demnächst ein Ringlein vorbeizubringen, was aber unterblieb. Sie verlangt die Trauung.
Pirner ist zunächst nicht greifbar, da er sich laut Angabe seines Dienstherrn, des Metzgermeisters und Viehhändlers Ulrich Pirner zu Henfenfeld, auf dem Weg nach Stuttgart mit fetten Schweinen befinde. Sein Vater ist der Bruder des Dienstherrn, des Georg Pirner, Metzgermeisters zu Pommelsbrunn.
1794 Februar 25: Verhörprotokoll, Schloss Henfenfeld, in Anwesenheit des Richters Paulus Volkert und der beiden Gerichtsschöffen Georg Volkert und Andreas Koch.
Der 26-jährige Pirner leugnet zunächst jeden Umgang mit der Wagner, gesteht aber dann doch. Die Sache mit dem Ringlein sei jedoch völlig unwahr. Heiraten wolle er nicht. - Sein Dienstherr, der ihn benötigt, stellt für ihn Kaution.
1794 Juli 10: Nachdem die Wagner inzwischen keinerlei Ansprüche mehr gegen Pirner erhebt, wird Letzterem ein Strafe von 10 Gulden plus 3 Gulden 42 Kreuzer Gebühren auferlegt.
Dabei:
Spezifikation der Gebühren mit dem Zahlungsvermerk von 3 Gulden 42 Kreuzer am 18. August 1794.
1793 Januar 18 bis 1794 August 18: Fornikationsfall des Hans Georg Pürner / Pirner von Henfenfeld mit Margaretha Wagner in Kucha.
1793 Januar 18: Verhörprotokoll, Hersbruck auf dem Rathaus, in Anwesenheit des Amtsbürgermeisters Georg Gottlieb Müller.
Die 25-jährige Margaretha Wagner, Tochter des Conrad Wagner zu Kucha, seit 8 Jahren Magd bei dem dortigen Müller Sebald Maderer, gibt an, von dem Handelsknecht Hans Georg Pürner schwanger zu sein.
Die Ehe habe er ihr zwar nicht versprochen, jedoch, demnächst ein Ringlein vorbeizubringen, was aber unterblieb. Sie verlangt die Trauung.
Pirner ist zunächst nicht greifbar, da er sich laut Angabe seines Dienstherrn, des Metzgermeisters und Viehhändlers Ulrich Pirner zu Henfenfeld, auf dem Weg nach Stuttgart mit fetten Schweinen befinde. Sein Vater ist der Bruder des Dienstherrn, des Georg Pirner, Metzgermeisters zu Pommelsbrunn.
1794 Februar 25: Verhörprotokoll, Schloss Henfenfeld, in Anwesenheit des Richters Paulus Volkert und der beiden Gerichtsschöffen Georg Volkert und Andreas Koch.
Der 26-jährige Pirner leugnet zunächst jeden Umgang mit der Wagner, gesteht aber dann doch. Die Sache mit dem Ringlein sei jedoch völlig unwahr. Heiraten wolle er nicht. - Sein Dienstherr, der ihn benötigt, stellt für ihn Kaution.
1794 Juli 10: Nachdem die Wagner inzwischen keinerlei Ansprüche mehr gegen Pirner erhebt, wird Letzterem ein Strafe von 10 Gulden plus 3 Gulden 42 Kreuzer Gebühren auferlegt.
Dabei:
Spezifikation der Gebühren mit dem Zahlungsvermerk von 3 Gulden 42 Kreuzer am 18. August 1794.
Archivale
Indexbegriff Person: Koch, Andreas
Indexbegriff Person: Maderer, Sebald
Indexbegriff Person: Müller, Georg Gottlieb
Indexbegriff Person: Pirner, Georg
Indexbegriff Person: Pirner, Hans Georg
Indexbegriff Person: Pirner, Ulrich (Henfenfeld)
Indexbegriff Person: Volkert, Georg
Indexbegriff Person: Volkert, Paulus
Indexbegriff Person: Wagner, Konrad
Indexbegriff Person: Wagner, Margaretha
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Fornikationen
Indexbegriff Person: Maderer, Sebald
Indexbegriff Person: Müller, Georg Gottlieb
Indexbegriff Person: Pirner, Georg
Indexbegriff Person: Pirner, Hans Georg
Indexbegriff Person: Pirner, Ulrich (Henfenfeld)
Indexbegriff Person: Volkert, Georg
Indexbegriff Person: Volkert, Paulus
Indexbegriff Person: Wagner, Konrad
Indexbegriff Person: Wagner, Margaretha
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Fornikationen
Henfenfeld
Henfenfeld, Schloß
Hersbruck, Rathaus
Kucha
Pommelsbrunn
Stuttgart
Fornikation
Verhör
Protokoll
Rathaus
Amtsbürgermeister, Hersbruck
Magd
Müller, Kucha
Handelsknecht
Schwängerung
Ring
Heiratsbegehren
Metzgermeister, Henfenfeld
Viehhändler, Henfenfeld
Schweinehandel
Metzgermeister, Pommelsbrunn
Schloss
Richter, Henfenfeld
Gerichtsschöffe Henfenfeld
Geständnis
Kaution
Heiratsbegehren zurückgezogen
Fornikationsstrafe
Gebühr
Zahlung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:00 MESZ