Die Ulmer Ratsherren Bartholomäus Rehm und Christian Aigenmann, derzeit Pfleger des Bettelsäckels in Ulm, bekennen: Sigmund Krafft hat ihnen 20 rheinische Gulden mit der Auflage übergeben, davon einen jährlichen Zins für den Bettelsäckel zu erwerben. Daher haben sie von dem Ulmer Taschenmacher und Bürger Kaspar Betz einen jährlichen Zins von 1 Gulden gekauft. Dieser gefällt von seinem Garten in Ulm vor dem Frauentor [abgegangen, zwischen Frauenstraße 56 und 61, Lagerbuch 417] hinter den Siechen zwischen Gärten des Rats und des Färbers Johann Martin. Der Zins fällt zunächst auf Lebenszeit an Sigmund Krafft. Wird er abgelöst, dann sollen die Pfleger von dem Erlös andere Einkünfte erwerben. Bei Säumnissen in der Entrichtung des Zinses müssen die Pfleger Sigmund Krafft bei dessen Eintreibung behilflich sein. Nach dem Tod des Sigmund Krafft fällt der Zins dann an den Bettelsäckel.