Familienakten des Hauses Lippe (Bestand)
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L 7
Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik) >> 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe >> 1.1. Land Lippe (bis 1947) >> 1.1.1. Fürstliches Haus
1410-1845
Geschichte und Stand des gräflichen Hauses 1598-1790 (8); Ehe- und Erbverträge, Wittum und Vormundschaft 1490-1782 (85); Personalien der Angehörigen des gräflichen Hauses 1552-1785 (100); Versorgung der nachgeborenen Kinder 15. Jh.-1760 (30); Korrespondenzen 1589-1845 (310); Linie Lippe-Pyrmont-Spiegelberg 1556-1579 (3); Nebenlinien der Söhne Graf Simon Henrichs zur Lippe 1685-1777 (50); Linie Lippe-Biesterfeld: Personalien 1651-1772 (35), Verwaltung 1623-1789 (32); Linie Lippe-Brake: Personalien 1614-1732 (50), Verwaltung 1584, 1612-1754 (60); Schaumburg-Lippe: Personalien 1616-1750 (23), Verwaltung 1620-1757 (25); Schaumburg-Lippe-Alverdissen: Personalien 1680-1769 (12), Verwaltung 1643-1760 (19); Flecken Alverdissen: Städtische Gerechtsame und Verwaltung, Hoheits- und Grenzsachen, Hude und Forsten, Kontribution und Abgaben 1410, 1525-1780 (50).
Bestandsgeschichte: 1778 von Johann Ludwig Knoch zusammengestellter Pertinenzbestand, mit Nachträgen.
Form und Inhalt: Bestand L7
Beim Bestand L7 handelt es sich um einen von Johann Ludwig Knoch (1712-1808) formierten Pertinenzbestand, den er im Zuge seiner Tätigkeit ab 1762 angelegt hat (beendet 1778). Die im Mai 2011 begonnene Übertragung des Pertinenzbestandes in VERA richtet sich nach dem von Knoch angelegten Findbuch L 7. Da seine Kategorisierungen nicht immer stringent waren und die von ihm gebildeten (Alt-)Signaturen sich aus physichen Gründen nicht exakt übertragen ließen, mussten die von Knoch zusammengestellten Verzeichnungseinheiten teilweise getrennt werden. Übernommen wurden in VERA jeweils auch die Altsignaturen, während im alten Findbuch die neuen Signaturen vermerkt wurden. Bei einer Recherche bietet es sich an, das alte handschriftliche Findbuch hinzuziehen, da die Angaben Knochs sehr detailiert sind.
Der Bestand umfasst ca. 40 lfd. Meter und enthält in der Hauptsache Akten zu den Grafen zur Lippe. Der Schwerpunkt der Überlieferung liegt auf dem 17. und 18. Jahrhundert. Es handelt sich dabei um Archivalien zu Genealogie, Standesangelegenheiten, Primogeniturrecht, Nachfolgeregelung, Eheverträgen, Testamenten, Todesfällen (inklusive Leichenpredigten und Begräbniszeremonien), Wittums- und vormundschaftliche Akten. In den meisten Fällen sind die Akten in chronologischer Reihenfolge sortiert und die einzelnen Verzeichnungseinheiten einem bestimmten Angehörigen der Familie zuzuordnen.
gez. Dr. Thorsten Unger, 07.07.2011
Die Verzeichnungseinheiten ab Nr. 187 wurden von W. Bender erstellt. Dabei wurde die Arbeitsmethode von Dr. Unger beibehalten - auch was die sehr flache Erschließung anbelangt, zumal die scans des Knochschen Findbuchs in der VZE 9999 komplett vorliegen.
In den Verzeichnungseinheiten ab Klassifikationspunkt 4 bis 7 sind auch die Aktenverfolge zu den lippischen Nebenlinien (Biesterfeld, Brake, Alverdissen, Schaumburg, Weißenfeld) und ihren Exponenten (z.B. Graf August zur Lippe-Brake) erfasst.
Auch wenn die Verzeichnung Knochs teilweise bis auf die Einzelblattebene geht, enthebt dies den Nutzer/die Nutzerin nicht, die Akten im Original einzusehen, zumal manches von Knoch auch sehr summarisch erfasst oder selten auch falsch datiert oder wiedergegeben wurde. Nach Knochs Ableben wurde der Bestand von Clostermeier und anderen weiter fortgeführt bzw. ergänzt und verzeichnet.
Zu konsultieren sind v.a. auch die Bestände L 8 (Hausangelegenheiten), L 42-49 (Auswärtige Korrespondenzen), L 50 (Reichsständische Notifikationen, L 74 (Vertretung beim RKG und RHR), L 95 I-V(Nebenlinien/Paragialämter), L 56-60 (Dreißigjähriger Krieg) L 61 (Siebenjähriger Krieg), L 26 (Amt Sternberg), L 31 (Stadt und Amt Blomberg) sowie L 32 (Flecken und Amt Schwalenberg), L 77 B (Lippische Regierung -fürstliche Abteilung) und L 82 (RKG) denn getreu dem zeitgenössischen Pertinenzprizip hätte Knoch (und seine Nachfolger) auch viele Aktenverfolge in den meisten der vorgenannten Beständen (außer L 82, der erst später als Provenienzbestand nach hier kam) verzeichnen können.
Es ist nach Bestellnr. zu zitieren:
L 7 Nr.
Detmold, im Januar 2019
W. Bender
Bestandsgeschichte: 1778 von Johann Ludwig Knoch zusammengestellter Pertinenzbestand, mit Nachträgen.
Form und Inhalt: Bestand L7
Beim Bestand L7 handelt es sich um einen von Johann Ludwig Knoch (1712-1808) formierten Pertinenzbestand, den er im Zuge seiner Tätigkeit ab 1762 angelegt hat (beendet 1778). Die im Mai 2011 begonnene Übertragung des Pertinenzbestandes in VERA richtet sich nach dem von Knoch angelegten Findbuch L 7. Da seine Kategorisierungen nicht immer stringent waren und die von ihm gebildeten (Alt-)Signaturen sich aus physichen Gründen nicht exakt übertragen ließen, mussten die von Knoch zusammengestellten Verzeichnungseinheiten teilweise getrennt werden. Übernommen wurden in VERA jeweils auch die Altsignaturen, während im alten Findbuch die neuen Signaturen vermerkt wurden. Bei einer Recherche bietet es sich an, das alte handschriftliche Findbuch hinzuziehen, da die Angaben Knochs sehr detailiert sind.
Der Bestand umfasst ca. 40 lfd. Meter und enthält in der Hauptsache Akten zu den Grafen zur Lippe. Der Schwerpunkt der Überlieferung liegt auf dem 17. und 18. Jahrhundert. Es handelt sich dabei um Archivalien zu Genealogie, Standesangelegenheiten, Primogeniturrecht, Nachfolgeregelung, Eheverträgen, Testamenten, Todesfällen (inklusive Leichenpredigten und Begräbniszeremonien), Wittums- und vormundschaftliche Akten. In den meisten Fällen sind die Akten in chronologischer Reihenfolge sortiert und die einzelnen Verzeichnungseinheiten einem bestimmten Angehörigen der Familie zuzuordnen.
gez. Dr. Thorsten Unger, 07.07.2011
Die Verzeichnungseinheiten ab Nr. 187 wurden von W. Bender erstellt. Dabei wurde die Arbeitsmethode von Dr. Unger beibehalten - auch was die sehr flache Erschließung anbelangt, zumal die scans des Knochschen Findbuchs in der VZE 9999 komplett vorliegen.
In den Verzeichnungseinheiten ab Klassifikationspunkt 4 bis 7 sind auch die Aktenverfolge zu den lippischen Nebenlinien (Biesterfeld, Brake, Alverdissen, Schaumburg, Weißenfeld) und ihren Exponenten (z.B. Graf August zur Lippe-Brake) erfasst.
Auch wenn die Verzeichnung Knochs teilweise bis auf die Einzelblattebene geht, enthebt dies den Nutzer/die Nutzerin nicht, die Akten im Original einzusehen, zumal manches von Knoch auch sehr summarisch erfasst oder selten auch falsch datiert oder wiedergegeben wurde. Nach Knochs Ableben wurde der Bestand von Clostermeier und anderen weiter fortgeführt bzw. ergänzt und verzeichnet.
Zu konsultieren sind v.a. auch die Bestände L 8 (Hausangelegenheiten), L 42-49 (Auswärtige Korrespondenzen), L 50 (Reichsständische Notifikationen, L 74 (Vertretung beim RKG und RHR), L 95 I-V(Nebenlinien/Paragialämter), L 56-60 (Dreißigjähriger Krieg) L 61 (Siebenjähriger Krieg), L 26 (Amt Sternberg), L 31 (Stadt und Amt Blomberg) sowie L 32 (Flecken und Amt Schwalenberg), L 77 B (Lippische Regierung -fürstliche Abteilung) und L 82 (RKG) denn getreu dem zeitgenössischen Pertinenzprizip hätte Knoch (und seine Nachfolger) auch viele Aktenverfolge in den meisten der vorgenannten Beständen (außer L 82, der erst später als Provenienzbestand nach hier kam) verzeichnen können.
Es ist nach Bestellnr. zu zitieren:
L 7 Nr.
Detmold, im Januar 2019
W. Bender
359 Kartons = ca. 900 Archivbände 1410-1845. - Findbuch: L 7.
Bestand
German
Kittel, Erich, Heimatchronik des Kreises Lippe, 2. Auflage, Köln 1978, 129f. et passim.
Heide Barmeier et al. (Hg.), Lippische Geschichte, 2 Bde. Petersberg 2019;
Erich Kittel, Heimatchronik des Kreises Lippe, Köln 2. Aufl. 1978;
Ders., Memoiren des Generals Graf Ferdinand Christian zur Lippe (1668-1724), Lemgo 1959;
Willy Gerking, Die Grafen zur Lippe-Biesterfeld, Detmold 2001;
Margareta Hamer-Prinzessin zur Lippe-Weißenfeld, 275 Jahre Lippe-Weißenfeld ... ,Bd. I, Leer 2009;
Helge Bei der Wieden, Die letzten Grafen zu Holstein-Schaumburg, Bielefeld 2014;
Ders. Schaumburg-Lippische Genealogie, 2. Aufl. Melle 1995;
Wilhelm Süvern: Brake, Geschichte des Schlosses und der Gemeinde Brake in Lippe, Lemgo 1960.
Heide Barmeier et al. (Hg.), Lippische Geschichte, 2 Bde. Petersberg 2019;
Erich Kittel, Heimatchronik des Kreises Lippe, Köln 2. Aufl. 1978;
Ders., Memoiren des Generals Graf Ferdinand Christian zur Lippe (1668-1724), Lemgo 1959;
Willy Gerking, Die Grafen zur Lippe-Biesterfeld, Detmold 2001;
Margareta Hamer-Prinzessin zur Lippe-Weißenfeld, 275 Jahre Lippe-Weißenfeld ... ,Bd. I, Leer 2009;
Helge Bei der Wieden, Die letzten Grafen zu Holstein-Schaumburg, Bielefeld 2014;
Ders. Schaumburg-Lippische Genealogie, 2. Aufl. Melle 1995;
Wilhelm Süvern: Brake, Geschichte des Schlosses und der Gemeinde Brake in Lippe, Lemgo 1960.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET
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