Wenzel (Wenzlaw), röm. König und König von Böhmen, überläßt seinem und des Reichs Getreuen Merke von Schellenberg wegen der Dienste die dieser für ihn und das Reich getan hat und noch tun soll, die vor der Reichsstadt Lindau (Lindaw) gelegenen Kelnhöfe als eine Reichspfandschaft, deren Höhe er auf 100 Gulden festsetzt. Dazu gebietet er seinem Landvogt und seinem Unterlandvogt in Schwaben, "die nu sein oder in zeiten werden", den besagten Merke und dessen Erben an den Kelnhöfen und deren Nutzen und Zugehörungen nicht zu hindern und nicht zu irren, sondern sie dieselben unangefochtenen (geruhlichen) besitzen und genießen zu lassen, solange er oder seine Nachkommen an dem Reich die versetzten Kelnhöfe nicht um die oben erwähnten 100 Gulden zurückzuholen.

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Bayerisches Hauptstaatsarchiv
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