Katholischer Kirchenrat: Niedere Konvikte Ehingen und Rottweil (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, E 211 IV
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Ober- und Mittelbehörden 1806-um 1945 >> Geschäftsbereich Ministerium des Kirchen- und Schulwesens/Kultministerium >> Kirchenbehörden
1824-1931 (Va ab 1810)
Überlieferungsgeschichte
Zur 'Besorgung und Wahrnehmung der Souveränitätsrechte in Ansehung der Katholischen Kirche', d.h. der Rechte der Staatsgewalt über sie,A wurde durch Organisationsmanifest von 1806 der 'Geistliche Rat' als Staatsbehörde geschaffen und 1816 in 'Katholischer Kirchenrat' umbenannt. Es war zugleich Oberschulbehörde für die katholischen Volksschulen. Nach dem Kirchengesetz von 1924 war der Kirchenrat auf Antrag des Bischofs von Rottenburg durch Verfügung des Staatsministeriums aufzuheben; diese Aufhebung erfolgte durch Verfügung vom 21.3.1934. Die niederen Konvikte an den Gymnasien in Ehingen und Rottweil wurden durch Bekanntmachung vom 20.9.1824 nach dem Vorbild der evangelisch-theologischen Seminare als Ausbildungsstätten für katholische Gymnasiasten, die sich dem Theologiestudium widmen wollten, und als Vorstufe des Wilhelmsstifts geschaffen.
Der vorliegende Teilbestand wurde 1937 von der Abwicklungsstelle des Katholischen Kirchenrats übergeben.
Vorbemerkung: Die niederen Konvikte an den Gymnasien in Ehingen und Rottweil wurden 1824 nach dem Vorbild der evangelisch-theologischen Seminare als Vorschule für das 1817 eingerichtete Wilhelmsstift in Tübingen (vgl. Bestand E 211 III) errichtet. Sie waren staatliche Einrichtungen und unterstanden dem Katholischen Kirchenrat in Stuttgart. 1934 wurde der Katholische Kirchenrat aufgelöst, die Zuständigkeit für die Konvikte ging auf den Bischof von Rottenburg über (vgl. Dehlinger § 189). Der vorliegende Bestand wurde - mit anderen Akten (Bestände E 211 I - VI) - 1937 von der Abwicklungsstelle des Katholischen Kirchenrats an das Staatsarchiv Ludwigsburg abgegeben. Findmittel war bis zur nun abgeschlossenen Ordnung und Verzeichnung durch den Archivangestellten Erwin Biemann im Juli und August 1983 ein völlig unzulängliches maschinenschriftliches Abgabeverzeichnis (jetzt in Bestand EL 18). Da ein Aktenplan nicht vorhanden ist, wurde die Gliederung durch den Unterzeichneten in Anlehnung an die Gliederung des Bestandes E 211 III vorgenommen. Der Bestand E 211 IV umfasst die Büschel 1 - 226 im Umfang von 10,3 lfd. m. Ludwigsburg, 24. September 1984 (Gez. Dr. Schmierer)
Zur 'Besorgung und Wahrnehmung der Souveränitätsrechte in Ansehung der Katholischen Kirche', d.h. der Rechte der Staatsgewalt über sie,A wurde durch Organisationsmanifest von 1806 der 'Geistliche Rat' als Staatsbehörde geschaffen und 1816 in 'Katholischer Kirchenrat' umbenannt. Es war zugleich Oberschulbehörde für die katholischen Volksschulen. Nach dem Kirchengesetz von 1924 war der Kirchenrat auf Antrag des Bischofs von Rottenburg durch Verfügung des Staatsministeriums aufzuheben; diese Aufhebung erfolgte durch Verfügung vom 21.3.1934. Die niederen Konvikte an den Gymnasien in Ehingen und Rottweil wurden durch Bekanntmachung vom 20.9.1824 nach dem Vorbild der evangelisch-theologischen Seminare als Ausbildungsstätten für katholische Gymnasiasten, die sich dem Theologiestudium widmen wollten, und als Vorstufe des Wilhelmsstifts geschaffen.
Der vorliegende Teilbestand wurde 1937 von der Abwicklungsstelle des Katholischen Kirchenrats übergeben.
Vorbemerkung: Die niederen Konvikte an den Gymnasien in Ehingen und Rottweil wurden 1824 nach dem Vorbild der evangelisch-theologischen Seminare als Vorschule für das 1817 eingerichtete Wilhelmsstift in Tübingen (vgl. Bestand E 211 III) errichtet. Sie waren staatliche Einrichtungen und unterstanden dem Katholischen Kirchenrat in Stuttgart. 1934 wurde der Katholische Kirchenrat aufgelöst, die Zuständigkeit für die Konvikte ging auf den Bischof von Rottenburg über (vgl. Dehlinger § 189). Der vorliegende Bestand wurde - mit anderen Akten (Bestände E 211 I - VI) - 1937 von der Abwicklungsstelle des Katholischen Kirchenrats an das Staatsarchiv Ludwigsburg abgegeben. Findmittel war bis zur nun abgeschlossenen Ordnung und Verzeichnung durch den Archivangestellten Erwin Biemann im Juli und August 1983 ein völlig unzulängliches maschinenschriftliches Abgabeverzeichnis (jetzt in Bestand EL 18). Da ein Aktenplan nicht vorhanden ist, wurde die Gliederung durch den Unterzeichneten in Anlehnung an die Gliederung des Bestandes E 211 III vorgenommen. Der Bestand E 211 IV umfasst die Büschel 1 - 226 im Umfang von 10,3 lfd. m. Ludwigsburg, 24. September 1984 (Gez. Dr. Schmierer)
226 Büschel (10,9 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ
Hierarchie
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