Schichtungsvertrag und Inventar Böeker
Vollständigen Titel anzeigen
B-Vormund, 77
B-Vormund Vormundschaften (Causae pupillares)
Vormundschaften (Causae pupillares) >> 1701-1800
1755
Enthält: Schichtvertrag nebst Inventar. Am 2. 4. 1755 schichtet die Witwe Fassbinder Johan Herman Böeker geb. Maria Katharina Neuhaus mit ihrem fünfjährigen Sohn Henrich Anton Böeker. Sie will jetzt zu einer neuen (dritten) Ehe schreiten. Vormünder des Sohnes sind der Schuhmacher Johan Henrich Brocks in Münster und Wirt Godfried Böeker in Werne; letzterer wird vertreten durch den Bäcker Henrich Wilhelm Funhoff in Münster. Als Sachverständige sind tätig die Fassbinder Ferdinand Zumhasch und Franz Willing. Das Haus der Witwe Böeker liegt auf der Rotenburg unter einem Dache mit dem Hause des Kramers Conradt; es ist gekauft von der Frau Eisman, der früheren Witwe Esskotte (vgl. Nr. 314). Zeugen: Schuhmacher Kaspar Gilsbach, Ferdinand Wilsem, Johan Bernard Bockholt, Johan Herman Wattendorff. Notar: Bernard Anton Lipman, wohnhaft in der Grutstiege.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:46 MEZ