Die Klage ist dagegen gerichtet, daß der Beklagte 1536 das im Stift Essen gelegene Haus Horl des Klägers samt allem darin befindlichen Besitz ohne vorgängiges rechtliches Verfahren gewaltsam und landfriedensbrüchigerweise eingenommen habe. Streit, ob der Kläger bei Ausbringung des Mandates gebannt gewesen sei, als Wiedertäufer anzusehen sei und ob er den Fall am Gericht Essen angebracht habe oder als zuständigem Gericht hätte anbringen müssen.
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Die Klage ist dagegen gerichtet, daß der Beklagte 1536 das im Stift Essen gelegene Haus Horl des Klägers samt allem darin befindlichen Besitz ohne vorgängiges rechtliches Verfahren gewaltsam und landfriedensbrüchigerweise eingenommen habe. Streit, ob der Kläger bei Ausbringung des Mandates gebannt gewesen sei, als Wiedertäufer anzusehen sei und ob er den Fall am Gericht Essen angebracht habe oder als zuständigem Gericht hätte anbringen müssen.
AA 0627, 322 - B 739/2798
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1542-1564 (1518-1563)
Enthaeltvermerke: Kläger: Heinrich op dem Berge, Erbmarschall des Stifts Essen, Haus Horl (Horl, Horle, Hoerloch, Hoill; Essen) Beklagter: Alef von Steinhaus (Steinhuis), Ratsverwandter der Stadt Essen, und seine Frau Stephana op dem Berge, Schwester des Klägers; 1560 Stephana als Witwe Prokuratoren (Kl.): May (1542) - Dr. Martin Weiß 1551 - Michaelvan Kaden 1557 - David Capito - Alexander Reibstock - Friedrich Reibstock - Philip Seiblin Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Helffman 1542 - Dr. Philipp Bouman - Dr. Lukas Lanckstraiß - Dr. Adam Themar - Dr. Melchior Schwartzenburger 1550 - Dr. Ludwig Ziegler - Dr. Adam von Themar - Dr. Melchior Schwartzenberger 1560 - Dr. Rebenstock - Lic. Philip Seublin - Lic. Diethart Prozeßart: Citationis uff den Landtfrieden und mandati poenalis Instanzen: RKG 1542-1564 (1518-1563) Beweismittel: Absolutionserklärungen (26, 39, 49, 50) und Begnadigung für den Kläger (27). Protokoll einer RKG-kommissarischen Untersuchung durch den RKG-Kommissar und Notar des kurfürstlichen Kammergerichts in Köln, Meister Heinrich Averdunck, in der Pfarrkirche zu Borbeck, 1557 (98-211), darin unter anderem Äbtissin Meyna von Essen, Rotger op dem Berge, Holtgreve Johan ther Midden und sämtliche Erben und das Kirchspiel zu Borbeck verkaufen einen genau umschriebenen Teil der Borbecker Mark erblich an Marschall Hinrich op dem Berge für 32 oberländisch gewichtige rhein. Gulden, 1518 (120f). Inventar des Hauses Horl, 1535 (143f.). Protokoll einer RKG-kommissarischen Untersuchung durch RKG-Kommissare und den Kölner Hofgerichtsprokurator Rutger Horst in der Kollegiatkirche St. Andreas in Köln, 1561 (221-512), darin unter anderem Erbvertrag Heinrichs op dem Berge und seiner Geschwister nach dem Todes ihres Vaters Johann, geschlossen durch ihre Schiedsfreunde Johann von dem Bottlenberg gen. Kessel; Peter von Altenbockum, Drost zu Lobith; Johann von Baerl; Dirich von Eickel und Vivian (Viviaen) Lupperheiden, 1527 (272-274). Beschreibung: 10 cm, 530 Bl., lose; Q 1-42, es fehlt Q 3* (Vollmacht May), Q 25 doppelt, 8 Beilagen, davon 1 = Q 36*, 2 mit Prod.-Vermerken für Termine, die im Protokoll nicht verzeichnet sind.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
21.04.2026, 09:59 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
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- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
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- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
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