Vogt und Gericht zu Schorndorf beurkunden, dass Utz Gaißberger zu Schnait und Hans Gunßelin von Schnait vor dem Schultheiß und Gericht zu Beutelsbach einen Rechtsstreit hatten wegen Handlohns und Weglösin aus einem Hof, den Endris Espinlaub, Vorfahre des genannten Hans Gunßelin, besessen hatte und von dem der Kläger Utz Gaißberger 18 Sch. Heller und 1 Fasnachthenne als Zins und je 1 fl. für Auf- und Abfahrt vom Hof beanspruchte. Der Beklagte behauptete, dass Handlohn und Weglösin nur bei Erbanfall, nicht bei Verkauf des Hofes zu zahlen sei, während der Kläger diese Abgabe bei jedem Hofwechsel nach gemeinem Landsbrauch in Württemberg beanspruchte. Da die Richter zu Beutelsbach darüber nicht entscheiden wollten, schoben sie den Rechtsstreit vor ihr Obergericht zu Schorndorf mit Urkunde vom Zinstag vor St. Mathistag. Die Richter zu Schorndorf urteilen gemäß dem Antrag Ulrich Gaißenbergers.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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