E Rep. 061-10 Nachlass Familie Kuss (Bestand)
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E Rep. 061-10
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> E Nachlässe und personengeschichtliche Sammlungen >> E 1 Nachlässe und Personenfonds
Vorwort: 1. Biographie und Bestandsgeschichte
Familie Kuss war eine Schankwirtsfamilie in Hohenschönhausen. Der Erbpächter Gottlieb Kuss wurde 1805 geboren und starb am 10. März 1847 an der Ruhr. Ihm und seiner Frau, Beate Luise Kuss geb. Menritz, wurde der Sohn Friedrich Hermann am 20. Juni 1844 in Friedrichsbruch Kreis Flatow geboren. Seit 1867 wohnte Hermann Kuss mit Unterbrechungen in Berlin. 1879 wurde sein Sohn Max geboren. Am 28. Mai 1885 heiratete er die verwitwete Christiane Jury, geborene Lang. Im September 1885 ersuchte er als Schankwirt um eine Schankkonzession, die er auch erhielt.
Sein Sohn Max sollte im September 1900 zur Unterstützung seines Geschäftes vom Militärdienst freigestellt werden, welches aber mit Hinweis auf die Mitarbeit der Pflegetochter in der Schankwirtschaft abgewiesen wurde. 1902 ließ er auf dem Grundstück Berliner Straße 92/94 ein Wohnhaus errichten. Dort befand sich auch seine Schankwirtschaft. Seit den zwanziger Jahren war sein Sohn Max dann als Schankwirt dort tätig, während sich Hermann Kuss auf sein Altenteil zurückzog.
1945 wurde von der Roten Armee das Max Kuss gehörige Gartengrundstück in der Oberseestraße 72 beschlagnahmt. 67jährig überließ Max Kuss 1946 seinem Schwiegersohn Georg Benn, bei dem er in der Berliner Straße 89 auch wohnte, die Führung seiner Mietabrechnungsgeschäfte.
Die Unterlagen wurden dem Stadtarchiv Berlin übergeben.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand enthält familiengeschichtliche Unterlagen (Bürgerbrief, Geburts-, Tauf-, Heirats- und Sterbeurkunden). Unterlagen zu Grundstücks- und Bauangelegenheiten, zu Rechtstreitigkeiten mit der Gemeinde Hohenschönhausen und Versicherungsunterlagen sind ebenfalls überliefert.
Der Bestand besteht aus sieben Akten (0,15 lfm) mit der Laufzeit von 1828 bis 1932. Er wurde mit der Software Augias-Archiv verzeichnet und ist über die Findmittel Datenbank und Findbuch zugänglich.
3. Korrespondierende Bestände
C Rep. 105 Nr. 38899 Miet- und Pachtkostenentschädigung für Max Kuss – Grundstück Oberseestraße 72 (1948 – 1951)
Berlin, Oktober 2005 Kerstin Bötticher
Familie Kuss war eine Schankwirtsfamilie in Hohenschönhausen. Der Erbpächter Gottlieb Kuss wurde 1805 geboren und starb am 10. März 1847 an der Ruhr. Ihm und seiner Frau, Beate Luise Kuss geb. Menritz, wurde der Sohn Friedrich Hermann am 20. Juni 1844 in Friedrichsbruch Kreis Flatow geboren. Seit 1867 wohnte Hermann Kuss mit Unterbrechungen in Berlin. 1879 wurde sein Sohn Max geboren. Am 28. Mai 1885 heiratete er die verwitwete Christiane Jury, geborene Lang. Im September 1885 ersuchte er als Schankwirt um eine Schankkonzession, die er auch erhielt.
Sein Sohn Max sollte im September 1900 zur Unterstützung seines Geschäftes vom Militärdienst freigestellt werden, welches aber mit Hinweis auf die Mitarbeit der Pflegetochter in der Schankwirtschaft abgewiesen wurde. 1902 ließ er auf dem Grundstück Berliner Straße 92/94 ein Wohnhaus errichten. Dort befand sich auch seine Schankwirtschaft. Seit den zwanziger Jahren war sein Sohn Max dann als Schankwirt dort tätig, während sich Hermann Kuss auf sein Altenteil zurückzog.
1945 wurde von der Roten Armee das Max Kuss gehörige Gartengrundstück in der Oberseestraße 72 beschlagnahmt. 67jährig überließ Max Kuss 1946 seinem Schwiegersohn Georg Benn, bei dem er in der Berliner Straße 89 auch wohnte, die Führung seiner Mietabrechnungsgeschäfte.
Die Unterlagen wurden dem Stadtarchiv Berlin übergeben.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand enthält familiengeschichtliche Unterlagen (Bürgerbrief, Geburts-, Tauf-, Heirats- und Sterbeurkunden). Unterlagen zu Grundstücks- und Bauangelegenheiten, zu Rechtstreitigkeiten mit der Gemeinde Hohenschönhausen und Versicherungsunterlagen sind ebenfalls überliefert.
Der Bestand besteht aus sieben Akten (0,15 lfm) mit der Laufzeit von 1828 bis 1932. Er wurde mit der Software Augias-Archiv verzeichnet und ist über die Findmittel Datenbank und Findbuch zugänglich.
3. Korrespondierende Bestände
C Rep. 105 Nr. 38899 Miet- und Pachtkostenentschädigung für Max Kuss – Grundstück Oberseestraße 72 (1948 – 1951)
Berlin, Oktober 2005 Kerstin Bötticher
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 AM CEST