Johann Graf zu Wertheim gibt als Lehnsherr seine Einwilligung dazu, daß sein Kaplan an der Burg zu Wertheim, Johann von Swinfurt, eine Hälfte der großen und kleinen Zehnten zu Obereubigheim (Obern Ubirkein) und ein Achtel des großen und kleinen Zehnten zu Untereubigheim (Nieddern Ubirkein) gekauft hat, wie sie vordem Frau Anna Drabottin von Sachsenflur (Saßenflure) innegehabt hat, ferner 1 fl. Zins von 2 Häusern in der Stadt Wertheim, die beide Heintz von Naßauwe innehat, neben einander gelegen gegenüber der Harand Hof, dem Grafen jährlich mit 3 h zinsbar. Er belehnt den Kaplan damit mit der Bestimmung, daß die Güter bei seinem Hof an dessen Nachfolger fallen, dafür insonderheit der Frau Anna Trabotin, des Rudolf Trabot und des Johann von Swinfurt gedacht wird und für sie auf der Burg alle Goldfasten eine Seelenmesse, Vigil und Placebo gelesen wird. Bei deren Versäumnis hat der Graf Gewalt, den Kaplan nach Belieben an dem Ertrag der Güter zu kürzen zugunsten des Spitals oder sonst Armer. Ferner hat Hans von Swinfurt eine Jahresgülte von 1 Malter Korn, 1 Fastnachtshuhn, 2 Sommerhühner und 3 d auf ein Gütlein zu Steinberg, genannt Glimppenlinsgut, jetzt in Händen von des verstorbenen Claisen Scheffers Kindern, gekauft und für seinen Tod seinen Nachfolgern vermacht.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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