Militärischer Nachlass Dr. Karl Schall, Leutnant, *1899 +1981 (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, M 660/338
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Militärische Bestände 1871-ca. 1920 >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe
1916-1920, 1937
1. Zur Biografie von Dr. Karl Schall: Karl Schall wurde am 28. Januar 1899 in Stuttgart geboren. Am 4. Januar 1916 trat er als Kriegsfreiwilliger in das Ersatzbataillon des Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 120 ein. Im Juni 1916 kam er als Soldat des Grenadier-Regiments "König Karl" (5. Württembergisches) Nr. 123 ins Feld. Er nahm zunächst an Kämpfen in Flandern sowie an der Schlacht an der Somme teil. Am 27. Januar 1917 erfolgte seine Beförderung zum Leutnant. In den Kriegsjahren 1917 und 1918 war Schall als Offizier des Grenadier-Regiments Nr. 123 in Flandern, im Artois, in der Picardie sowie im Oberelsass eingesetzt. Nach seiner Entlassung aus dem Heeresdienst am 23. April 1919 studierte Karl Schall in Tübingen Medizin. Als Arzt nahm er am Zweiten Weltkrieg teil. Dabei geriet er in Kriegsgefangenschaft, aus der er 1948 zurückkehrte. Karl Schall starb 1981.
2. Zum Nachlass Dr. Karl Schalls: Der Bestand M 660/338 besteht vor allem aus Fotodokumenten (Fotoabzüge und Negative), die sowohl in analoger als auch in digitaler Form überliefert sind. Sie entstanden überwiegend während der Zeit Karl Schalls im Grenadier-Regiment Nr. 123 und zeigen unter anderem Dörfer und Städte an der Westfront sowie den Frontalltag Schalls und seiner Kameraden. Ebenso im Fonds enthalten sind einige Aufnahmen aus der Nachkriegszeit. Ausschließlich in digitaler Form überliefert sind zudem verschiedene Einzelbilder und 16 Schlachten- und Stellungsskizzen von Schauplätzen, an denen Schall eingesetzt war. Diese Skizzen finden sich auch in der von Richard Bechtle verfassten Regimentsgeschichte "Die Ulmer Grenadiere an der Westfront" (1920). Der Nachlass Dr. Karl Schalls kam am 15. September 2014 über die Beschäftigungsgesellschaft Landkreis Konstanz GmbH als Schenkung seines Sohnes Dr. Heinrich Schall in das Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Der Bestand war zuvor von Mitarbeitern der Beschäftigungsgesellschaft vollständig digitalisiert und inventarisiert worden. Die gelieferten Bilddateien wurden im Hauptstaatsarchiv Stuttgart durch das Referat 75 in das digitale Bildarchiv überführt. Die in Excel-Dateien vorhandenen Erschließungsinformationen wurden in Scope übernommen. Im Mai 2017 überarbeitete Lisa Weber unter Anleitung von Dr. Wolfgang Mährle die Titelaufnahmen, legte neue Orts- und Personendeskriptoren an und stellte das Findbuch fertig. Der Bestand M 660/338 umfasst ca. 530 Fotos in neun Alben sowie etwa 230 Negative und 16 Skizzen. Der Umfang beträgt 0,50 lfd. m.
3. Quellen- und Literaturhinweise: a) Quellen: - Militärische Personalakte Schalls: M 430/3 Bü 9617 - Spruchkammerakte: EL 902/22 Bü 10861 (Staatsarchiv Ludwigsburg) b) Literatur: - Richard Bechtle, Die Ulmer Grenadiere an der Westfront. Geschichte des Grenadier-Regiments König Karl (5. Württ.) Nr. 123 im Weltkrieg 1914-1918 (Die württembergischen Regimenter im Weltkrieg 1914-1918, Bd. 6), Stuttgart 1920. Stuttgart, im Juni 2017 Dr. Wolfgang Mährle Lisa Weber, M.A.
2. Zum Nachlass Dr. Karl Schalls: Der Bestand M 660/338 besteht vor allem aus Fotodokumenten (Fotoabzüge und Negative), die sowohl in analoger als auch in digitaler Form überliefert sind. Sie entstanden überwiegend während der Zeit Karl Schalls im Grenadier-Regiment Nr. 123 und zeigen unter anderem Dörfer und Städte an der Westfront sowie den Frontalltag Schalls und seiner Kameraden. Ebenso im Fonds enthalten sind einige Aufnahmen aus der Nachkriegszeit. Ausschließlich in digitaler Form überliefert sind zudem verschiedene Einzelbilder und 16 Schlachten- und Stellungsskizzen von Schauplätzen, an denen Schall eingesetzt war. Diese Skizzen finden sich auch in der von Richard Bechtle verfassten Regimentsgeschichte "Die Ulmer Grenadiere an der Westfront" (1920). Der Nachlass Dr. Karl Schalls kam am 15. September 2014 über die Beschäftigungsgesellschaft Landkreis Konstanz GmbH als Schenkung seines Sohnes Dr. Heinrich Schall in das Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Der Bestand war zuvor von Mitarbeitern der Beschäftigungsgesellschaft vollständig digitalisiert und inventarisiert worden. Die gelieferten Bilddateien wurden im Hauptstaatsarchiv Stuttgart durch das Referat 75 in das digitale Bildarchiv überführt. Die in Excel-Dateien vorhandenen Erschließungsinformationen wurden in Scope übernommen. Im Mai 2017 überarbeitete Lisa Weber unter Anleitung von Dr. Wolfgang Mährle die Titelaufnahmen, legte neue Orts- und Personendeskriptoren an und stellte das Findbuch fertig. Der Bestand M 660/338 umfasst ca. 530 Fotos in neun Alben sowie etwa 230 Negative und 16 Skizzen. Der Umfang beträgt 0,50 lfd. m.
3. Quellen- und Literaturhinweise: a) Quellen: - Militärische Personalakte Schalls: M 430/3 Bü 9617 - Spruchkammerakte: EL 902/22 Bü 10861 (Staatsarchiv Ludwigsburg) b) Literatur: - Richard Bechtle, Die Ulmer Grenadiere an der Westfront. Geschichte des Grenadier-Regiments König Karl (5. Württ.) Nr. 123 im Weltkrieg 1914-1918 (Die württembergischen Regimenter im Weltkrieg 1914-1918, Bd. 6), Stuttgart 1920. Stuttgart, im Juni 2017 Dr. Wolfgang Mährle Lisa Weber, M.A.
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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13.11.2025, 2:39 PM CET