Guardian und Konvent des Franziskanerklosters ("der bru/o/der zu/o/ den Barfu/o/ssen") in Ulm [abgegangen, Bereich westlicher Münsterplatz, Lagerbuch Nr. 150] haben ihre zwei Drittel des Gehölzes und der Wiesen, die Stegmann genannt werden, an Heinrich Maier ("Maiger") und Johann Bappellin, beide gesessen zu Attenhofen ("Autenhofen") [Stadt Weißenhorn/Lkr. Neu-Ulm], als Zinslehen verliehen. Das übrige Drittel gehört Peter Färber ("Verber") dem Älteren, Bürger zu Memmingen, zu seinem Hof in Attenhofen, den derzeit Johann Hartmut bewirtschaftet. Peter Färber hat nun mit den Franziskanern vereinbart, dass Johann Hartmut und alle künftigen Inhaber des Hofes das Drittel an Gehölz und Wiesen innehaben und nutzen sollen. Dafür haben sie jedes Jahr zwischen dem 29. September und dem 11. November ("zwischen sant Michels vnd sant Martins tagen") 3 Pfund 6 Schilling und 8 Heller Ulmer Stadtwährung sowie 3 Herbsthühner an das Franziskanerkloster zu entrichten. Auch müssen sie zusammen mit Heinrich Maier und Johann Bappellin Gehölz und Wiesen in gutem Kulturzustand halten. Bei Säumnissen haben die Inhaber des Hofes eine Strafe von 2 rheinischen Gulden an die Franziskaner zu bezahlen. Auch dürfen Gehölz und Wiesen nicht weiter aufgeteilt werden.

Show full title
Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
Data provider's object view
Loading...