C Rep. 120-01 Bezirkskabinett für Unterricht und Weiterbildung (Bestand)
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C Rep. 120-01
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> C Bestände (Ost-) Berliner Behörden bis 1990 >> C 2 Magistrat von Berlin und nachgeordnete Einrichtungen >> C 2.2 Nachgeordnete Einrichtungen
1971 - 1990
Vorwort: C Rep. 120-01 Bezirkskabinett für Unterricht und Weiterbildung
I. Behördengeschichte
Im Zusammenhang mit der Auflösung des „Berliner Pädagogischen Instituts“ entstand beim Magistrat von Berlin gemäß Beschluss Nr. 962 vom 09. Mai 1952 das „Pädagogische Kabinett Groß-Berlin“. Die bisherigen Forschungsaufgaben des Berliner Instituts wurden vom ebenfalls in Berlin ansässigen „Deutschen Pädagogischen Zentralinstitut“ wahrgenommen; die Aufgaben der Lehrerweiterbildung und der Verbesserung des Fachunterrichts jedoch dem Magistrat übertragen. Außer dem „Pädagogischen Kabinett Groß-Berlin“ gab es analoge Einrichtungen in allen Bezirken der DDR sowie in den Kreisen.
Hauptziel war, einen Beitrag zur Durchsetzung und Propagierung der sozialistischen Bildungs- und Erziehungspolitik zu leisten. Mit Lese- und Vortragsräumen sowie einer Bibliothek entwickelte sich das „Pädagogische Kabinett Groß-Berlin“ zu einen Konsultationszentrum für pädagogische und didaktisch-methodische Fragen. Ihm oblagen v. a. folgende Aufgaben:
-Weiterbildung der Schulfunktionäre (u. a. Schulinspektoren, Referenten der einzelnen Bildungs- und Erziehungsbereiche, Direktoren der Schulen)
-Weiterbildung der Lehrer und Erzieher in Zusammenarbeit mit den Pädagogischen Kreiskabinetten (v. a. Organisationsaufgaben)
-Organisation der Fachgruppentätigkeit und Anleitung der Fachgruppenleiter sowie Kreisfachberater
-Anleitung der Kreiskabinette
-Zusammenarbeit mit Pädagogischen Forschungseinrichtungen und Bereitstellung von Lehrmaterial
-Öffentlichkeitsarbeit.
Die Einrichtung war dem Bereich des Stadtrats für Volksbildung beim Magistrat direkt unterstellt. Unter Beibehaltung der Hauptaufgaben änderten sich innerhalb dieser Zuordnung im Laufe der Jahre mehrfach die Struktur und Bezeichnung sowie die räumliche Unterbringung. So wurden zwischenzeitlich die 8 Pädagogischen Kreiskabinette in Berlin 1962 aufgelöst, um die Lehrerweiterbildung optimaler organisieren zu können, später jedoch wieder mit leicht veränderter Aufgabenstellung reaktiviert. Ab den 1970er Jahren erfolgte eine enge Verknüpfung und Aufgabenabstimmung der nun als „Bezirkskabinett für Unterricht und Weiterbildung“ bezeichneten Einrichtung mit dem Berliner „Haus des Lehrers“, das ebenfalls dem Stadtrat für Volksbildung direkt unterstand. Mit der Auflösung des „Hauses des Lehrers“ im Dezember 1990 endete auch die Tätigkeit des Bezirkskabinetts.
II. Bestandsgeschichte
Die Akten wurden im Zuge von Bestandsarbeiten im Bundesarchiv zuständigkeitshalber am 2. November 2004 an das Landesarchiv übergeben und hier als eigenständiger Bestand C Rep. 120-01 in die Tektonik eingeordnet.
2007 erfolgte die Verzeichnung mit Augias 7. 4. Derzeit umfasst der Bestand 21 AE (0,60 lfm) und dokumentiert einen Zeitraum von 1971 bis 1990. Es handelt sich v. a. um Unterlagen aus der Tätigkeit verschiedener Fachgruppen (Weiterbildungsfragen der Fachlehrer, Lehrplanfragen, Analysen, Erfahrungsberichte etc.).
Der Bestand „Bezirkskabinett für Unterricht und Weiterbildung“ ist wie folgt zu zitieren:
Landesarchiv Berlin, C Rep. 120-01 Nr. ...
III. Korrespondierende Bestände
LAB C Rep. 120 Magistrat von Berlin, Abteilung Volksbildung
LAB C Rep. 700 Haus des Lehrers
Bundesarchiv DR 2 Ministerium für Volksbildung
Berlin, im April 2008 Monika Schmidt
I. Behördengeschichte
Im Zusammenhang mit der Auflösung des „Berliner Pädagogischen Instituts“ entstand beim Magistrat von Berlin gemäß Beschluss Nr. 962 vom 09. Mai 1952 das „Pädagogische Kabinett Groß-Berlin“. Die bisherigen Forschungsaufgaben des Berliner Instituts wurden vom ebenfalls in Berlin ansässigen „Deutschen Pädagogischen Zentralinstitut“ wahrgenommen; die Aufgaben der Lehrerweiterbildung und der Verbesserung des Fachunterrichts jedoch dem Magistrat übertragen. Außer dem „Pädagogischen Kabinett Groß-Berlin“ gab es analoge Einrichtungen in allen Bezirken der DDR sowie in den Kreisen.
Hauptziel war, einen Beitrag zur Durchsetzung und Propagierung der sozialistischen Bildungs- und Erziehungspolitik zu leisten. Mit Lese- und Vortragsräumen sowie einer Bibliothek entwickelte sich das „Pädagogische Kabinett Groß-Berlin“ zu einen Konsultationszentrum für pädagogische und didaktisch-methodische Fragen. Ihm oblagen v. a. folgende Aufgaben:
-Weiterbildung der Schulfunktionäre (u. a. Schulinspektoren, Referenten der einzelnen Bildungs- und Erziehungsbereiche, Direktoren der Schulen)
-Weiterbildung der Lehrer und Erzieher in Zusammenarbeit mit den Pädagogischen Kreiskabinetten (v. a. Organisationsaufgaben)
-Organisation der Fachgruppentätigkeit und Anleitung der Fachgruppenleiter sowie Kreisfachberater
-Anleitung der Kreiskabinette
-Zusammenarbeit mit Pädagogischen Forschungseinrichtungen und Bereitstellung von Lehrmaterial
-Öffentlichkeitsarbeit.
Die Einrichtung war dem Bereich des Stadtrats für Volksbildung beim Magistrat direkt unterstellt. Unter Beibehaltung der Hauptaufgaben änderten sich innerhalb dieser Zuordnung im Laufe der Jahre mehrfach die Struktur und Bezeichnung sowie die räumliche Unterbringung. So wurden zwischenzeitlich die 8 Pädagogischen Kreiskabinette in Berlin 1962 aufgelöst, um die Lehrerweiterbildung optimaler organisieren zu können, später jedoch wieder mit leicht veränderter Aufgabenstellung reaktiviert. Ab den 1970er Jahren erfolgte eine enge Verknüpfung und Aufgabenabstimmung der nun als „Bezirkskabinett für Unterricht und Weiterbildung“ bezeichneten Einrichtung mit dem Berliner „Haus des Lehrers“, das ebenfalls dem Stadtrat für Volksbildung direkt unterstand. Mit der Auflösung des „Hauses des Lehrers“ im Dezember 1990 endete auch die Tätigkeit des Bezirkskabinetts.
II. Bestandsgeschichte
Die Akten wurden im Zuge von Bestandsarbeiten im Bundesarchiv zuständigkeitshalber am 2. November 2004 an das Landesarchiv übergeben und hier als eigenständiger Bestand C Rep. 120-01 in die Tektonik eingeordnet.
2007 erfolgte die Verzeichnung mit Augias 7. 4. Derzeit umfasst der Bestand 21 AE (0,60 lfm) und dokumentiert einen Zeitraum von 1971 bis 1990. Es handelt sich v. a. um Unterlagen aus der Tätigkeit verschiedener Fachgruppen (Weiterbildungsfragen der Fachlehrer, Lehrplanfragen, Analysen, Erfahrungsberichte etc.).
Der Bestand „Bezirkskabinett für Unterricht und Weiterbildung“ ist wie folgt zu zitieren:
Landesarchiv Berlin, C Rep. 120-01 Nr. ...
III. Korrespondierende Bestände
LAB C Rep. 120 Magistrat von Berlin, Abteilung Volksbildung
LAB C Rep. 700 Haus des Lehrers
Bundesarchiv DR 2 Ministerium für Volksbildung
Berlin, im April 2008 Monika Schmidt
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 MESZ