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Vorwort: VITA Hans von Hayek (geb. 19.12.1869 in Wien, gest. 17.1.1940 in München, begraben in Dachau) war ein österreichisch-deutscher Maler. 1891 kam er nach München und studierte dort an der Kunstakademie. Später verließ er München, zog nach Olching an der Amper und kam schließlich 1900 nach Dachau. Dort gründete er eine private Malschule (die er bis 1915 leitete) und widmete sich überwiegend der Freilichtmalerei. Von 1914 bis 1918 war er im Auftrag der "Leipziger Illustrirten Zeitung" als Kriegsberichterstatter unterwegs. Als Begleiter der 6. Armee hielt er sich vornehmlich in Nordfrankreich und Flandern auf. 1917 war er für ein knappes Vierteljahr in Rumänien. In zahlreichen Zeichnungen skizzierte er Schauplätze des Ersten Weltkriegs: Schützengräben und Gefangenenlager, Ruinen und zerstörte Landschaften. In Velhagens und Klasings Monatsheften, 30. Jahrgang, Januar 1916, S. 27 ff. berichtet von Hayek über seine erste Zeit in Frankreich von September 1914 bis Sommer 1915. Unter anderem erinnert er sich darin sehr gerne an eine "leider nur kurze Zeit", in der er mit Professor Max Slevogt zusammenarbeiten konnte. Daneben erwähnt er auch den "bekannten Schriftsteller (...) Rittmeister Georg Freiherrn von Ompteda, der ihm ein "lieber, verehrter Kampf- und Feldzugsgenosse" geworden war. Der Bericht endet im Sommer 1915 mit einem Verweis auf den Stellungskrieg, dessen Ende bzw. Kriegsbewegung herbeigewünscht wird. Über von Hayeks Erlebnisse von Sommer 1915 bis Kriegsende ist keine schriftliche Überlieferung greifbar. Auch die Nachlassdatenbank des Bundesarchivs enthält keinen entsprechenden Eintrag. Nach 1918 lebte Hans von Hayek wieder in München, unterbrochen von langen Reisen nach Indonesien, Colombo, Ceylon, Sumatra und anderen. Ländern. Von diesen Reisen sind im Kriegsarchiv keine Fotografien überliefert. (vgl. Wikipedia-Artikel "Hans von Hayek": aufgerufen am 27.4.2022; Information der Da chauer Gemäldegalerie zur Ausstellung "Hans von Hayek – Ein Maler im Felde 1914 bis 1918. Zeichnungen eines Kriegsberichterstatters" vom 11.4. bis 13.7.2014) auf der Internetseite: https://dachauer-galerien-museen.de/hans-von-hayek-ein-maler-im-felde-1914-bis-1918-zeichnungen-eines-kriegsberichterstatters/: aufgerufen am 27.4.2022; Prof. Dr. Ottilie Thiemann-Stoedtner in der Zeitschrift Amperland 5 (1969), 82 ff., Zeitschrift "Amperland", Jg. 51, 2015, S. 333-336) BESTANDSGESCHICHTE Zum Bildbestand gehört ein Bildverzeichnis. Die Nitrocellulose-Negative im Format 9 cm x 6 cm stecken in älteren Umschlägen, überwiegend im Format 10,6 cm x 8 cm, in einigen Fällen im Format 12 cm x 9 cm. Die Umschläge sind mit Bleistift beschriftet und enthalten die Angaben zum Aufnahmejahr, zu den Ortschaften, von denen die Aufnahmen stammen, und die Anzahl der dort eingesteckten Negative, teilweise bis zu 58 Stück. Einige wenige Umschläge enthalten außerdem lose Banderolen, die ursprünglich einzelne Negativ-Serien umfassten, auf die handschriftlich mit Bleistift weitere knappe Angaben zu den betreffenden Negativen geschrieben sind. Der Urheber selbst (Prof. Hans von Hayek) hat die Negative in drei Serien angeordnet, die im Zuge der Erschließung in ihrer ursprünglichen Struktur beibehalten wurden. ERSCHLIEßUNGSINFORMATIONEN Der Bildbestand umfasst insgesamt 2.269 Aufnahmen und besteht aus drei Serien, die jeweils in viele kleine "Kapitel" unterteilt sind. Die umfangreichste Serie "1. Bilder von der Westfront [1914-1918]" besteht aus 86 "Kapiteln" mit insgesamt 1.443 Aufnahmen. Serie "2. Bilder von Rumänien [1917-Mai 1918] enthält 17 "Kapitel" mit insgesamt 421 Aufnahmen. Den Abschluss bildet die Serie "3. Verschiedene Bildserien [1914-1918]" mit 13 Bildserien bzw. insgesamt 405 Aufnahmen. Obwohl die Vermutung naheliegt, dass es sich bei diesen zahlreichen, sachthematisch voneinander abgegrenzten Serien um Doppelstücke handelt, ist dem nicht so. Die Negative sind auch hier stringent durchnummeriert. Stichproben ergaben keine Übereinstimmung mit Aufnahmen aus den Serien 1 (Westfront) und 2 (Rumänien). Die erste Serie "Westfront" dokumentiert von Hayeks Aufenthalt im Grenzgebiet Bel-gien/ Frankreich, dann in den französischen Departements Aisne, Ardennes, Marne, Meuse, Nord, Pas-de-Calais und Somme. In der Serie "Rumänien" liegt der Schwer-punkt auf den Gegenden um Câmpulung (?), Focșani, Mățău, Odobești, Pitești, Pre-cistanu, Râmnicu, Rucăr, Sărat, Șerbești und den Flussgebieten der Bratia, des Râul Doamne, des Sereth und der unteren Putna (=Nebenfluss des Sereth). Strikt nach Sachthematik präsentiert die dritte Serie die Bildreihen "Flieger", "Marine", "Tote und Schlachtfelder", "Gefangene", "Marschierende Truppen und Schützenlinien", "Pferde und Wagen, Verpflegs-Geschichten", "Husaren, Ulanen", "Nachrichtenübung, Namur (Belgien) 1917", "Kriegshunde und Patrouillen", "Lagerbilder und Personen - Sapignies (Dep. Pas-de-Calais, Frankreich)", "Personen", "Hühnerhof und Ferme" und zu guter Letzt "Verschiedenes" inklusive dem Unterkapitel "Familie [Hans von Hayek und weibliche Dienstboten]". Innerhalb der Aufnahmen selber lässt sich eine Steigerung der Bildqualität feststellen. Die ersten Serien sind auffallend häufig unscharf oder fehlbelichtet. Im Lauf der Zeit werden die Fotografien schärfer und insgesamt auch besser. Auch wenn die Überzahl der Bilder rein dokumentarisch zum einen Offiziere, Soldaten, Pferde, Stellungen, Flugzeuge, Schiffe, U-Boote, Kriegsgerät, militärische Übungen und zum anderen Gegenden, Straßenzüge, Häuser, Schlösser, Kirchen und Ruinen, oft auch Gruppen und Individuen aus der einheimischen Bevölkerung zum Inhalt hat, bietet der Bildbestand teilweise auch Schockierendes (Leichen von Soldaten, Pferdekadaver), Menschlich-Allzumenschliches (textilfreie Soldaten in einem Fluss beim Striegeln von Pferden oder bei Ostende (Belgien) in großer Anzahl textilfrei badende Matrosen), Außergewöhnliches (U-Boot 29 vor der letzten Ausfahrt, Meldehund, Brieftaube) und Privates (Bilder der Ehefrau und der Kinder von Hans von Hayek). Das Bildverzeichnis nennt zwar an manchen Stellen die Namen der abgebildeten Personen, doch meistens war bis auf wenige hochrangige Persönlichkeiten die Identifizierung der abgebildeten Personen nicht möglich. Hans von Hayek selber oder seine Staffelei ist auf 16 Bildern zu sehen. Mit Hilfe des Bildverzeichnisses ließen sich die Bilder bis auf wenige Ausnahmen ziemlich genau lokalisieren. Auch sind dem Bildverzeichnis in vielen – aber leider nicht allen – Fällen Angaben über das Aufnahmejahr zu entnehmen. Die Zeitangaben im Verzeichnis sind leider oft lückenhaft, auch sind sie nicht konsequent aufsteigend. Die undatierten Aufnahmen bekamen daher als Lückenfüller den gesamten Zeitraum zugewiesen, den von Hayek am Ersten Weltkrieg teilnahm: "[1914-1918]". Die Erschließungsarbeit folgt dem Maßstab der "beschreibenden Verzeichnung". Neben der aufgelösten Ortschaft bzw. Gegend wird der Bildinhalt beschrieben. Zusätzlich ist der Eintrag des überlieferten Bildverzeichnisses in Anführungszeichen in den Betreff aufgenommen. 31 im Motiv besondere Aufnahmen erhielten im Zuge der Verzeichnung im Feld "Interne Bemerkungen:" den Vermerk "bemerkenswerte Aufnahme". Bestellweise bzw. Archivsignatur: BayHStA, BS N 99 / Bestellnummer / Unternummer (z.B. "BayHStA, BS N 99/1-1" oder "BayHStA, BS N 99/3-3-21" München, 6.5.2022 Heinz-Jürgen Weber
Nachlass Hayek, Hans von Prof.
2269
Bestand
Bilder
Sprache der Unterlagen
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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