Appellationis Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
Vollständigen Titel anzeigen
(1) 3810
Wismar W 168 ( W W 4 n. 168)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 23. 1. Kläger W
20.11.1747-09.12.1747
Kläger: (2) Johann Hinrich Wegner und Lic. Johann Theodor Quistorp als Litiskurator der Ehefrau des Kl.s, Maria Wegner, geb. Hase (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Hans Kahl, Kaufmann zu Wismar (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Lic. Theodor Johann Quistorp (A), Dr. Michael Zylius (P)
Fallbeschreibung: Der Bekl. fordert von Kl.n die Bezahlung einer Schuld von 2.000 Rtlr, die der Vater des Kl.s am 27.03.1743 bei ihm gemacht hat. Der Kl. leugnet, daß sein Vater die Schuldverschreibung unterschrieben habe, der Bekl. bietet verschiedene Zeugen auf, die dies belegen sollen. Der Kl. ergreift gegen die Zeugenbefragung restitutio in integrum vor dem Ratsgericht, da einige Zeugen zum Zeitpunkt als die Obligation ausgestellt wurde, nicht vor Ort waren. Ungeachtet dessen läßt das Ratsgericht die Zeugenbefragung zu, weshalb der Kl. an das Tribunal appelliert, um Fristverlängerung zum Einreichen seines Schriftsatzes und um die Suspendierung der Kommission bittet, die das Tribunal am 21.11.1747 erläßt. Am 04.12. trägt der Kl. seine Beschwerden gegen das Ratsgerichtsurteil ausführlich vor, am 08.12.1747 hebt das Tribunal die Suspendierung der Kommission wieder auf und verurteilt den Kl. und seinen Anwalt zu je 4 Rtlr Strafe ob abusum beneficii".
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1747 2. Ratsgericht 1747 3. Tribunal 1747
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteile vom 25.08. und 30.10.1747; Ratsgerichtsprotokolle vom 27.05. und 11.10.1747; Ladung des Protonotars Scheffel für Kl. vom 17.11.1747; von Notar Jochim Christoph Lehmann aufgenommene Appellation vom 02.11.1747; Aussage des Notars Johann Philipp Treffner vom 04.12.1747
Beklagter: Hans Kahl, Kaufmann zu Wismar (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Lic. Theodor Johann Quistorp (A), Dr. Michael Zylius (P)
Fallbeschreibung: Der Bekl. fordert von Kl.n die Bezahlung einer Schuld von 2.000 Rtlr, die der Vater des Kl.s am 27.03.1743 bei ihm gemacht hat. Der Kl. leugnet, daß sein Vater die Schuldverschreibung unterschrieben habe, der Bekl. bietet verschiedene Zeugen auf, die dies belegen sollen. Der Kl. ergreift gegen die Zeugenbefragung restitutio in integrum vor dem Ratsgericht, da einige Zeugen zum Zeitpunkt als die Obligation ausgestellt wurde, nicht vor Ort waren. Ungeachtet dessen läßt das Ratsgericht die Zeugenbefragung zu, weshalb der Kl. an das Tribunal appelliert, um Fristverlängerung zum Einreichen seines Schriftsatzes und um die Suspendierung der Kommission bittet, die das Tribunal am 21.11.1747 erläßt. Am 04.12. trägt der Kl. seine Beschwerden gegen das Ratsgerichtsurteil ausführlich vor, am 08.12.1747 hebt das Tribunal die Suspendierung der Kommission wieder auf und verurteilt den Kl. und seinen Anwalt zu je 4 Rtlr Strafe ob abusum beneficii".
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1747 2. Ratsgericht 1747 3. Tribunal 1747
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteile vom 25.08. und 30.10.1747; Ratsgerichtsprotokolle vom 27.05. und 11.10.1747; Ladung des Protonotars Scheffel für Kl. vom 17.11.1747; von Notar Jochim Christoph Lehmann aufgenommene Appellation vom 02.11.1747; Aussage des Notars Johann Philipp Treffner vom 04.12.1747
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:28 MEZ