Euler, Leonhard
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Gemälde
Kniestück auf einem Stuhl mit geschnitzter, abgerundeter Rückenlehne sitzend, nach links gewandt, an einem Tisch mit verzierter Zarge, den Kopf nach rechts ins Halbprofil gewendet, Blick nach rechts, das rechte Auge etwas kleiner als das linke. Dargestellter mit Perücke mit Rollmopslöckchen und Zopf im Nacken, weißem Hemd und losem Band am Kragen, Jabot, grau-blau gestreiftem Hausmantel, Taschentuch, in der Manteltasche, die Hände auf die Tischplatte gelegt, in der rechten Hand eine Schreibfeder haltend. Auf dem Tisch ein aufgeschlagenes Heft mit lateinischem Text, unter dem Heft liegend Papiere, darauf Zahlen, sowie ein Zirkel, daneben ein Tintenfass mit Schreibfeder sowie Bücher. Auf einen Buchrücken lesbar: "HALLEII | TABULa". Links ein Vorhang, der den Blick auf Bücher freigibt, darunter, hinter dem Stuhl des Dargestellten am Boden stehend, ein Globus. Rechts im Bild Vorhänge vor einem Fenster mit Lichteinfall auf der Wand. Hinter dem Dargestellten eine hellbraune Wandvertäferlung. Lichteinfall von rechts oben außerhalb des Bildes.
Bemerkung: Aus zwei zusammengesetzten Leinwandstücken angefertigt (Naht ist rückseitig erkennbar, die beiden Teile wurden quer zusammengefügt). Fotografie des Gemäldes siehe unter: PT 00869/04 GF (Deutsches Museum München, Archiv). Diese lag in einer Mappe mit dem Aufdruck: "Ein Bildnis Leonhard Eulers von Emanuel Handmann | im Deutschen Museum zu München". Es handelt sich bei dem Gemälde vermutlich um eine Replik nach einem Porträt in Pastell desselben Künstlers, Emanuel Handmann, aus dem Jahr 1753 - im Briefwechsel von Dipl.-Ing. H. Graner, der das Gemälde an das Deutsche Museum vermittelte, der damaligen Besitzerin des Gemäldes, Anna Böhm (Neuenburg in Württemberg) und dem Deutschen Museum wird es als eines von vier zeitgenössischen Originalporträts von Euler bezeichnet. Es sei 1756 in Bern entstanden. (Siehe Briefwechsel in VA 2160, sub Euler, Deutsches Museum München, Archiv). Das Gemälde wurde 1938 für das Deutsche Museum München zum Preis von 3000 RM von der Vorbesitzerin Anna Böhm käuflich erworben (siehe VA 2160, sub Euler, Deutsches Museum München, Archiv). Das Gemälde gelangte am 16.8.1938 unbeschädigt ans Deutsche Museum. Das Geld für das Gemälde wurde durch drei Stiftungen von jeweils 1000 RM möglich gemacht, darunter eine von Dr. Ing. Johannes Hess, Direktor der Dr. Alexander Wacker Gesellschaft für Elektrochemische Industrie (weitere laut Inventarisierungskarte: Schütte, Vögler, Allmers). Das Gemälde wurde 1938 von Paul Haeßler restauriert, gereinigt, von Retuschen befreit (siehe Protokoll vom 25.10.1938 in VA 2160, sub Euler). In einem Museumsführer des Jahres 1966 (Walter Panofsky: Deutsches Museum München. Bilder und Impressionen von einem Rundgang durch die Sammlungen, München 1966, S. 118) wird die Beurteilung des Gemäldes durch den Züricher Maler Johann Caspar Füßli (1706-1782), einem Freund Eulers, zitiert: "Kopf und Hände sind ohne Tadel gezeichnet, mit einem frischen und markichten Pinsel gemalt, das Gewand nach bestem Geschmack entworfen; überhaupt herrscht im Ganzen eine edle Übereinstimmung und geistreiche Handlung."
Personeninformation: Akademiedirektor; auch astronomische, philosophische und musikalisch-akustische Schriften; 1771 völlige Erblindung Schweiz. Maler. - 1735-1739 Ausbildung als Maler bei Johann Ulrich Schnetzler in Schaffhausen, anschließend bis 1742 in Paris bei Jean Restout dem Jüngeren, nach e. Italienreise ab 1746 in Bern tätig. - Vater: Johann Jakob Handmann, Bäcker u. Landvogt zu Waldenburg; Mutter: Anna Maria Rispach (1680-1742)
Leinwand; Ölgemälde
1420 x 1080(Leinwnd) mm (Höhe x Breite) (Bildformat)
1550 x 1210(Rhmen) mm (Höhe x Breite) (Blattformat)
Herstellung
Herstellung
1756
Sammeltätigkeit
Geheimrat E. Mayr. Anna Böhm, Neuenburg (Württemberg), Nichte von Geheimrat E. Mayr. Stifter des Gemäldes (Finanzierung): Dr. [Johannes] Heß (München), Schütte, Vögler, Allmers. Porträtsammlung des Deutschen Museums, München: angelegt seit 1903, Mischbestand aus Fotografien, Druckgrafiken, Fotografien und Gemälden, Fokus auf Naturwissenschaft und Technik.
Mathematiker (Beruf)
Physiker (Beruf)
Physiologe (Beruf)
Arzt (Beruf)
Hochschullehrer (Beruf)
Mathem Instrumente/Analoggeräte/Rechner
Physik
Mayr, E. (Weitere Person)
Böhm, Anna (Weitere Person)
Hess, Johannes (Weitere Person)
Schütte, [?] (Weitere Person)
Vögler, [...] (Weitere Person)
Allmers, [?] (Weitere Person)
Basel (Geburtsort)
St. Petersburg (Sterbeort)
Publikation: Euler, Leonhard: Vollständige Anleitung zur Algebra. - 1771
Publikation: Euler, Leonhard: Briefe an eine deutsche Prinzessin über verschiedene Gegenstände aus der Physik und Philosophie. - 1769 - 1773
Publikation: Euler, Leonhard: Die Gesetze des Gleichgewichts und der Bewegung flüssiger Körper. - 1806
Publikation: Euler, Leonhard: Coniectura physica circa propagationem soni. - 1750
Publikation: Euler, Leonhard: Dioptrica. - 1769 - 1771
Publikation: Euler, Leonhard: Introductio in Analysin infinitorum. - 1748
Publikation: Euler, Leonhard: Institutiones Calculi differentialis. - 1755
Publikation: Euler, Leonhard: Institutio calculi integralis. - 1768 - 1770
Publikation: Mechanica. - 1736
Publikation: Testamen novae theoriae musicae. - 1739
Publikation: Musiktheorie. - 1739
Publikation: Theorie der Planetenbewegung. - 1744
Publikation: Neue Grundsätze zur Artillerie. - 1745
Publikation: Theorie des Schiffsbaus. - 1749
Porträt (Sachbegriff)
Deutsches Museum, München, Archiv
70647
PT 15662 (Bestand-Signatur)
Datenbereitstellung aus dem Projekt "DigiPortA - Digitalisierung und Erschließung von Porträtbeständen in Archiven der Leibniz-Gemeinschaft"
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Archives des Deutschen Museums München
30.06.2025, 09:00 MESZ