Nachlass Hofmann, Karl (Bestand)
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NL Hofmann
Bayerisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik) >> Beständetektonik des Bayerischen Hauptstaatsarchivs >> 4 Abteilung IV: Kriegsarchiv >> 4.5 Sammlungen >> 4.5.6 Nachlässe >> 4.5.6.2 Nachlässe >> Nachlässe F-K
1916-1920
Vorwort: Der Nachlass Hofmann umfasst insgesamt elf Archivalieneinheiten: vier Tagebücher, geführt von Karl Hofmann in den Jahren 1916 bis 1920 (von denen eines gleichzeitig als Notizbuch verwendet wurde), ein Sammelwerk an Kartenmaterial von Einsatzorten bayerischer Truppen im ersten Weltkrieg sowie dem Soldbuch des Karl Hofmann. Weiterhin sind von seinem Vater Julius Hofmann eine in einem Buch zusammengefasste Postkartensammlung und ein kleines Buch gesammelter Bildaufnahmen enthalten. Zudem liegt von beiden Hofmanns jeweils ein Porträtbild bei. Hinzu kommen Tagebuchtranskriptionen. Karl Adolf Max Hugo Hofmann wurde am 09. Oktober 1898 in Hof als Sohn von Julius Hofmann und Elsa Hofmann (geb. Rösle) geboren. Er schloss im Juli 1916 die achte Klasse des königlichen humanistischen Gymnasiums in Hof ab und trat am 1. Dezember 1916 dem 6. Chevauleger Regiment in Bayreuth als Rekrut bei. Am 15. Februar 1917 erhielt er sein Offizierspatent und besuchte vom 18. März bis zum 18. Juni 1917 den 7. Übungskurs für Fahnenjunker und Offiziers- Aspiranten in Grafenwöhr. Hier erhielt er die Befähigung zum Gruppenführer der Infanterie. Im Juli 1917 wurde er zur 5. Eskadron des 6. Chevaulegerregiments ins Feld versetzt. Dieses befand sich zu dieser Zeit an der Ostfront. Karl Hofmann nahm während seiner Zeit im Felde an mehreren Schlachten teil, so zum Beispiel an den Stellungskämpfen an der Lomnica, den Verfolgungskämpfen in Ostgalizien und in der Bukowina, an den Kämpfen um Kolomea und Oroscheny sowie den Stellungskämpfen nordöstlich von Czernowitz und an der Ostgrenze der Bukowina. Am 18. Oktober 1917 wurde er zurück nach Grafenwöhr kommandiert, wo er den 9. Übungskurs für Fahnenjunker und Offiziers-Aspiranten besuchte. Mit Abschluss des Kurses am 31. Januar 1918 erwarb er die Befähigung zum Zugführer der Infanterie, zwischenzeitlich wurde er am 8. Januar 1918 zum Fähnrich ohne Patent befördert. Nach einem kurzen Heimaturlaub kehrte er am 19. Februar 1918 zur 5. Eskadron des 6. Chevaulegerregiments ins Feld zurück. Hier nahm er vom 27. März 1918 bis zum 13. Januar 1919 an den Kämpfen zur Unterstützung der Ukraine gegen die Bolschewisten und an der Besetzung der Ukraine teil. Zwischenzeitlich erhielt er am 17. Mai 1918 das Preußische Eiserne Kreuz 2. Klasse, wurde am 13. Juni 1918 zum Leutnant befördert und für einen Lehrgang kurzzeitig an die Heeresgasschule in Berlin kommandiert. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland und einem neunmonatigem Urlaub wurde Karl Hofmann im Oktober 1919 in die Reserve des 6. Chevaulegerregiments übernommen, jedoch bereits am 13. Februar 1920 infolge der Verminderung des Heeres verabschiedet. Daraufhin studierte er Handelswissenschaften und lebte in München. Karl Hofmanns Vater, Julius Hofmann, wurde am 15. November 1872 in Hof geboren. Er trat dem 6. Chevaulegerregiment am 1. Oktober 1892 als einjährig Freiwilliger bei und wurde zum 1. Oktober 1893 Reserveoffiziers-Aspirant. Nach seiner Beförderung zum Vizewachtmeister am 2. Juni 1894 erhielt er am 19. November 1895 seine Beförderung zum Sekondlieutenant d. R. Nach mehreren erfolgreichen Reserveübungen und positiven Qualifikationsberichten wurde er am 24. Januar 1906 zum Oberleutnant befördert. Mit dem Erhalt seines Offizierpatents am 23. Mai 1912 wurde er zum Rittmeister d. R. Im zivilen Leben war er Kaufmann und später auch Fabrikbesitzer. Mit der Mobilmachung 1914 wurde Hofmann zum Kommandeur der 2. Artillerie Munitionskolonne des 3. bayerischen Armeekorps ernannt. In der Folgezeit nahm er beispielweise an der Schlacht um Lothringen, den Kämpfen um Epinal-Nancy und zwischen Maas und Mosel sowie an der Somme und in Flandern teil. An Auszeichnungen erhielt er am 22. Dezember 1914 das Preußische Eiserne Kreuz 2. Klasse und am 26. November 1915 den Militär Verdienstorden 4. Klasse mit Schwertern. Bereits am 24. Juli 1912 wurde ihm die Landwehr-Dienstauszeichnung 1. Klasse verliehen. Am 30. April 1917 wurde er zur Etappen Inspektion 6 versetzt und im Zuge der Demobilisierung zum 29. Dezember 1918 aus dem Heeresdienst entlassen. Aufgrund seiner langjährig gezeigten Leistungen wurde ihm am 30. Dezember 1922 der Charakter als Major sowie die Uniform der reserveoffiziere des 6. Chev. Rgt. verliehen. Der Nachlass Hofmann erreichte die Abt. IV Kriegsarchiv des Bayerischen Hauptstaatsarchivs durch eine Schenkung der Adoptivtochter Karl Hofmanns im April 2020. Karl Hofmann: OP 42164 Julius Hofmann: OP 42158 02.08.2021 Frederic Manz (Praktikant)
Nachlass Hofmann, Karl
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Bestand
Akten
ger
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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