Stephan Falkonier, kaiserlicher Notar und Stadtschreiber zu Dieburg, bekundet, dass vor ihm in der Behausung des Johann Franz Gernand Ulner von Dieburg im Beisein von Zeugen Maria Magdalena von Aschhausen geb. Zobel von Giebelstadt, Ww. des + Johann Gottfried von Aschhausen, ein Testament habe aufrichten lassen, das, sollten Mängel auftauchen, noch Kraft als Kodizill haben soll. Den Armen und der Pfarrkirche des Orts, in dem sie sterben wird, legiert sie genannte Summen. Ihrem Bruder Hans (Johann) Franz Zobel von Giebelstadt zu Messelhausen und Darstadt und den als sub- oder instituierte Erben eingesetzten Kindern ihrer + Schwester (Maria Susanna verh. Ulner von Dieburg), Anna Ursula, Margaretha Philippina, Anna Maria, Maria Eva, Maria Ursula und Amelia sollen genannte Anteile an dem ihr zugebrachten Heiratsgut von 3000 Gulden Rhein. Währung zukommen. Ihrer Schwester Maria Cordula, Nonne im Kloster Unterzell legiert sie 50 Taler, falls diese ihren Todesfall erleben sollte, und von den 3000 Gulden, von denen Maria Cordula 1250 (dreizehnthalbhundert) gebühren, soll der ihr (Testiererin) noch gebührende dritte Teil, nach Abzug genannter Kosten, den Kindern - Universalerben - ihrer + Schwester verschrieben sein. Ihrem Patenkind ("Göttichen") Anna Maria (Ulner von Dieburg) vermacht sie genannten Schmuck, der ihr auch bei evtl. Eintritt ins Kloster zustehen soll. Ferner legt die Testiererin 200 Reichstaler an Abfindung für alle Erbfälle fest, wenn einer der Universalerben in den geistlichen Stand oder in ein Kloster gehen sollte, außerdem die Anlegung des Erbanteils bei Heirat. Sollten alle Kinder ihrer + Schwester sterben, soll die Erbschaft zur Hälfte an ihren BruderJohann Franz, die andere an ihren Schwager Johann Gernand Ulner von Dieburg fallen. Alles was sie an Gültenbriefen, Vermächtnissen, liegenden und fahrenden Gut habe, soll zu gleichen Teilen an die Universalerben gehen; Änderungen, Aufhebung und Erneuerung des Testaments behält sich die Testiererin vor. Z.: Hans (Johannes) Kaspar Frey, Pfarrer zu Dieburg; Johann Heinrich Weber, kurmainzischer Keller; Weigand Haberkorn, kurmainzischer Vogt; Ludwig Antrich senior, Niklaus Colmar, Hans (Johannes) Korp, alle des Rats zu Dieburg; Johann (Hans) Kilian Schmalenberger, Glöckner zu Dieburg