Akten (Abschrift) des vor dem Offizialatgericht schwebenden Diskussionsverfahrens von Collen. Haus Rotenburg zwischen Häusern des Josef Soens und des Everhard zum Schlade.
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B-Acta jud, 67
B-Acta jud Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten)
Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten) >> 1601-1700
(1492, 1521, 1568, 1595, 1598, 1601) 1607-1617
Darin: Anlage 1: 22.4.1598 (am abend des Sonntags Quasimodo geniti) Vor dem Offizial verkaufen Schmied Julius von der Vastenow u. Frau Margarete Bovinck der Gertrud von Werne, Äbtissin des Klosters Ägidii und Schwertfeger Gerhard vom Holte (= von Collen), letzterer mit seinem Hause auf der Rotenburg zwischen Häusern des Evert vom Schlade und der Witwe tor Mollen. Anlage 2: 10.11 1492 (in profesto Martini) Vor dem Offizial verkaufen Beckermaker Herman Reedeman und Frau Else dem Priester Johan von Werden als Vertreter der von der Stadt Münster belehnten Priester tho behoff ehres brodes eine Rente aus ihrem Hause in Lamberti auf der Rotenburg zwischen Häusern des Beesenmakers Albert Hermeler und des Jakob Stove. Bürgen: Kramer Johan Schroder und Trippenmaker Herman Drachaus. Zeugen: Herman Plettenberg und Jakob Borchgreving. Anlage 3: 25.1.1568 (am Tage conversionis Pauli) Vor dem Stadtrichter Johan Wesseling schichtet Fenne Huesbrandt, Witwe Schwertfeger Terne Scharphaus mit ihren Kindern Johan, Peter, Gertrud, Anna und Jasper. Vormünder der Kinder sind Ratsherr Heinrich Modersohn senior, M. Peter Kerseboem und Jasper Sparenmacher, Bürger in Münster. Zeugen: Arndt Reitlandt und Herman Hansen. (Anna Scharphaus ist 1607 die Frau des Johan Biseman). Anlage 4: 28.9.1521 (in profesto Michaelis) Vor dem Offizial verkaufen Schroder Herman Konninck u. Frau Else dem Ludger tor Widen u. Frau Stina eine Rente aus Ihrem Hause in Lamberti auf der Rotenburg zwischen Häusern des Gerdt Morman und des Sattelmachers Herman Molner. Anlage 5: 31.10.1601 Vor dem Offizial verkaufen Gildemeister Gerhard von Collen und Frau Anna Herweg der Alheid Wedemhove ihr Haus auf der Rotenburg zwischen Häusern des M. Johan Grotegese und des Werner Asbeck. Anna Herweg war mit dem + Georg Wibboldinck verheiratet. Aus dem Hause ist eine Rente an Bertold Giesekinck, Vikar an Servatii, zu entrichten. Die Verkäufer verpfänden ihr Haus auf der Rotenburg zwischen den Häusern des Johann zur Mollen und des Evert Herde. Anlage 6: 28.2.1598 (Samstag nach Oculi) Vor dem Offizial verkaufen Schwertfeger Gerd zum Holte und Frau Fenna dem M. Herman zur Mollen und Frau Anna eine Rente aus Ihrem Hause in Lamberti auf der Rotenburg zwischen Häusern der Witwe Heinrich zur Mollen und des Eberhard zum Schlade. Bürgen: Schneidergildemeister Staell und Johann Sharphaus gen. Terne. Anlage 7: 22.3.1595 Vor dem Offizial schichtet Anna Herwich, jetzt Frau Joachim Schone, früher Witwe Georg Wibboldinck mit ihren Kindern a. Friedrich Wibboldinck, b. Heinrich W., c. Katharina W., Frau Bernhard Wilken. Das Elternhaus der Kinder liegt auf der Rotenburg zwischen Häusern des M. Johan Grotegeise und des Werner Asbeck.
Enthält: Frühere Eigentümer: 1557 Johan Stenvord, 1558 Maternus Scharphaus. Antragstellerin: Witwe Schmied Gerhard von Collen, geb. Anna Herweg, die das Haus an den Schwertfeger Johan zum Berge verkauft hat Gläubiger: Friedrich Stapelberg, M. Herman zum Drecke, M. Lübbert zur Weddemhoffen; M. Lübbert Neilinck; Kloster Ägidii; Kinder des + Maternus Uhrwercker; Franz Uhrwercker; Witwe Johan Farwick, geb. Margarete N.; Kameral Heinrich Boeker; Margarete zur Mennen; M. Johan Wittup; das Hospital; die Erben des Georg Stille; Witwe Hanso Terne gen. Scharphaus; Eheleute Notar Johan Akolck und Alheid Wedemhove; M. Herman zur Mollen; Johan von Dorsten; Bernard Stueker; Wennemar von Aschebroick als rector vicariae altaris sivi Wilhelmi im Dom; Kaspar Dorhoff, Pastor an Servatii; Katharina Wibbeling, Frau Heno Konninck auf der Königstraße, früher Witwe Notar Bernard Wilcken, Tochter der Antragstellerin. Erwähnt wurden Godfried Potken; Herman Temming; M. Johan Bolte; Domvikar Egbert Danckelman 1557; Domvikar Herman Biderwant, verstorben 11.9.1601; Margarete zum Uphove; Oldermann Thomas Egbertz; Schmied Heinrich Kock; Sparmaker Heinrich von Dorsten; Schneider Johan Krechting; Domvikar Georg Vogelpott; Bernard Hausman, Amtmann zu Ägidii; Albert Wernsing; Johan Hembsting; Rotger Herting; Luke Wischman; Berent Billerbeck; Sattler Dietrich Rechardt; Schwertfeger Gerhard Rottgers; Johan Alerdinck; Kaspar Bertelinck; Johan Winckeldei; Hans Stecke aus Ahaus; Kordt Lesten aus Haselünne; Hans van Leden; Hans Mülner.
Enthält: Frühere Eigentümer: 1557 Johan Stenvord, 1558 Maternus Scharphaus. Antragstellerin: Witwe Schmied Gerhard von Collen, geb. Anna Herweg, die das Haus an den Schwertfeger Johan zum Berge verkauft hat Gläubiger: Friedrich Stapelberg, M. Herman zum Drecke, M. Lübbert zur Weddemhoffen; M. Lübbert Neilinck; Kloster Ägidii; Kinder des + Maternus Uhrwercker; Franz Uhrwercker; Witwe Johan Farwick, geb. Margarete N.; Kameral Heinrich Boeker; Margarete zur Mennen; M. Johan Wittup; das Hospital; die Erben des Georg Stille; Witwe Hanso Terne gen. Scharphaus; Eheleute Notar Johan Akolck und Alheid Wedemhove; M. Herman zur Mollen; Johan von Dorsten; Bernard Stueker; Wennemar von Aschebroick als rector vicariae altaris sivi Wilhelmi im Dom; Kaspar Dorhoff, Pastor an Servatii; Katharina Wibbeling, Frau Heno Konninck auf der Königstraße, früher Witwe Notar Bernard Wilcken, Tochter der Antragstellerin. Erwähnt wurden Godfried Potken; Herman Temming; M. Johan Bolte; Domvikar Egbert Danckelman 1557; Domvikar Herman Biderwant, verstorben 11.9.1601; Margarete zum Uphove; Oldermann Thomas Egbertz; Schmied Heinrich Kock; Sparmaker Heinrich von Dorsten; Schneider Johan Krechting; Domvikar Georg Vogelpott; Bernard Hausman, Amtmann zu Ägidii; Albert Wernsing; Johan Hembsting; Rotger Herting; Luke Wischman; Berent Billerbeck; Sattler Dietrich Rechardt; Schwertfeger Gerhard Rottgers; Johan Alerdinck; Kaspar Bertelinck; Johan Winckeldei; Hans Stecke aus Ahaus; Kordt Lesten aus Haselünne; Hans van Leden; Hans Mülner.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:09 MEZ