Jakob [Renz], Abt zu Petershausen, verleiht Andreas Hermann von Wielatsriet Hof und Gut in Ringgenweiler zu Erblehen. Das Gut war von ¿Martin Bidermann erblich an Maria Bidermann, Ehefrau des Empfängers, bzw. deren Lehenträger Matthäus Eberlin gelangt. Zu dem Lehen gehören Haus, Hof, Stadel, Ofenhaus und Wagenschopf sowie ein Baumgarten, in dem ein Soldhäuslein gebaut wurde, das derzeit Matheis Aßman innehat. Ihm und seiner Ehefrau hat Martin Bidermann erlaubt, dort auf Lebenszeit zu wohnen. An Äckern werden verliehen 16 Jauchert im Ösch "auf Hochenstain", 14 Jauchert im Ösch "auf Hebsack" und 14 1/2 Jauchert im Ösch "Hüttenberg", an Wiesen 4 Mannmahd, ferner ein Baindtgärtlein, das jetzt mit Hans Heni ausgemarkt worden ist. Ausgenommen von der Verleihung ist das Häuslein, das Hans Heni besonders verliehen wurde. Der Beliehene muß das Haus in gutem Zustand halten und darf nichts entfremden. Er gibt dem Kloster jährlich zu Martini als Zins 4 Scheffel Vesen und 24 Streichen Hafer Ravensburger Maßes, 30 ß d ringer Münze und 2 Fasnachthennen. Bei Verstoß gegen die Leihebedingungen fällt das Gut heim. Im Fall von Handänderungen oder Wahl eines neuen Prälaten muß es innerhalb von drei Monaten neu empfangen und mit 3 lb d Konstanzer Währung verehrschatzt werden. Wird das Gut verkauft, muß es dem Kloster angeboten werden, das um 5 ß d billiger kaufen kann als andere Interessenten. An Klöster, Spitäler und andere "Ewigkeiten" darf nicht verkauft werden.
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Jakob [Renz], Abt zu Petershausen, verleiht Andreas Hermann von Wielatsriet Hof und Gut in Ringgenweiler zu Erblehen. Das Gut war von ¿Martin Bidermann erblich an Maria Bidermann, Ehefrau des Empfängers, bzw. deren Lehenträger Matthäus Eberlin gelangt. Zu dem Lehen gehören Haus, Hof, Stadel, Ofenhaus und Wagenschopf sowie ein Baumgarten, in dem ein Soldhäuslein gebaut wurde, das derzeit Matheis Aßman innehat. Ihm und seiner Ehefrau hat Martin Bidermann erlaubt, dort auf Lebenszeit zu wohnen. An Äckern werden verliehen 16 Jauchert im Ösch "auf Hochenstain", 14 Jauchert im Ösch "auf Hebsack" und 14 1/2 Jauchert im Ösch "Hüttenberg", an Wiesen 4 Mannmahd, ferner ein Baindtgärtlein, das jetzt mit Hans Heni ausgemarkt worden ist. Ausgenommen von der Verleihung ist das Häuslein, das Hans Heni besonders verliehen wurde. Der Beliehene muß das Haus in gutem Zustand halten und darf nichts entfremden. Er gibt dem Kloster jährlich zu Martini als Zins 4 Scheffel Vesen und 24 Streichen Hafer Ravensburger Maßes, 30 ß d ringer Münze und 2 Fasnachthennen. Bei Verstoß gegen die Leihebedingungen fällt das Gut heim. Im Fall von Handänderungen oder Wahl eines neuen Prälaten muß es innerhalb von drei Monaten neu empfangen und mit 3 lb d Konstanzer Währung verehrschatzt werden. Wird das Gut verkauft, muß es dem Kloster angeboten werden, das um 5 ß d billiger kaufen kann als andere Interessenten. An Klöster, Spitäler und andere "Ewigkeiten" darf nicht verkauft werden.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III U 1947
fasc. 057 1/2 n. 21
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III >> Urkunden >> 17. Jahrhundert
1609 August 2 (den andern monatstag Augusti)
18,4 x 47 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Jakob [Renz], Abt zu Petershausen
Empfänger: Andreas Hermann von Wielatsriet
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., besch.
Empfänger: Andreas Hermann von Wielatsriet
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., besch.
Aßmann, Matheis
Bidermann, Maria
Bidermann, Martin
Eberlin, Matthäus
Heni, Hans
Hermann, Andreas
Petershausen, Jakob Renz; Abt
Renz, Jakob; Abt zu Petershausen
Konstanz KN; Währung
Ravensburg RV; Maß
Ringgenweiler : Zogenweiler, Horgenzell RV
Ringgenweiler : Zogenweiler, Horgenzell RV; Einwohner
Ringgenweiler : Zogenweiler, Horgenzell RV; Flurstücke
Wielatsried : Fronhofen, Fronreute RV; Einwohner
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:21 MEZ
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