Vor Notar und Zeugen übergeben Cord de Halfwassen und seine Frau Cunne ihren Garten in der untersten Twete außerhalb der Osterpforte vor Lemgo zur vorderen Hand, den ehemals Henrik van Hardersen gehabt hat, und ihren Kamp, den Holten, besessen, außerhalb der Langenbrücker Pforte vor Lemgo bei dem Lande Johan Loders, an Gheseke Stechmannynch, einer Jungfrau im Kloster auf der Neustadt zu Lemgo, Tochter der obigen Cunne. Cord und Cunne gebrauchen Garten und Kamp zu ihrer Lebenszeit und geben dafür zu Zins 8 Schilling Lemgoer Pfennige, halb zu Michaeli und halb zu Ostern. Nach ihrem Tode oder können sie den Zins nicht zahlen, übernimmt Gheseke Garten und Kamp. Nach ihrer aller Tod fällt beides an den Konvent des Klosters. Dann werden am Todestage der Gheseke die Jungfrauen im Reventer gespeist, wofür sie das Gedächtnis abhalten für die Verstorbenen und ihre Eltern. Cord und Cunne werden auf dem Klosterfriedhof begraben. Lemgo im Hause Hermanns des lutteken, Richters, Bürgers zu Lemgo, anno nativitatis domini 1382 indictione quinta mensis marcii vicesima secunda die hora quasi none pontificatus sanctissimi in Christo patris et domini nostri domini Urbani divina providencia pape VI. anno quarto. Zeugen: Herman und Johannes de Weghener vom Stift zu Paderborn. Beglaubigt von Albert Cappelman, Geistlicher der Paderborner Diözese und kaiserlicher Notar. Original auf Pergament.

Vollständigen Titel anzeigen
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
Objekt beim Datenpartner
Loading...