Einladung zur Jahreskonferenz des Verwaltungsausschusses des Germanischen Nationalmuseums
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LLA 062/001
LLA Lindenschmit, Ludwig d. Ä.
Lindenschmit, Ludwig d. Ä. >> Germanisches Nationalmuseum Nürnberg
1869-05-01
Inhalt/Beschreibung/Darin: "Euer Hochwohlgeboren!
Obwohl durch Zirkular vom 13. Januar d. J. schon
die Mittheilung gemacht wurde, dass die Jahreskonferenz
des Verwaltungsausschusses des germanischen Museums
in diesem Jahre schon zu Pfingsten abgehalten werde und
bereits im Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit die Ein-
ladung dazu erlassen ist, so will ich doch nicht versäumen
die Herren Mitglieder dieses Ausschusses nach § 20 des Or-
ganismus durch spezielle Zuschrift auf
Donnerstag den 20 Mai Vormittags 9 Uhr
in das Lokal des germanischen Museums einzuladen.
Tagesordnung.
1. Verhandlungen über den Antrag des 1. Vorstandes auf
Revision der Satzungen des Organismus.
2. Rechnungsablage für 1868.
3. Etat für 1870.
Ich gebe mich der angenehmen Hoffnung hin, dass die
hohe Wichtigkeit, welche die diesbezüglichen Verhandlungen
für die gesamte Zukunft der Anstalt haben müssen,
sämtliche Herren Mitglieder veranlassen wird, es mö-
glich zu machen zur Sitzung hierher zu kommen, doch ersu-
che ich in Hinblick auf den erwähnten Paragrafen des
gegenwärtigen Organismus die Herren mir gefälligst
binnen 8 Tagen bekannt geben zu wollen, dass Sie er-
scheinen werden. Ich erinnere ferner, dass zwar die abwe-
senden Mitglieder sich durch Anwesende mittelst Ausstel-
lung förmlicher schriftlicher Vollmachten vertreten lassen
können, dass jedoch jeder Anwesende nur eine Vollmacht
annehmen kann. Es dürfte deshalb gut sein, für den Fall,
dass es doch einen oder den anderen der Herren ganz un-
möglich sein sollte, persönlich zu erscheinen, rechtzeitig Vor-
sorge wegen der Stellvertretung zu treffen.
Es liegt der Kommission, welche der Lokalausschuss zur
Vorbereitung und Berichterstattung über den ersten Punkt
der Tagesordnung ernannt hat, eine solche Fülle von
Material vor und dieselbe wünscht eine Reihe von
Schriftstücken Ihnen vor der Sitzung autographirt zu
zustellen.
Die Absicht solche gleich mit der jetzigen Einladung
ausgehen zu lasse, hat diese Einladung verzögert, was
ich gefälligst zu entschuldigen bitte. Nichts desto weniger
ist es eben nicht möglich gewesen damit bis heute fertig
zu werden. Ich werde indessen trachten die Sache so
rasch als mir möglich in die Hänbde der Herren Mitglie-
der des Verwaltungsausschusses zu bringen.
Hochachtungsvollst
Nürnberg den 1. Mai 1869
der 1. Vorstand des germanischen Museums
A. Essenwein"
Obwohl durch Zirkular vom 13. Januar d. J. schon
die Mittheilung gemacht wurde, dass die Jahreskonferenz
des Verwaltungsausschusses des germanischen Museums
in diesem Jahre schon zu Pfingsten abgehalten werde und
bereits im Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit die Ein-
ladung dazu erlassen ist, so will ich doch nicht versäumen
die Herren Mitglieder dieses Ausschusses nach § 20 des Or-
ganismus durch spezielle Zuschrift auf
Donnerstag den 20 Mai Vormittags 9 Uhr
in das Lokal des germanischen Museums einzuladen.
Tagesordnung.
1. Verhandlungen über den Antrag des 1. Vorstandes auf
Revision der Satzungen des Organismus.
2. Rechnungsablage für 1868.
3. Etat für 1870.
Ich gebe mich der angenehmen Hoffnung hin, dass die
hohe Wichtigkeit, welche die diesbezüglichen Verhandlungen
für die gesamte Zukunft der Anstalt haben müssen,
sämtliche Herren Mitglieder veranlassen wird, es mö-
glich zu machen zur Sitzung hierher zu kommen, doch ersu-
che ich in Hinblick auf den erwähnten Paragrafen des
gegenwärtigen Organismus die Herren mir gefälligst
binnen 8 Tagen bekannt geben zu wollen, dass Sie er-
scheinen werden. Ich erinnere ferner, dass zwar die abwe-
senden Mitglieder sich durch Anwesende mittelst Ausstel-
lung förmlicher schriftlicher Vollmachten vertreten lassen
können, dass jedoch jeder Anwesende nur eine Vollmacht
annehmen kann. Es dürfte deshalb gut sein, für den Fall,
dass es doch einen oder den anderen der Herren ganz un-
möglich sein sollte, persönlich zu erscheinen, rechtzeitig Vor-
sorge wegen der Stellvertretung zu treffen.
Es liegt der Kommission, welche der Lokalausschuss zur
Vorbereitung und Berichterstattung über den ersten Punkt
der Tagesordnung ernannt hat, eine solche Fülle von
Material vor und dieselbe wünscht eine Reihe von
Schriftstücken Ihnen vor der Sitzung autographirt zu
zustellen.
Die Absicht solche gleich mit der jetzigen Einladung
ausgehen zu lasse, hat diese Einladung verzögert, was
ich gefälligst zu entschuldigen bitte. Nichts desto weniger
ist es eben nicht möglich gewesen damit bis heute fertig
zu werden. Ich werde indessen trachten die Sache so
rasch als mir möglich in die Hänbde der Herren Mitglie-
der des Verwaltungsausschusses zu bringen.
Hochachtungsvollst
Nürnberg den 1. Mai 1869
der 1. Vorstand des germanischen Museums
A. Essenwein"
2 Blatt
Papier
Brief
Deutsch
Weitere Institutionsrollen: Germanisches Nationalmuseum: Erwähnt
Nürnberg - Absendeort
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
13.05.2026, 11:29 MESZ