D 71 - Nachlass Rudolf Pfisterer (1914-2005) (Bestand)
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D 71
Landeskirchliches Archiv Stuttgart (Archivtektonik) >> D - Private Nachlässe und Sammlungen
1914-2014
Einleitung: ========== Rudolf Pfisterer ==========
Geboren am 28. März 1914 in Weinsberg als Sohn des Pfarrers und späteren Dekans von Marbach Heinrich Pfisterer (geb 1877 in Basel, gest. 1947 in Marbach a.N.) und Elisabeth geb. Dieterich. Nach dem Landexamen Kirchliche Seminare in Schöntal und Urach. Theologiestudium in Tübingen (Stift), Bonn (Karl Barth, Wilhelm Vischer), Könisberg/Ostpreußen. Ab 1936 Vikar in Schramberg, Göppingen, Ludwigsburg. Kriegsdienst während des gesamten 2. Weltkriegs 1939-1945 (Funker in Jugoslawien, Rußland - Stalingrad - Frankreich); amerikanische Kriegsgefangenschaft bis Herbst 1945. 1941 Berufung auf die Pfarrstelle Gelbingen Dkt. Schwäbisch Hall. 1948 (März-November) stellvertretend freiwillige Kriegsgefangenschaft in Montpellier/Frankreich zur Seelsorge an gefangenen deutschen Soldaten. 1950 Wiederaufbau der zerstörten Kirche in Gelbingen. 1952 Gefängnispfarrer (Jugendstrafanstalt) in Schwäbisch Hall und 1970-1977 ebenda Dekan für Gefängnispfarrer. Pionier des christlich-jüdischen Dialogs; umfangreiche Vortrags- und literarische und Übersetzer-Tätigkeit. Ehrungen: Dr. theol. h.c. der Faculté Libre de Théologie Protestante de Paris (1963), Professorentitel (1986, verliehen durch den Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg), Otto-Hirsch-Medaille (1992). Zahlreiche Veröffentlichungen.
Eheschließung 1939 mit Elisabeth geb, Klenk; sie er hielt wegen ihrer weitreichenden sozialen Tätigkeiten das Bundesverdienstkreuz. Gestorben am 29. Oktober 2005 in Schwäbisch Hall.
========== Bestandsgeschichte ==========
Um den Nachlass kümmerte sich insbesondere der älteste Sohn Rudolf Pfisterers, Dr. Karl Dieterich Pfisterer.
Der bibliothekarische Nachlass (Bibliothek zum Jüdisch-Christlichen Dialog) wurde von den Kindern Rudolf Pfisterers (Vorstand und Direktor im Diakonischen Werk der EKD Pfr. PhD Karl Dieterich Pfisterer, Oberkirchenrat Rudolf Gottfried Pfisterer, Oberstudiendirektorin Elisabeth Pfisterer, Dr.med. Eva Maria Scholz-Pfisterer und Dorothea Gieren geb. Pfisterer) der Zentralbibliothek der Evangelischen Landeskirche Württemberg, Stuttgart, vor dem 100. Geburtstag Rudolf Pfisterers übergeben. Nachlass Rudolf Pfisterer, Sign. DB 41, 1-3218.
Der handschriftliche Nachlass und die Materialsammlung Rudolf Pfisterers wurden von Juli 2013 bis April/Mai 2016 von Pfarrer Dr. theol. Friedrich Löblein, Pleidelsheim, gesichtet, erfasst, geordnet, und archiviert; am 21.12.2023 wurde ein weiterer bearbeiteter Teilnachlass von Dr. Löblein übergeben. Über beide Teile existierte jeweils eine Findmitteldatei. Eine Gesamtüberarbeitung des Nachlasses Rudolf Pfisterers erfolgte ebenfalls durch Pfarrer Dr. Friedrich Löblein im 1. Halbjahr 2024. Durch diese wurden die genannten Findmitteldateien ersetzt, wobei das ältere der beiden Findmitteldateien (2014) allerdings in der Präsenzbibliothek erhalten geblieben ist.
========== Bestandsübersicht ==========
Außer biografischen Akten und Dokumenten enthält der Bestand auch Skripte und/oder Vorarbeiten zu Rudolf Pfisterers Veröffentlichungen, Vorträgen und Aufsätzen.
Den Schwerpunkt bildet der Bestand zum Christlich-Jüdischen Dialog von ca. 1950 bis ca. 1995: Akten zu Dialog- und Korrespondenzpartnern sowie eine umfangreiche Materialsammlung zu einschlägigen Themen, einschließlich Zeitschriften und Zeitschriftenausschnitte.
Außerdem umfasst der Bestand Akten zum Tätigkeitsfeld Strafvollzugsseelorge.
Weitreichend ist seine in- und ausländische Korrespondenz.
Vermutlich vollständig sind seine Predigten enthalten.
Dazu sind Akten zu diversen anderen theologischen und kirchlichen Themen vorhanden.
========== Quellen und Literatur ==========
- Personalakte der Württembergischen Landeskirche (Sign.: LKAS, A 327, Nr. 2313);
- Festschrift für Rudolf Pfisterer: "Scheidewege. Ein Leben für den Christlich-Jüdischen Dialog", hgg. v. Günter Bernd Ginzel und Elisabeth Pfisterer jun. (1984).
Pfarrer Dr. Friedrich Löblein, 3. Juni 2024
Geboren am 28. März 1914 in Weinsberg als Sohn des Pfarrers und späteren Dekans von Marbach Heinrich Pfisterer (geb 1877 in Basel, gest. 1947 in Marbach a.N.) und Elisabeth geb. Dieterich. Nach dem Landexamen Kirchliche Seminare in Schöntal und Urach. Theologiestudium in Tübingen (Stift), Bonn (Karl Barth, Wilhelm Vischer), Könisberg/Ostpreußen. Ab 1936 Vikar in Schramberg, Göppingen, Ludwigsburg. Kriegsdienst während des gesamten 2. Weltkriegs 1939-1945 (Funker in Jugoslawien, Rußland - Stalingrad - Frankreich); amerikanische Kriegsgefangenschaft bis Herbst 1945. 1941 Berufung auf die Pfarrstelle Gelbingen Dkt. Schwäbisch Hall. 1948 (März-November) stellvertretend freiwillige Kriegsgefangenschaft in Montpellier/Frankreich zur Seelsorge an gefangenen deutschen Soldaten. 1950 Wiederaufbau der zerstörten Kirche in Gelbingen. 1952 Gefängnispfarrer (Jugendstrafanstalt) in Schwäbisch Hall und 1970-1977 ebenda Dekan für Gefängnispfarrer. Pionier des christlich-jüdischen Dialogs; umfangreiche Vortrags- und literarische und Übersetzer-Tätigkeit. Ehrungen: Dr. theol. h.c. der Faculté Libre de Théologie Protestante de Paris (1963), Professorentitel (1986, verliehen durch den Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg), Otto-Hirsch-Medaille (1992). Zahlreiche Veröffentlichungen.
Eheschließung 1939 mit Elisabeth geb, Klenk; sie er hielt wegen ihrer weitreichenden sozialen Tätigkeiten das Bundesverdienstkreuz. Gestorben am 29. Oktober 2005 in Schwäbisch Hall.
========== Bestandsgeschichte ==========
Um den Nachlass kümmerte sich insbesondere der älteste Sohn Rudolf Pfisterers, Dr. Karl Dieterich Pfisterer.
Der bibliothekarische Nachlass (Bibliothek zum Jüdisch-Christlichen Dialog) wurde von den Kindern Rudolf Pfisterers (Vorstand und Direktor im Diakonischen Werk der EKD Pfr. PhD Karl Dieterich Pfisterer, Oberkirchenrat Rudolf Gottfried Pfisterer, Oberstudiendirektorin Elisabeth Pfisterer, Dr.med. Eva Maria Scholz-Pfisterer und Dorothea Gieren geb. Pfisterer) der Zentralbibliothek der Evangelischen Landeskirche Württemberg, Stuttgart, vor dem 100. Geburtstag Rudolf Pfisterers übergeben. Nachlass Rudolf Pfisterer, Sign. DB 41, 1-3218.
Der handschriftliche Nachlass und die Materialsammlung Rudolf Pfisterers wurden von Juli 2013 bis April/Mai 2016 von Pfarrer Dr. theol. Friedrich Löblein, Pleidelsheim, gesichtet, erfasst, geordnet, und archiviert; am 21.12.2023 wurde ein weiterer bearbeiteter Teilnachlass von Dr. Löblein übergeben. Über beide Teile existierte jeweils eine Findmitteldatei. Eine Gesamtüberarbeitung des Nachlasses Rudolf Pfisterers erfolgte ebenfalls durch Pfarrer Dr. Friedrich Löblein im 1. Halbjahr 2024. Durch diese wurden die genannten Findmitteldateien ersetzt, wobei das ältere der beiden Findmitteldateien (2014) allerdings in der Präsenzbibliothek erhalten geblieben ist.
========== Bestandsübersicht ==========
Außer biografischen Akten und Dokumenten enthält der Bestand auch Skripte und/oder Vorarbeiten zu Rudolf Pfisterers Veröffentlichungen, Vorträgen und Aufsätzen.
Den Schwerpunkt bildet der Bestand zum Christlich-Jüdischen Dialog von ca. 1950 bis ca. 1995: Akten zu Dialog- und Korrespondenzpartnern sowie eine umfangreiche Materialsammlung zu einschlägigen Themen, einschließlich Zeitschriften und Zeitschriftenausschnitte.
Außerdem umfasst der Bestand Akten zum Tätigkeitsfeld Strafvollzugsseelorge.
Weitreichend ist seine in- und ausländische Korrespondenz.
Vermutlich vollständig sind seine Predigten enthalten.
Dazu sind Akten zu diversen anderen theologischen und kirchlichen Themen vorhanden.
========== Quellen und Literatur ==========
- Personalakte der Württembergischen Landeskirche (Sign.: LKAS, A 327, Nr. 2313);
- Festschrift für Rudolf Pfisterer: "Scheidewege. Ein Leben für den Christlich-Jüdischen Dialog", hgg. v. Günter Bernd Ginzel und Elisabeth Pfisterer jun. (1984).
Pfarrer Dr. Friedrich Löblein, 3. Juni 2024
8,8 lfd. m
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
11.08.2025, 11:05 AM CEST